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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2013 14.
Jun

kino

Aus aktuellem Anlaß möchte ich mal wieder das Wort ergreifen und eine Alltagssituation mit Euch besprechen: Geht ihr eigentlich noch ins Kino ? Und wenn nein, warum nicht ?

Olga und ich sind eigentlich Cineasten und gehen regelmäßig in die Filme, die uns interessieren oder gucken sehr gerne DVDs in der heimischen Kinozentrale … Beweis gefällig ? In diesem Jahr haben wir erst in der letzten Woche unseren ersten Film im Fernsehen von Anfang bis Ende angeguckt (“8 Blickwinkel” mit Dennis Quaid und Forest Whitaker), obwohl wir in 2013 bis heute schon 62 Filme konsumiert haben – Olga führt Buch bzw. Datei     zwinker

Aber zurück zum Thema und Aufreger. Der nächste, für uns interessante Streifen ist am Donnerstag angelaufen und so wollte ich gerade mal nachsehen, wann er denn so am Samstag im Kino unseres Vertrauens gezeigt wird. Der Film ist kein 3D, er geht auch nur 90 Minuten und in der Regel haben wir nix gegen Parkett –> 8,20 Euro pro Karte !
Komisch, auf der Webseite heißt es aber, daß die Einzelkarte am Samstag nur 7,70 Euro kosten soll … woher kommen die 50 Cent Zuschlag, die bei genauerem Hinsehen sogar mit aufgeführt werden ? Auf der Preisübersicht heißt es bei den Zuschlägen:

  • Filmzuschlag: 0,50 Euro, 1,00 Euro, 1,50 Euro, 2,00 Euro (filmabhängig)
  • Servicezuschlag: 0,60 Euro pro Ticket (bei einer Onlinereservierung mit garantierter Abbuchung !!!)
  • Logenzuschlag: 1,00 Euro
  • VIP-Loge: 2,50 Euro
  • 3D-Zuschlag: 3,00 Euro
  • 3D-Brille: 1,00 Euro pro Stück

Damit ist aber immer noch offen, warum unser 90-Minuten-2D-Film einen Zuschlag von 0,50 Euro hat …

Eine kurze Suche mit Google (denn bei den OLCAs gilt Google ist dein Freund) hat die Lösung geliefert –> es handelt sich um den sogenannten “Blockbuster-Zuschlag” – den was ?!?!?!
Auf dieser Webseite heißt es: ”[...] Man gab uns zu verstehen, dass es sich hierbei um einen Zuschlag handelt, den die Filmstudios den Filmen aufdrücken, die zweifelsohne ein Blockbuster werden. Ihr wollt das sehen? Dann zahlt noch mal oben drauf! Die 50 Cent würden angeblich direkt an die Filmstudios gehen und das wäre auch „in jedem Kino” so, verkündete der dünne, junge Mann hinter dem Tresen.”

Bei dieser Sachlage schließe ich mich den Worten des Verfassers des obigen Beitrages an, denn auch wir halten das für moderne Wegelagerei an der Kinokasse ! Und da wundert sich die Filmindustrie über schwindende Kinobesucherzahlen ? Olga und ich meiden schon seit Längerem 3D-Filme, weil wir den Zuschlag von 3 Euro nicht berappen wollen (manche Filme kommen ja nur noch in 3D in die Kinos, dann aber als 2D auf DVD) und wir werden wohl auch nie freiwillig in den VIP-gestalteten iSense-Saal gehen –> Samstagabend, 3D-Film, iSense-Saal, Loge und Überlängenzuschlag macht *ka-ching!* für 2 Personen schlappe 32,40 Euro … Popcorn und Getränk kommt da sogar noch mal extra. WOW !!!

Und welches Fazit ziehen Olga und ich nun daraus ? Entweder wir gehen in der Woche mit unserer “Dresden-for-Friends-Karte” in ein anderes Kino und zahlen für beide 2D-Karten nur 11 Euro oder wir warten eben, bis der Film auf DVD kommt und bestellen ihn dann via “Lovefilm” für 2,50 Euro direkt ins Haus – schade ums Kino, denn dafür wurden ja bekanntlich einmal Filme gemacht !



