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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 30.
Nov

Leider bin ich am letzten Wochenende nicht dazu gekommen, einen Blogeintrag zu schreiben. Aber ich habe auch wichtige Gr√ľnde f√ľr meine Schreibfaulheit gehabt    standard    denn am Samstag hatte ich einen ganz besonderen Tag: meinen Geburtstag    standard

Wer sagt schon, dass nur die runden Geburtstage gro√ü gefeiert werden k√∂nnen? Ich fand, die 46 ist auch irgendwie wichtig und habe mich deshalb schon beizeiten bei Eduard Ilg f√ľr eine gesellige Essensrunde angemeldet. Sein Ruf als Kenner und K√∂nner der georgischen K√ľche eilt ihm in Dresden und Umgebung inzwischen voraus. Also trommelte ich unsere Freunde zusammen, um eben genau dort gemeinsam meinen Ehrentag zu feiern. Als ersten Gang gab es eine riesige Sch√ľssel superleckeren Salat und gleichwohl leckeren Plow – einem besonders gew√ľrzten Reisgericht mit Fleisch und M√∂hren.

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Danach wurde eine typisch georgische Spezialität aufgedeckt РChinkali.

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Diese Teigtaschen sind zwar grunds√§tzlich mit Pelmeni und Wareniki „verwandt“, aber man isst sie ganz ohne Besteck. Daf√ľr muss man sie am Zipfel packen und so halten, dass es wie ein Pilz aussieht. Dann wird in eine Stelle vorsichtig reingebissen und der k√∂stliche Saft „ausgezutscht“. Ab da kann man voller Lust reinbei√üen, aber die kompakten Teigzipfel werden normalerweise nicht mitgegessen, sondern ganz (lebensmittel)verschwenderisch am Tellerrand abgelegt. Die Fleischf√ľllung der Chinkali ist saftig und mit Kr√§utern gew√ľrzt – oberlecker!

Nach diesem Gang waren wir alle erstmals richtig satt und haben um eine l√§ngere Essenspause gebeten, die wir zum Trinken, Quatschen und Tanzen nutzten. Wir haben zwar vorgehabt, einen georgischen Tanz zu schaffen, aber am Ende hatte dieser eine unerwartete √Ąhnlichkeit mit einem Sirtaki    zwinker
Wie dem auch sei, durch die Bewegung und durch das viele Lachen hatten wir letzten Endes wieder Appetit auf Fleischiges bekommen und da war der richtige Zeitpunkt f√ľr die typisch sowjetischen Riesenschaschlikspie√üe gekommen – ohne Zwiebel, Paprika und Gem√ľseschnickschnack … eben pure Fleischballen vom Feuergrill!

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Danach waren wir schier zum Platzen gedehnt, aber es war so unendlich gut und lecker!!! Nach dieser Runde versuchten wir es erneut mit dem Tanzen, aber diesmal mit einer irischen Polka – schlie√ülich hatte ich unter meinen G√§sten zwei gut ge√ľbte T√§nzerinnen der Irish Dance Company und das musste man doch einfach mal mit ausnutzen    zwinker
Unser Polka h√§tte vermutlich keinen Tanzwettbewerb gewonnen, aber wir hatten enorm viel Spa√ü dabei    zwinker

Und weil ich so tolle Menschen zu meinem Freundeskreis z√§hlen darf, war es mir ein Bed√ľrfnis, nicht nur einen Tost auf sie alle auszusprechen.

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√úbrigens, ich hatte mit diesmal keine Geschenke gew√ľnscht, sondern lediglich einen kleinen Beitrag zur Bewirtungsrechnung, aber nun wei√ü ich, was meine lieben Freunde (und mein M√§nnel) unter „keine Geschenke“ verstehen    zwinker

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Sind die Geschenke und Karten nicht b√§rig    verliebt    ?

Diese Blumen passten leider nicht mehr in diese Komposition, deshalb gibt es das Bild eben extra    standard

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Ich bin echt gespannt, ob die Christrose sich bei uns wohlf√ľhlt    :)