2013 09.
Jun

Das Fotothema des vergangenen Monats hieß “Blumen und Blätter” und mir ging es dabei nicht nur darum, mich weiterhin nur mit der schnöden Technik zu beschäftigen, sondern diesmal auch ein Mädchen sein zu können und schöne Blümchen zu fotografieren     lachen
Wobei ich schon sagen muss, dass das Kennen der Ausrüstung und der technischen Möglichkeiten bei der Umsetzung solcher Bilder auf jeden Fall vorteilhaft ist. Für das Thema habe ich wieder mal meine Makroringe aus der Kiste geholt und versucht, damit Bilder ohne Stativ zu machen. Wenn gerade mal kein Wind und kein grüßender Nachbar vorbeikam, war die Ausschussquote sogar vergleichsweise gering. Natürlich ist es ganz bestimmt sehr viel besser, bei solchen Bildern ein Dreibein zu verwenden oder, wie ich das bei der Fotowanderung am 1. Mai gelernt habe, wenigstens mit einem Bohnensack. Den werde ich mir spätestens bis zum Sommerurlaub nähen!

So, genug gequatscht, jetzt werden Fotos gezeigt     standard

Blumentechnisch gesehen war der Mai 2013 mehr als außergewöhnlich. Normalerweise entstehen solche Aufnahmen nicht am 1. Mai, sondern irgendwann in März oder maximal in April:

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Manche Tulpen hatten übrigens sogar kleine Überraschungen in sich     lachen     unschuldig

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Manchmal waren diese Frühjahrsblüher gegenüber einem Fotografen sehr offen:

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Auch tränende Herzen waren dieses Jahr noch sehr spät zu sehen, dafür wirkten sie aber umso schöner:

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Es gibt in meinem Garten eine Magnolie und auch auf ihre Blumen freue ich mich jeden Frühling wie ein kleines Kind:

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Ein Frühling ohne Gänseblümchen?! Das gibt es einfach nicht!

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Es gab im Mai einige sonnige Augenblicke, auf die sich meine Akelei besonders gefreut hat:

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Auch die Weinblätter genossen das warme Licht vom Himmel:

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Der Flieder blühte – wie es sich gehört – pünktlich in Mai, ihn hat der lange Winter nicht von seinem Zeitplan ablenken können:

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Es gab allerdings im letzten Frühjahrsmonat auch genug Regentropfen vom Himmel. Manche von ihnen blieben in den Ästen hängen:

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Die Blautanne hat ebenfalls ein paar von den Tröpfchen aufgefangen:

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Aber die buntesten Blümchen wachsen wohl wie immer hinterm Zaun bei anderen Leuten     zwinker

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Inzwischen sind die meisten der hier abgebildeten Pflänzchen schon verwelkt oder wurden vom anhaltenden Regen und Wind zu Unkenntlichkeit verändert.

Ich bin sehr gespannt, ob Petrus Dresden und die Sächsische Schweiz im Juni endlich mal wieder dauerhaft schönes Wetter gönnen wird, denn davon hängt ganz stark ab, ob ich mein Vorhaben für Juni (Thema “Elbsandsteingebirge”) umsetzten kann. Andernfalls muss ich mir schnell einen Plan B ausdenken     ueberrascht

Was würdet ihr mir eigentlich so als Ausweichprojekt vorschlagen?



2013 08.
Jun

Gestern habe ich eine neue Stufe in meiner persönlichen Lebensentwicklung erreicht: ich muss mich nur noch mit einem Teenager arrangieren, denn unsere Große ist am gestrigen Freitag vom Teenie zum Twen mutiert!

Rückblickend kann ich behaupten (der selektiven Erinnerung sei Dank     zwinker     ), dass ihre Pubertät weitaus weniger schlimm verlief, als man in zahlreichen Ratgebern über diese,  für alle Beteiligten schwere Lebenszeit,  vorher gelesen hat. Wir haben das als Familie ganz gut überlebt und sind immer noch gut aufeinander zu sprechen     lachen

Auf jeden Fall hatten wir gestern abends wieder jede Menge junge Leute im heimischen Wohnzimmer. Andreas ursprüngliche Idee, an der Elbe zu grillen, ist dieses Jahr mit Regen und Überschwemmungen wortwörtlich ins Wasser gefallen. Darum hat sie uns um “Geburtstagsfeier-Asyl” gebeten, was wir ihr gewährt haben. Wie könnte ich denn da “nein” sagen? Zudem bin ich vor Neugier auf ihre Freunde fast geplatzt     standard
So habe ich nicht nur ihre alten, bewährten Schulfreundinnen und -freunde wieder gesehen, sondern auch ein paar ihrer KommilitonInnen wenigstens mal flüchtig kennen gelernt. Sehr nette junge Menschen!