Am Sonntag haben Carsten und ich uns ein wenig vom Feiern erholt, man ist ja jetzt schlie√ülich keine 17 mehr. Da braucht man eben etwas l√§nger, bis man die vorher noch so schwungvollen Tanzbeine am Tag danach aus dem Bett hievt und selbst danach wollen sie einen auch noch gleich wieder am liebsten nur zur gem√ľtlichen Couch tragen    zwinker
Trotzdem wurde bei uns auch gearbeitet, denn am Montag sollte in der Abteilung weiter gefeiert werden und man steht ja nicht gerne mit nur einer Packung gekaufter Kekse bei den lieben Arbeitskollegen. Aus diesem Grunde wurde am Nachmittag noch kr√§ftig gekocht und gebacken    standard    und neben meiner zweist√ľndigen Vorbereitung f√ľr die n√§chste Russischstunde stand auch noch zusammen mit Carsten die abschlie√üenden Arbeiten f√ľr meine B√§renfotoausstellung auf dem unbedingt-zu-erledigen-Zettel: Bilder beschriften und meine Personenvorstellung schreiben. Es ist √ľbrigens arg schwer, √ľber sich in der dritten Person zu schreiben    zwinker

Aber nun ist alles vorbei, sogar die Bilder haben wir gestern schon am Ausstellungsort aufgeh√§ngt. Eigentlich kann jetzt auch im Apartamento OLCA endlich die Weihnachtszeit beginnen    standard    der wei√üe Vorbote ist heute – wenn auch noch etwas z√∂gerlich – in Dresden angekommen und am Wochenende schneien die Kinder bei uns ein … nat√ľrlich zum Pl√§tzchenbacken und Weihnachtsfotoschie√üen.



2016 25.
Nov

Auf diesem Foto sitzt Olga inmitten der neun b√§rigen Exponate ihrer baldigen Fotoausstellung beim Betriebs√§rztlichen Dienst des Universit√§tsklinikums Dresden (1. OG im Haus 70 in der Senefelder Stra√üe 2, Zugang √ľber Eingang an der Blasewitzer Stra√üe):

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Die Ausstellung „Teddyb√§ren auf Achse“ wird voraussichtlich ab dem 29.11. zu sehen sein und bis Ende Januar die Flurw√§nde des Betriebs√§rztlichen Dienstes schm√ľcken. Aber wenn ihr lieb in den Kommentaren fragt, wird Olga hier im Blog sicherlich auch eine gro√üformatige Sonderausstellung f√ľr Ausw√§rtige und Verhinderte zum Besten geben …  lachen



2016 20.
Nov

Zeit begleitet uns immer wieder im Form von Uhren und zwar von Kindesbeinen an bis zu dem Punkt, an dem unser letztes St√ľndlein schl√§gt … still steht sie eigentlich nur auf Fotos oder Bildern.

Schon am fr√ľhen Morgen werfen wir bei unserer Morgentoilette einen Blick auf die Uhr:

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Hoffentlich hat man danach noch Zeit f√ľr ein gem√ľtliches Fr√ľhst√ľck:

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Wenn man dann das Haus verl√§sst, wird man ebenfalls √ľberall von Zeitanzeigen begleitet, ob hoch oben an einer Kirche …

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… oder an einem Rathaus …

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… oder im Schaufenster eines Antiquit√§tenladens:

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Selbst wenn man lediglich die Schönheit der Natur betrachten möchte, hat man im Augenwinkel nicht selten die Zeit im Blick:

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Aber sollte man sich nicht stets die Zeit nehmen, um etwas Wundervolles ausgiebig betrachten zu können?

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Und auch Zeit daf√ľr nehmen, um einen R√ľckblick in die Vergangenheit zu wagen?

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Um sich vielleicht auch dann an Zeit zu erinnern, als man noch genug davon hatte, z.B. um stundenlang lesen zu k√∂nnen …

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… oder sich beim Lesen von Gedichten m√∂glicherweise Gedanken um die Jahreszeit zu machen ?

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Es gab mal eine Zeit, und das ist noch gar nicht so lange her, als wir uns noch richtige, lange und ausf√ľhrliche Briefe auf Papier geschrieben haben. Das waren noch keine Nachrichten, welche eine Beschr√§nkung auf 140 Zeichen hatten:

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Ich habe √ľbrigens bei diesen Fotoshootings auch die Gelegenheit genutzt, wieder viele der alten Briefe mit gro√üem Vergn√ľgen und oft auch mit einem Schmunzeln durchzulesen. Das gelingt mir bei einem Chatverlauf bei weitem nicht so gut, denn in der Regel man kann alte Botschaften kaum noch erreichen. Doch bei den Briefen konnte man alles lesen, was meine Freunde und Familie Anfang der 90er Jahre so besch√§ftigt hat – ein wirklich besonderes Erlebnis!