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Carsten und ich zogen uns allerdings zurück und ließen die Jugend allein feiern. Wir kamen nur zum Essen dazu, wobei Carsten als Grillmeister und Spüler agierte. Mit der großen Auflösung der Fete haben wir um 0:30 Uhr angefangen, aber erst eine Stunde später waren wir soweit, auch unser Geburtstagskind mit ihrem Karl nach Hause zu bringen. Da My ganz in der Nähe wohnt, durfte sie natürlich ebenfalls mitfahren     standard

Nun bleibt in unserer Familie bloß noch ein einziger Teenager übrig, wobei wir inzwischen das Gefühl haben, dass die großen Eskapaden auch bei Stephanie bald passé sind. Sie hat nach einer “Null-Bock-Phase” ihren Lernehrgeiz wieder entdeckt und heute übrigens ihre DELF- Prüfung für das Niveau B1 abgelegt. Wir sind sehr gespannt, wie viele Punkte sie bekommen wird, aber das können wir erst in einigen Wochen erfahren. Unsere Daumen waren den ganzen Tag auf jeden Fall ganz fest gedrückt!

Nach dem Rückblick auch noch kurz ein Lunschen in die Zukunft –> in etwa 2,5 Jahren kann ich sogar schreiben, dass wir nun endlich komplett teenagerfrei sind     zwinker
Diese kurze Zeitspanne schaffen wir hoffentlich auch ohne böse Überraschungen     zwinker



2013 02.
Jun

Heute früh, so um 7 Uhr morgens, wachte ich auf und stellte fest, dass es bei uns im Haus keinen Strom gibt. Da es in Dresden bereits seit einigen Tagen nahezu ununterbrochen regnet, fühlte ich mich prompt zurück in den August 2002 versetzt, denn auch damals begann das Jahrhunderthochwasser mit einem mehrtägigen Regen und auch damals mussten wir ein paar Tage gänzlich ohne Strom meistern.

Natürlich habe ich prompt meinen Mann aus seinen Träumen gerissen und ihm erzählt, dass wir ohne Strom sind. Da Carsten mehr von Elektrik versteht als ich, trabte er in den Keller zum Sicherungskasten, um mal nachzusehen, ob wirklich alle oder nur wir ohne Elektrizität sind. Sein Bauchgefühl bestätigte sich, denn die Hauptsicherung (er nannte das Ding immer “Eff-i”) war rausgesprungen. Die Lösung war schnell in Sicht: Sicherung rein – Licht wieder da – perfekt … denkste ! Zu allem Übel hatte ich zusätzlich zum FI-Rausfliegen auch noch den Tiefkühlschrank gestern nicht richtig geschlossen und so suppte zusammen mit Wasser eine grünliche Flüssigkeit auf den Boden, da fast das ganze Tiefkühlgut so gut wie aufgetaut war. Nach unseren Recherchen sprang die Sicherung um ca. 2 Uhr raus …

Während wir grummelnd die Pfütze und alle Spuren des Abtauens aufwischten, flog der FI erneut heraus (???). Systematisch wie immer überprüfte mein Mann nun alle Elektrogeräte, welche im Kellergeschoß eine Macke haben könnten und stellte letzten Endes fest, dass die Schuld unserer Stromausfallmisere der Außenlampe an der Haustür zuzuschieben war. Nach mehr als 14 Jahren scheint die Dichtigkeit dieser dem Dauerregen wohl nicht mehr gewachsen zu sein – eine genauere Untersuchung wird zu einem späteren, trockeneren Zeitpunkt folgen. Carsten deaktivierte sie und blockierte den Einschalter –> siehe da, wir waren wieder voll mit Strom aus der Steckdose versorgt     lachen

In den ersten Minuten ohne Elektrizität ging mir, in Gedanken immer die 2,5 Tage Stromlosigkeit in 2002, meine Tagesplanung und vieles andere durch den Kopf: Zeit am Rechner und Vorbereitung für mein Russischunterricht kann ich genau so vergessen, wie Wäschewaschen, Staubsaugen, Essenkochen, Bügeln, DVD-Gucken … man wurde wieder mal daran erinnert, dass ohne Strom so gut wie gar nichts in einem modernen deutschen Haushalt geht! Selbst warmes Wasser zum Duschen würde es nicht geben, da könnte man sich wohl nur noch im Garten nackt tanzend einseifen     zwinker

Aber sonst lassen wir uns trotz eines verregneten Mai und nun inzwischen ja wohl auch Juni nicht unterkriegen. Es gibt so viel, was man auch in abgeschlossenen Räumen (mit Strom!) machen kann     lachen
So haben wir in der letzten Woche mal wieder allerhand erlebt: Ich hatte an der VHS meine erste Stunde im Folgekurs über Photoshop Elements, lebte 2 Tage lang als Strohwitwe, da meine Orangenhälfte zu einer Veranstaltung nach Hamburg verschwand, besuchte ganz allein eine Lesung von Francis Mohr und zusammen mit Carsten verbrachte ich unzählige Stunden beim Quatschen mit Kerstin am Montag (PC-Notdienst plus Pizza als Bezahlung), mit Susanne und Manfred am Freitag (6 Stunden Verbalaustausch in der Mong-Bar) und mit Doro am Samstag (eigentlich hatten wir zum Grillen eingeladen, doch es wurde ersatzweise ein Indoorplausch). Zwischendurch guckte ich mit Stephanie mal wieder die DVD “X-Men” und mit Carsten die Lovefilm-Zusendungen “Red Dawn” und “Argo” an. Nur das Lesen von Belletristik kam bei mir in dieser Woche definitiv zu kurz, aber dafür bin ich mit meinen vielen Fotozeitschriften ein gutes Stück vorangekommen. Und eine weitere Erkenntnis gesellte sich in den letzten Tagen zu meiner jetzt schon schier unerschöpflichen Lebenserfahrung dazu: man kann beim Trommeln der Regentropfen auf das Schlafzimmerdachfenster verdammt gut schlafen     standard

Ach so: und mein Garten findet den Regen übrigens total toll, denn es wächst alles wie verrückt! Nun hätte ich aber, ehrlich gesagt, absolut nichts dagegen, endlich mal wieder ein sonniges Wochenende erleben zu können … hauptsache meine Bäume und Büsche entwickeln sich durch den vorherrschenden Dauerregen nicht zu einem Regenwald     lachen



2013 24.
Mai

Wie ich schon berichtet habe, war ein wichtiger Teil unserer Wroclaw-Rundgänge die Suche nach kleinen Bronzezwergen, auch bekannt unter dem Namen Krasnale oder Krasnoludke. Den allerersten Zwerg hat diese Stadt einer alternativen Bewegung namens “Orange Alternative” aus den 80er-Jahren zu verdanken. Aber die Ministatuen haben sich doch erst nach der Jahrtausendwende getraut, zahlreich die Straßen von Wroclaw zu bevölkern. Im Netz kursieren unterschiedliche Angaben über die Krasnalenmenge, denn mal ist von 79, mal von 95 und manchmal sogar von über 150 die Rede. Ihre unterschiedlichen Charaktere verdanken sie ihren “Eltern”. In der Regel kreieren Künstler und ganze künstlerische Ateliers stets neue Zwerge für die Breslauer Straßen sowie Gebäude und sie erfüllen ihre Aufgabe offensichtlich nicht nur sehr gewissenhaft, sondern auch mit viel Spaß und gutem Sinn für Humor     standard     wie unsere Bilder zeigen werden.

Wenigstens ein paar von ihnen haben wir entdeckt, hier sind die Beweise:

 



2013 19.
Mai

Es ist wie immer gar nicht einfach aus der Fülle der Bilder nur eine kleine Auswahl zu treffen. Nach langem hin und her sind es nun 60 Aufnahmen aus sehr erlebnisreichen 4 Tagen im Nachbarland geworden. Ich hoffe, es ist mir mit dieser Auswahl gelungen, die bezaubernde Atmosphäre der beiden Städte Breslau (Wroclaw) und Krakau (Krakow) sowie das bedrückende Bild des KZ-Lagers Auschwitz wider zu geben.

Auf der Fahrt zurück nach Breslau haben wir vier (Carsten, Kasia, Rafal und ich) uns noch intensiv über das Gesehene und Erlebte ausgetauscht, natürlich besonders über den Auschwitz-Besuch. Ich denke, das haben wir alle gebraucht, um wieder zur Normalität zurückzufinden.