Wie gesagt, es gibt noch eine weitere sch√∂ne Art, Zeit zu „konservieren“, n√§mlich in Fotos …

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Vielleicht ist das auch einer der Gr√ľnde, warum ich immer wieder so viele davon mache    zwinker

Ansonsten sollte man darauf achten, dass Zeitdiebe unsere kostbare Lebenszeit nicht stehlen:

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Denn irgendwann werden die Zeiger f√ľr jeden von uns auf „5 vor 12“ stehen …

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… und genau dann muss man sich die Frage stellen, ob man den Rest seiner Zeit daf√ľr verwendet, um √ľber Gott und die Welt nachzudenken …

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… oder sich auf die alten Zeiten zu besinnen …

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… oder diese einfach in der Gesellschaft zu verbringen, die einem gut tut:

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Denn auch wenn man sagt, dass Zeit Geld ist …

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… kann man sie auch daf√ľr verwenden, um sich mehr den Dingen zu widmen, denen uns gut tun:

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Einst sagte der arabische Dichter Amrilkais: „Gott hat dem Menschen die Zeit gegeben, aber von Eile hat er nichts gesagt“ … in diesem Sinne w√ľnsche ich allen Lesern, dass ihr die Zeit f√ľr die wirklich wichtigen Dinge des Lebens finden k√∂nnt. Wenn ihr das nicht von allein schafft, dann kommt die Zeithexe und, glaubt mir, sie wird ganz doll mit euch schimpfen    zwinker

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2016 11.
Nov

Da bis jetzt schon alle, ab√§r auch wirklich alle, die mit auf dieser Reise waren, schon √ľber diesen Ausflug b√§richteten, will ich das mal in meinem Namen und im Namen von Kl. Dinkelmann auch endlich tun. Denn diesmal verreisten wir nach einer ziemlich langen Pause endlich wieder gemeinsam.

Also K√∂ln. Nat√ľrlich mussten wir uns den K√∂lner Dom angucken.

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Wir waren sehr beeindruckt! Und dann sagten unsere B√§reneltern, dass wir mal ganz nach oben gehen sollten, denn da w√ľrde eine kleine √úb√§rraschung auf uns warten. Also stapften wir viele, viele, eigentlich viel zu viele Stufen hoch … als wir endlich oben ankamen, guckten wir uns zuerst die Stadt aus der H√∂he an.

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Dort haben Kl. Dinkelmann und ich sehr gestaunt, wie klein alles da unten ist und wir √ľb√§rlegten gemeinsam, ob die V√∂gel, die immer so weit oben rumfliegen, √ľb√§rhaupt eine richtige Vorstellung davon haben, wie gro√ü die Sachen da unten tats√§chlich sind. Unsere kleine √úb√§rraschung haben wir nat√ľrlich auch gefunden.

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Ist das nicht eine s√ľ√üe Liebeserkl√§rung? Ich bin seitdem immer noch am Gr√ľbeln, ob das schon damals meine Ines geschrieben hat oder ob ich oder gar der Kl. Dinkelmann eine unbekannte Verehrerin haben …

Ansonsten ist die Stadt voll seltsamer, aber gut gelaunter Gesellen.

Wir haben uns lange mit T√ľnnes und Sch√§l unterhalten und uns dabei k√∂stlich am√ľsiert, zusammen sind die beiden Typen echt lustig!

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Dann haben wir noch ein Mädchen getroffen, sie hieß Stollwerk, also mit vollem Namen Stollwerk-Mädchen. Sie war auch sehr nett zu uns.

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Sie hat uns sogar Pralinen angeboten, ab√§r da wir darauf achten m√ľssen, dass unser Winterfell immer noch ordentlich sitzt, haben wir schweren Herzen auf das gro√üz√ľgige Angebot verzichtet. Dabei h√§tte jeder von uns eine eigene Schokokugel haben k√∂nnen.

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Dann haben wir noch einen Igel getroffen, der mit seiner Frau Schlange spazieren ging. Wir durften ein Teil des Weges mit den beiden unterwegs sein, ab√§r sie beide waren irgendwie nicht sonderlich gespr√§chig.

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Ein paar B√§ren in einem Cafe beim Kaffeetrinken haben wir ebenfalls gesehen. Wir wollten ab√§r nicht aufdringlich sein und haben da lieb√§r nicht an die Scheibe geklopft.

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Hinter einem anderen Schaufenster haben wir ab√§r etwas total schreckliches entdeckt! Da mussten bestimmt viele Teddyb√§ren ihr kostbares Winterfell spenden, damit diese Dekadenz geboten werden kann … wenigstens haben sie ihr Fell teuer genug verkauft!

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Wir haben uns zum Gl√ľck noch recht schnell von diesem Schock erholt und testeten daraufhin eine Liegewiese. Da waren wir uns einig, die ist in K√∂ln ganz sch√∂n hart und hat eher den Namen „Liegeeisw√ľrfel“ verdient, so kalt waren unsere B√§uche nach diesem Test!

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Das m√ľssen wir bei unserem n√§chsten Besuch auf jeden Fall mit dem Ob√§rstadtdirektor besprechen!

Was muss man noch in Köln gesehen haben? Genau, den Vater Rhein! Und darauf gab es so viel zu sehen!

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Ich habe Kl. Dinkelmann die T√ľrme gezeigt und er hat f√ľr mich die Schiffe entdeckt. Ich finde √ľbrigens, dass der Vater Rhein die gleiche Farbe hat wie mein Freund, was sagt ihr dazu?

Auf der gegen√ľb√§rliegenden Flussseite haben wir erneut den Dom entdeckt und auch eine gro√üe Br√ľcke.

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F√ľr uns war der Ausflug an dieser Stelle leider schon zu Ende. Wir winkten der Stadt zum Abschied zu und fuhren dann wieder heim.

Zu Hause habe ich angefangen, meine Sommerurlaubfotos auf Bali und in den Emiraten durchzugucken, denn √ľber diese Reise habe ich bis jetzt noch gar nicht b√§richten k√∂nnen und das muss ich so schnell wie es geht noch nachholen!



2016 06.
Nov

Es gibt einen Nachteil, wenn der eigene Partner j√ľnger ist als einer selbst – der J√ľngere ist immer schneller¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†ergo, Carsten hat schon die wichtigsten Sachen von unserem tollen Wochenende in K√∂ln in Wort und Bild berichtet. Deshalb kann bzw. m√∂chte ich seinen Beitrag jetzt nur noch um ein paar pers√∂nliche Empfindungen erg√§nzen¬†¬†¬† standard

Auf jeden Fall war es f√ľr mich ein besonderes Erlebnis,¬†wenigstens einmal im Leben¬†bei einer TV-Aufzeichnung dabei zu sein. Ich habe schon vor langer Zeit bei TVTiCKETS aus purer Neugier den Newsletter abonniert und nun¬†gab es eben auch die Tickets zu 0,00 ‚ā¨ f√ľr den „K√∂lner Treff“¬†im Angebot¬†und da ich auch eine gute Auswahl an Terminen hatte, konnten wir uns den f√ľr uns besten aussuchen.¬†Bettina B√∂ttinger finden Carsten und ich schon lange sehr sympathisch und wir m√∂gen ihre nat√ľrliche und lockere Art mit den G√§sten in ihrer Runde zu sprechen sehr. Uns ist es nicht wichtig, die eigenen Konterfeis im Fernsehen zu sehen, deshalb war f√ľr uns die Sitzplatzzuweisung in der 2. Reihe optimal, um ungest√∂rt das ganze Geschehen hinter den Kulissen zu beobachten.

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Die roten Sessel in der Mitte sind f√ľr die G√§ste, dann gibt es einen inneren Kreis, wo man die redaktionellen G√§ste platziert hatte, danach kam ein ca. 1,5 m breiter Weg f√ľr die Kameraleute mit ihren Ger√§ten und¬†wir sa√üen gleich dahinter an weiteren Vierertischen – perfekt!

Nach der Aufzeichnung hat man die Chance, Fotos mit den G√§sten zu machen, Autogramme abzuholen und einfach ein paar Fragen an die Leute¬†zu stellen. Ich sammelte all meinen Mut und fragte die Gastgeberin, ob ich ein Foto mit ihr machen d√ľrfte. Am Ende gab es nicht nur ein Erinnerungsbild, sondern man hat sich auch kurz dar√ľber unterhalten, wie man am geschicktesten Br√ľckentage nimmt. Die Frau ist echt der Hammer und sie gibt einem das Gef√ľhl, dass man sich schon ewig kennt – ich war sehr beeindruckt, denn sie hatte keine Spur von Arroganz oder √úberheblichkeit, was man von TV-Leuten doch eigentlich irgendwie erwartet. Einfach eine klasse Frau!

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Und hier noch ein paar Eindr√ľcke von K√∂ln von meiner Seite. Die B√§ckerei „Merzenich“ scheint in dieser Stadt irgendwie an jeder Ecke eine Filiale zu haben – st√§ndig haben wir den Namen und da Logo gesehen. Da werden sogar belegte Br√∂tchen auf Paletten geliefert und verkauft¬†¬†¬† zwinker

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Wir haben jedenfalls einiges an Geld dort gelassen, wenn wir unterwegs Hunger bekamen    zwinker

In der Kölner Innenstadt lohnt es sich, das Treiben nicht nur auf den Straßen und Gassen zu beobachten, sondern gelegentlich den Kopf auch mal gen Himmel zu drehen, um z.B. den Kallendresser zu entdecken, wie er seinen nackten Ar*** in eine bestimmte Richtung zeigt:

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Oder auch den zu jeder vollen Stunde Zunge rausstreckenden Platzjabbek am Rathausturm:

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Ich m√∂chte an dieser Stelle au√üerdem zugeben, dass ich den richtig sch√∂nen goldenen Herbst in K√∂ln von ganzem Herzen genossen haben. Irgendwie ist in unserer Stadt dieses Jahr die goldene Komponente beim Herbsthergang etwas abhanden gekommen, um so mehr freute ich mich √ľber diese pr√§chtigen Farben in der Rheinmetropole:

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Und auch im Rheinpark gab es herrliche Ecken, wo man sich √ľber sonnige Herbsttage so richtig freuen konnte:

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Und in diesen Baum habe ich mich regelrecht verguckt    verliebt

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Wie es so aussieht, war ich aber nicht die einzige Herbsttagsgenießerin:

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Diese Skulptur von Gerhard Marks hei√üt Eva II. Die erste „Eva“ wurde 1938 als Gipsmodell angefertigt und wurde leider 1943 bei einem Bombenangriff, welcher das Altelier des K√ľnstlers in Berlin zerst√∂rte, stark besch√§digt. Deshalb formte er¬†sie sp√§ter, genauer im Jahre 1947, als „Eva II“ zu Ende. Ihre Frisur erinnerte uns allerdings sehr stark an eine bekannte ukrainische Politikerin ¬† ¬†zwinker

Auf jeden Fall kann ich als Fazit das gleiche sagen, was mein Mann schon in seinem Blogeintrag angedeutet hat Рein Ausflug nach Köln lohnt sich wirklich!



2016 06.
Nov

Schon die alten R√∂mer haben dieses Fleckchen direkt am Rhenus f√ľr sich entdeckt und es als Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) genannt. Die Rede ist nat√ľrlich von K√∂ln am Rhein. Aber warum Insel ? Ganz einfach:

  • hier gibt es eine eigene Sprache: den k√∂lschen Dialekt bzw. K√∂lsch … von der Akademie f√∂r uns k√∂lsche Sproch im „Das K√∂lsche W√∂rterbuch“ festgehalten –> „Dat es doch janz einfach !“
  • hier gibt es ein eigenes Nationalgetr√§nk: das oberg√§rige K√∂lsch … versucht das mal woanders in einer Kneipe zu bekommen !
  • hier gibt es eigene Nationalgerichte: lecker Fl√∂nz, den Halven Hahn, das R√∂ggelchen, Himmel un √Ą√§d, H√§mchen, Rievkooche … zumindest die Namen sind schon einzig nur auf dieser Insel zu finden.
  • hier gibt es einen Nationalfeiertag bzw. gleich mehrere: die f√ľnfte Jahreszeit namens Karneval … eigentlich beginnt die schon am 11.11. um 11:11 Uhr, aber der H√∂hepunkt sind Rosenmontag und Faschingsdienstag im Februar bzw. M√§rz – je nachdem wie Ostern f√§llt. Das jecke Treiben endet erst am Aschermittwoch mit der Nubbelverbrennung.
  • hier gibt es ein eigenes Entlohnungsystem: dat B√ľtzje … am liebsten nat√ľrlich von einem Mariechen verteilt.
  • hier gibt es eine eigene Grundsicherung bei der Bierversorgung: sobald das K√∂lschglas leer ist, wird aus dem st√§ndig durch den Schankraum kreisenden Bierkranz vom „K√∂bes“ (k√∂lsche Kellner) nachgereicht … ungefragt ! Erst ein Bierdeckel auf dem Glas signalisiert „Isch h√§b keene Doosch mih !“
  • so manche Pers√∂nlichkeit ist nie von der Insel runtergekommen und bleibt somit √ľberregional relativ unbekannt: z.B. T√ľnnes und Sch√§l, B√∂ckder√∂ck Wau-Wau oder Bullewuh … kennse nich ? Siehste !
  • die Einwohner selbst teilen die Insel in noch kleinere „Parzellen“ ein: Veedel … in einem solchen Stadtviertel befinden sich mit der Eckkneipe, dem B√ľdchen (oder auch Trinkhalle oder Kiosk), einem gr√∂√üeren Platz mit B√§nken f√ľr Markt und Festivit√§ten, einem Supermarkt, einem B√§cker und einem Caf√© eigentlich alles, was man zum Leben bzw. Wohnen braucht.
  • hier gibt es sogar eine eigene Gesetzgebung: das k√∂lsche Grundgesetz mit 11 Artikeln … „Et k√∂lsche Jrundjesetz“ genannt.
  • hier gibt es auch¬†eine eigene Gattung¬†von Gastarbeitern: die Heinzelm√§nnchen zu K√∂ln … nachzulesen im gleichnamigen Gedicht von August Kopisch.