Ich freue mich sehr, dass ihr mich jetzt ein wenig auf unserer Reise begleiten konntet und hoffe, es hat euch trotz der außergewöhnlichen Mischung gefallen     lachen
Die versprochenen Breslau-Zwerge bekommen noch einen Extraeintrag, ich arbeite schon daran     lachen

 



2013 13.
Mai

Ich habe schon gedacht, dass ich diesen Besuch abblasen muss, denn es ging mir einige Tage zuvor nicht sonderlich gut. Aber glücklicherweise besserte sich mein Zustand, so dass Carsten und ich am Donnerstag bzw. Männertag unsere Siebensachen ins Auto geworfen haben und zu unseren Freunden Kasia und Rafal nach Breslau gefahren sind. Wir haben sie und ihr Töchter vor ziemlich genau einem Jahr über Couchsurfing kennengelernt. Breslau war schon seit Langem eine Stadt, welche ich unbedingt sehen wollte. Außerdem ist Kasia genauso an europäischen Geschichte der 30er & 40er- Jahre des 20. Jahrhunderts interessiert und darum beschlossen wir schon damals, dass wir mal gemeinsam zu den KZs Buchenwald und Auschwitz fahren sollten. Da die Stadt Auschwitz zudem in der Nähe von Krakau liegt, bot es sich förmlich an, diese historische und für Polen ebenfalls sehr bedeutende Stadt wenigstens mal kurz persönlich kennen zu lernen.

Breslau – die Polen nennen es Wrocław – ist eine ganz bezaubernde Stadt! Vom Lebensgefühl erinnerte sie mich sehr stark an Santiago de Compostela, denn auch hier wird Altes und Neues perfekt ausbalanciert. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes fröhliches Jugendleben (Studenfestival “Juwenalia”) mitbekommen und konnten sowohl unzählige Kirchen als auch andere historische Ecken und Gebäude, z.B. die Uni, besuchen. Außerdem habe ich etliche Zloty für polnische DVDs ausgegeben – ich freue mich schon auf den nächsten verregneten und terminfreien Sonntag     lachen
Witzigerweise gibt es überall in dieser Stadt verteilt 95 Bronzezwerge (polnisch: krasnale) und die, die ich fotografiert habe, werde ich auch in Kürze mal hier zeigen. Aber mein Herz hat definitiv die “Bärenstatue mit Zunge” am Rathaus erobert     lachen

Krakau – auf polnisch Kraków - ist ebenfalls einen Besuch wert und auch hier fanden wir den interessanten Mix aus Studentenleben und ganz viel gelebter alte und neue Geschichte. Allerdings wurde diese Stadt schon seit Längerem exzessiv für Touristen erschlossen und so fehlte mir besonders das Eintauchen ins normale Leben der Einheimischen, welches ich in Breslau so genossen habe. Sehr beeindruckend fand ich den Marktplatz, aber auch das Schloß ist grandios - dabei darf man natürlich nicht den hin und wieder feuerspeienden Drachen am Ufer der Weichsel vergessen! Das Jüdische Viertel kommt vom Flair her der Dresdner Neustadt recht nahe. Leider schafften wir es aber nicht mehr, noch die Ausstellung in der Fabrik von Oskar Schindler zu besuchen. Vielleicht wird das früher oder später mal ein Grund sein, für eine zweite Reise nach Krakau zu kommen - wer weiß …

Die Kleinstadt Auschwitz wird von den Polen Oświęcim genannt und wird natürlich immer mit dem größten Vernichtungslager der Nazis in Verbindung gebracht. Dieses Ziel hat mich schon immer sehr interessiert, obwohl ich gleichzeitig etwas Angst vor diesem Besuch hatte. Kasia ging es ähnlich und so kam es, dass sie trotz der relativen Nähe zu Breslau (etwa 2 Stunden Autofahrt) die Gedenkstätte ebenfalls noch nie besucht hat. Zusammen und mit der Untersützung unserer Männer ließen wir uns auf diese emotionsbeladene Reise ein. Da die Führungen durch das Lager Auschwitz und das Lager Auschwitz-Birkenau in verschiedenen Sprachen angeboten werden, trennten wir uns für die Dauer von 4 Stunden - Carsten und ich meldeten uns für eine in Deutsch geführte Gruppe und Kasia und Rafal für die polnische an. Wir zahlten mit 35 Zloty (ca. 10 Euro) pro Person etwas mehr als unsere polnischen Freunde (20 Zloty), aber am Ende stellten wir im Gespräch fest, dass unsere Gruppenleiterin sich wesentlich mehr Zeit für die Ausstellungsräume und ihre Erklärungen genommen hat und sehr ausführlich durch die beiden Lager führte. Am Ende hat uns die Tour emotional sehr berührt und das Wetter hätte den Ernst des Themas nicht besser unterstreichen können: bei grauen Regenwolken wirkten die dunklen Baracken, die bedrohlichen Wachtürme und die hohen Stacheldrahtzäume umringt von frischem, grünen Gras nahezu gespenstisch. Anfangs nieselte es nur, aber am Ende der Führung verstärkte sich der Regen … es wäre irgendwie nicht richtig gewesen, einen derart traurigen Ort bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel zu besichtigen.