Aber was hat uns nun eigentlich auf diese Insel verschlagen ? Es fielen gleich mehrere gl√ľckliche Umst√§nde zusammen: Olga hat zwei Karten f√ľr die WDR-Show „K√∂lner Treff“ mit Bettina B√∂ttinger bekommen, der auf das Wochenende folgende Montag war in Sachsen Feiertag (Reformationstag), wir hatten noch ein paar √úberstunden f√ľr das Freimachen des vor dem Wochenende liegenden Freitags √ľber und eigentlich ist es fast auf den Tag genau 15 Jahre her, da√ü ich mit einem 7,5-Tonner von Dortmund / aus dem Ruhrgebiet / aus Nordrhein-Westfalen in den wilden Osten ausgewandert bin. Also waren diese vier NRW-Tage von Freitag bis Montag Ehrensache !

Am Freitagmorgen wurde unser smartes Schlachtro√ü aus der Garage geholt und nach einem Fr√ľhst√ľck in Dresden-Brisnitz fuhren wir einen kleinen Bogen √ľber das Ruhrgebiet nach K√∂ln. Dieser Umweg mu√üte sein, denn mich gel√ľstete es wieder einmal nach ein paar Leckereien aus meiner ehemaligen Lieblingspizzeria in Essen-Borbeck, wo ich zu meiner Schulzeit mindestens einmal die Woche einen gro√üen Salat und Pizzabr√∂tchen mit Knoblauchbutter vernichtet¬†habe. Mit Olga war ich schon einmal w√§hrend unserer¬†NRW-Nostalgiefahrt vor f√ľnf¬†Jahren¬†dort und der Sohnemann von Salvatore, welche mittlerweile den Laden f√ľhrt, hat mich wie 2011 auch diesmal wiedererkannt.

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Und das liegt bestimmt nicht an der wenigen Kundschaft der letzten Jahre, denn er konnte seinen Stehimbi√ü mittlerweile erweitern, indem er den Nachbarladen √ľbernommen und zu einem Gastraum ausgebaut hat. F√ľr mich bleibt der Geschmack dieser Sachen wohl immer ein St√ľck Heimat:

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Der Weg von Essen an der Ruhr zum Hotel in Frechen bei K√∂ln wurde nat√ľrlich von der ach so¬†bekannten Stausituation auf dem K√∂lner Ring (A1 & A3) begleitet, aber wir schafften es dennoch p√ľnktlich einzuchecken, uns nach der langen Fahrt etwas frisch zu machen und dann auch rechtzeitig zum Einla√ü in das WDR-Studio vor Ort zu sein. Wir sind zwar keine regelm√§√üigen Gucker des „K√∂lner Treff“, aber wir m√∂gen beide den lockeren Interviewstil von Bettina B√∂ttinger und wenn wir beim Zappen mal bei ihr ankommen, dann wird die Sendung in der Regel immer auch zu Ende geguckt. Diesmal hatte sie folgende G√§ste am Tisch …

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von unten links nach oben rechts:

  • Patricia Riekel (Journalistin & ehemalige Chefredakteurin der BUNTE)
  • Gayle Tufts (geb√ľrtige Amerikanerin & Entertainerin, tourt mit ihrem¬†Programm „Superwoman“ und ist derzeit in Deutschland eine sehr gefragte Trump-Erkl√§rerin)
  • Palina Rojinski (Moderatorin & Schauspielerin, besonders der Jugend bekannt als Sidekick von Joko & Klaas)
  • Wanja Mues (Schauspieler, seit 2014 besonders bekannt als Matula-Nachfolger in „Ein Fall f√ľr Zwei“)
  • Claudia Kleinert (Wetterfee in der ARD, erkl√§rt ihre pers√∂nliche „Charismaformel“ in einem k√ľrzlich erschienenen Buch)
  • Bettina B√∂ttinger
  • Peter Wohlleben (Diplom-F√∂rster und Baumversteher, sein Buch „Das geheime Leben der B√§ume“ wurde weltweit zum Bestseller)
  • Bj√∂rn Freitag (Sterne- & Fernsehkoch, Currywurst geh√∂rt weiterhin¬†zu seinen Lieblingsgerichten)

Neben all den Prominenten, war es aber auch sehr interessant zu sehen, wie solche Sendungen gemacht werden und was sich alles so im Hintergrund abspielt: die Auswahl der im Vordergrund sitzenden Zuschauer, die ganzen Kameras und die jeweilige Kameraf√ľhrung bei den Interviews, die f√ľr Bettina sichtbaren Regieanweisungen im Hintergrund (bis hin zur Verzweiflung bei Redezeit√ľberziehung und dem dann hochgehaltenen Schild „ENDE !“), der vorherige Stimmungsmacher und seine Klaschproben u.v.m..

Da der Abend am Ende der Sendung noch jung war (Kartenausgabe war 17:30 Uhr, Aufzeichungsbeginn 19 Uhr, Sendungsende 20:45 Uhr, Ausstrahlung im Fernsehen ist aber erst um 22 Uhr), konnten Olga und ich das lange NRW- bzw. K√∂ln-Wochenende mit einem z√ľnftigen Essen bei „Miss Pepper“ einl√§uten und fielen danach mit supervollen B√§uchen ins nahegelegene Hotelbett … begleitet von den letzten 30 Minuten vom „K√∂lner Treff“ im Fernsehen.

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F√ľr den Samstag war vormittags der Besuch des Doms und die n√§here Umgebung geplant, da wir schon ab 15 Uhr mit unserer langj√§hrigen Freundin Alex (seit 2001 !!!) in ihren¬†vier W√§nden verabredet sind.

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F√ľr Olga ist der Dom, seine vielen Alt√§re, der Dreik√∂nigenschrein und die¬†Besteigung des S√ľdturms eine Premiere … 533 Stufen bis zur 97,25 m hohen Aussichtsplattform fordern allerdings ihren Tribut in Form von Knieschlackern und noch Tage sp√§ter auftretendem Muskelkater in den Waden.

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Daf√ľr erwartet einen dort oben ein so toller Ausblick √ľber K√∂ln und Rhein:

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Wieder unten angekommen, erkunden wir noch die Sehensw√ľrdigkeiten der n√§heren Umgebung, wie z.B. den Ladenverkauf von „4711“ (Echt K√∂lnisch Wasser / Original Eau de Cologne), den Heinzelm√§nnchenbrunnen und die insbesondere f√ľr ihre Liebesschl√∂sser mittlerweile sehr ber√ľhmt gewordene Hohenzollernbr√ľcke¬†(siehe dort unter Trivia).

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Auf der flu√üaufw√§rts gerichteten Seite scheint¬†bereits kein Zentimeter mehr ungenutzt …

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… aber die gegen√ľberliegende Seite¬†d√ľrfte¬†noch Potential haben.

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Selbst diese Fluchtt√ľrwarnung verpufft … da hat sicherlich schon lange keiner illegal angebrachte Schl√∂sser entfernt !

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Viel Zeit hatten wir allerdings nicht mehr und so mu√üten wir uns auch schon wieder auf den R√ľckweg zur Stra√üenbahnhaltestelle begeben …

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… um nach einem kleinen, auffrischenden Zwischenstop im Hotel noch rechtzeitig zum verabredeten Termin bei Alex, Manni und T√∂chterlein Annika erscheinen zu k√∂nnen.

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Wir haben uns schon seit 8 Jahren (guckst du hier bei Tag 9) nicht mehr gesehen und so kann sich jeder denken, daß beim vielen Aufarbeiten und Quatschen der Abend sehr, sehr lang geworden ist. Wir waren erst kurz vor der Zeitumstellung wieder im Bettchen     lachen

F√ľr den Sonntag war ein ganzer Tag in der Innenstadt von K√∂ln geplant und trotz kurzer Nacht konnten¬†wir fast alle gesteckten Ziele erreichen – ohne gro√ü aus der Puste zu kommen ! Diese waren unter anderem:

Essen-Pflichtprogramm Nr. 1: ne Currywurst

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Das ber√ľhmte Puppenspiele-Theater oder besser bekannt als H√§nneschen-Theater … nur die Willy Millowitsch-Figur auf der Bank am Haupteingang haben wir nicht mehr gesehen, denn die wurde in 2014 auf den Willy-Millowitsch-Platz umgesetzt.

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Zwischendurch guckte ich Olga ein paar Male freudestrahlend an und schrie „Der Zoch k√ľtt“, aber keiner hat sich mit mir gefreut ¬† ¬†¬† traurig ¬† ¬†und Kamelle gab’s auch keine …

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Daf√ľr lie√ü sich Olga aber sehr gerne mit dem echten K√∂lner (FC-)Jung Poldi fotografieren.

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Die H√§userzeilen K√∂lns sind wirklich¬†sch√∂n aufgeh√ľbscht worden, insbesondere wenn man an die gro√üen Zerst√∂rungen im II. Weltkrieg denkt.