Auf der Rückfahrt nach Dresden brachten wir Kasia und Rafal noch auf halbem Wege nach Hause und gegen 19 Uhr hieß es auch für uns Abschied zu nehmen und wieder zurück nach Deutschland zu fahren – das verlängerte Wochenende war leider definitiv vorbei.

Polen ist auf jeden Fall eine Reise wert, zumal gerade Breslau mit ca. 2,5 Stunden Autofahrt für uns doch so nah ist. Ich konnte meine Polnischkenntnisse etwas aufpolieren und übte fleißig das Sprechen mit Einheimischen. Sie haben mich sogar recht gut verstanden! Und zudem schmeckt das polnische Essen einfach verdammt gut     standard     das Bier übrigens auch     standard



2013 07.
Mai

Der Monat ist schon seit einigen Tagen vorbei und nun ist es an der Zeit die Ergebnisse meiner Fish-Eye-Experimente zu präsentieren     lachen

Ich habe schon vorher mit diesem Objektiv geübt und festgestellt, dass unsere Zusammenarbeit noch nicht so optimal ist. Die Wirkung war oft zwar toll, aber die Schärfe ließ einfach zu wünschen übrig. Alle Tipps aus dem Internet fruchteten bei mir nicht wirklich, worauf ich natürlich extrem an meinem Können gezweifelt habe.

Darum habe ich diesmal lieber auf meinen Mann gehört, statt wie in einem Forum empfohlen, die ganze Optik auseinander zu friemeln und irgendwelche drei ominösen Schrauben anders einzustellen. So stand ich eines schönen Morgens am Fenster zum Garten … mit der Kamera auf dem Stativ und einer Liste in der Hand, in der ich die Nummer der Aufnahme, die Blende und die Entfernung notierte. Nach dem Durchgucken aller Bilder mit allen möglichen Kombinationen haben wir herausgefunden, dass die Entfernungsmarke von 0,4 plus Blende 5,6 die schärfsten Aufnahmen ergeben. Später fand ich noch heraus, dass die  Blende natürlich den Lichtverhältnissen angepasst werden soll und kann     lachen     das Eichhörnchen ernährt sich eben recht mühsam     zwinker

So, und nun die Bilder. Teil 1 – im eigenen Garten:

Grüne Wiese mit Gänseblümchen:

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Meinen einzigen Gartenzwerg bekam ich zum 20. Jahrestages meines Deutschlandaufenthaltes – man beachte die frischen Bretter rechts hinter seinem Rücken, welche mein Schatz mit viel Schweiß, Mühe und Liebe vor ein paar Wochen neu eingesetzt hat     verliebt     )

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 Magnolie

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Frischer Sand für meine Sommerterrasse (inzwischen sind die Kübel wieder leer und meine Platten vom Sand überdeckt – ich will endlich Sonne und Wärme, um barfuß darauf laufen zu können!

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 Teil 2: Ich gönnte mir an einem schönen sonnendurchfluteten Tag einen Spaziergang in Plauen:

So gesehen ist Erotik eine fast runde Sache     zwinker

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Ein Kreisverkehr in seiner vollen Pracht:

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Bei diesem Ortsamt kommt man sich bestimmt ganz klein vor :

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Nachdem ich mir diesen Garten angesehen habe, war ich mit dem Zustand meines eigenen hoch zufrieden – mein Rasen ist z.B. viel grüner!     lachen

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Manche Zaunelemente haben sich als perfekte Umrahmung für Gebäude erwiesen:

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Leider konnte ich aufgrund der knappen Zeit diese einladende Bank nicht zum Ausruhen und Lesen nutzen. Die Stelle habe ich mir allerdings gut gemerkt und hoffe, dass ich darauf noch eine oder andere Geschichte mit meinem Kindle lesen kann     zwinker

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Teil 3: Ein Training der Irish Dance Company mit der Erkenntnis, dass man mit einem Fish-Eye-Objektiv in der Hand ganz nah auf die Menschen zugehen sollte.

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Aber aus der (relativen) Ferne wirkt der Tanzsaal fast unendlich und der Spiegel hat ebenfalls eine beeindruckende Größe:

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Es machte ebenfalls viel Spaß die Tänzerinnen beim Hopsen in Einsamkeit

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…oder in einer Reihe zu fotografieren:

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Teil 4: meine Favoriten dieses Projekts sind offene Fenster.  Ich mag diese Art der Verzerrung!

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Der Blick aus dem gleichen Gebäude, aber etwas später und zur gegenüberliegenden Seite:

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Die Suche nach Motiven für mein Mai-Vorhaben ist relativ leicht: Blumen und Blätter. Aber noch vor ein paar Wochen habe ich meine Zweifel gehabt, ob nach einem derart langem und strengen Winter wie dieses Jahr überhaupt etwas blühen wird. Ich schätze, mein größtes Problem bei der Präsentation der Ergebnisse wird die Auswahl aus den zahlreichen Aufnahmen sein, denn ich habe bereits etliche davon im Kasten bzw. auf dem Rechner     zwinker



2013 05.
Mai

Das Wetter ist endlich etwas wärmer geworden und ich traute mich sogar ohne Schal nach Draußen. Die Sächsische Schweiz ist für eine bärenstarke Wanderung mit ganz vielen tollen Erlebnissen nach wie vor unschlagbar. Da musste ich einfach hin.

Das große Ziel war der Zirkelstein. Ok, wie ein Stein sieht das definitiv aus, aber wo ist der Zirkel?!

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Der Aufstieg war allerdings nicht so ganz ohne, denn es gab gaaaaanz viele Stufen:

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Oben konnte ich mich etwas ausruhen, aber die Steine sind ganz schön hart für meinen kleinen Pops:

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Da fand ich das Liegen auf weichem Moos schon viel angenehmer, besonders nachdem ich alle Stufen wieder herunter gekrabbelt bin:

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Und überhaupt war ich von den ganz vielen Blümchen hin und weg, auch von den ganz, ganz kleinen:

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Diese fand ich natürlich wunderschön:

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Und das Klettern auf einen Baum hat sich auf jeden Fall gelohnt:

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Und dann habe ich einen großen Ball gesehen, welcher von oben auf mich herab fiel:

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Wenn es diesen Ball nicht gegeben hätte, hätte ich auch meine neue Freundin Ines nicht entdeckt! Sie hat mir alles gezeigt und kümmerte sich sehr liebevoll     verliebt     um mich:

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Sie schaukelte mit mir…

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… gab mir einen zarten Schubs auf der Rutsche:

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… und sie wollte mir so gern ein Eis vom Softeisbären ausgeben:

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Das war aber leider alle     weinen

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Da hat sie mir eben eine leckere Waffel als Trost geschenkt:

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Ich wollte mich bei ihr mit Holz für ihren Kamin und einen gemütlichen Abend zu zweit revanchieren. Meine Tatzen waren aber zu schwach dafür:

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Ich habe versucht es mit der Kraft meines Bauchs noch etwas zu bewegen, aber es blieb genau so erfolglos:

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Da habe ich ihr wenigstens ein Käffchen ausgegeben:

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Und dann musste sie schon nach Hause, ich  habe ihr hinterher geschaut und mit der Tatze gewunken:

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Sie hat versprochen, sich bei mir zu melden! Na ja und ich bin dann noch ein wenig allein weiter gewandert und habe einen kleinen See entdeckt:

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Echt romantisch, stimmt’s?  Vielleicht sollte ich Ines dorthin mal zu einem Picknicken einladen? Aber dann habe ich ganz in der Nähe dies gesehen:

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Hmm, das ist ja gar nicht romantisch, ich muss wohl mir ein anderes Plätzchen für uns zwei suchen. Mal sehen, wo ich noch etwas Kuscheliges finden kann     zwinker



2013 23.
Apr

Versprochen ist versprochen und nun kommen auch die Bilder zu den vielen Worten und Sätzen über unser tolles Wochenende im benachbarten Bundesland. Viel Spaß beim Gucken!