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Nat√ľrlich durften bei unserem Rundgang auch T√ľnnes und Sch√§l nicht fehlen !

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Eher durch Zufall kamen wir auch an der Einsturzstelle des K√∂lner Stadtarchives (passiert im M√§rz 2009) vorbei … allerdings ist bis heute noch nicht juristisch gekl√§rt, wer nun eigentlich Mitschuld an diesem Ungl√ľck mit zwei Toten und einer Schadenssumme von ca. 400 Millionen Euro tr√§gt.

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So wie der FC ist das K√∂lsch nat√ľrlich ebenfalls allgegenw√§rtig !

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Dies ist der wohl bekannteste Anbick von K√∂ln: der Dom, der Rhein und die Hohenzollernbr√ľcke.

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Ein Spaziergang am Rhein entlang, durch den Rheinpark und eine Fahrt mit der Rheinseilbahn (935 m Länge) sollten auf jeden Fall Bestandteil eines Köln-Besuchs sein.

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Und wer h√§tte es gewu√üt bzw. gedacht, aber auch diese Kameraden geh√∂ren schon seit den sp√§ten 60ern zur Stadt und Region –> wildlebende Halsbandsittiche sind irgendwie heimisch geworden und man sch√§tzt die Gesamtpopulation im Rheinland auf ca. 5000 Tiere. Allein im Rheinpark haben wir so an die 50 St√ľck herumfliegen oder in den B√§umen sitzen¬†sehen.

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Essen-Pflichtprogramm Nr. 2: Dicke Bohnen, K√∂lsche Kaviar mit R√∂ggelchen (Blutwurst im Roggenbr√∂tchen), Himmel un √Ą√§d mit Fl√∂nz (Kartoffeln, Apfelst√ľckchen, Zwiebeln und gebratene Blutwurst) und ein Apfelpfannkuchen (und das hat in keinster Weise etwas mit einem Berliner zu tun !!!) … samt K√∂lsch nat√ľrlich.

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Wir sind danach mehr als satt und selig ins Bett gefallen.

Am letzten Tag, eigentlich auch schon der Aufbruch gen Sachsen, habe ich einen Zwischenstop in Attendorn (eine echte Hansestadt im Sauerland !) eingeplant, um Olga mal die dortige Atta-H√∂hle (leider ist das Fotografieren in der H√∂hle nicht erlaubt) …

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… und die Biggetalsperre zu zeigen.

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Das herbstliche Farbenspiel von der Aussichtsplattform Biggeblick aus wird uns sicherlich ganz besonders lange in Erinnerung bleiben – so toll ! Selbst bei diesem tr√ľben Wetterchen.

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Mit einem weiteren Zwischenstop in der neuen Wohnung von Andrea – Chemnitz liegt ja g√ľnstig auf dem Weg nach Dresden – ging dieses tolle, lange Wochenende dann doch leider zu Ende. Wir waren sehr begeistert und k√∂nnen auch allen anderen die Stadt bzw. Insel K√∂ln f√ľr einen Kurzbesuch nur sehr ans Herz legen. Colonia Claudia Ara Agrippinensium ist wirklich eine Reise wert !

Zum Abschlu√ü m√ľssen wir¬†manchem K√∂lner Inselbewohner aber vielleicht noch eine kleine Belehrung bzgl. der Tierwelt geben: nicht jedes R√ľsseltier ist auch gleich ein Elefant … aber zumindest die Farbe stimmt schon mal √ľberein ¬† ¬† lachen-xxl

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2016 22.
Okt

Als ich am Anfang des Jahrs meine Planung bekannt gegeben habe, wurde ich gefragt, ob es nicht zu langweilig ist, wenn man schon im Januar wei√ü, was man im Herbst fotografiert. Nun ja, der September ist der beste Beweis, dass zwischen Pl√§ne schmieden und Pl√§ne umsetzen eine gro√üe L√ľcke klafft. Eigentlich schwebten mir einige Ger√§tschaften, aufgenommen mit meiner Spiegelreflexkamera bei sch√∂nem Licht in den eigenen vier W√§nden, vor.¬†Im September weilten wir jedoch¬†im Urlaub und ich schleppe¬†auf solche Reisen meine gro√üe Kamera aus einer Vielzahl von Gr√ľnden nicht mit, zumal sich unsere kleine Canon PowerShot auf Reisen als tolle Alternative bewiesen hat. Diesmal allerdings vertrug¬†unsere kleine Reisebegleiterin wohl die hohe Luftfeuchtigkeit und Meerwassern√§he nicht sehr gut und quittierte¬†ihren Dienst unwiderruflich am vorletzten Tag unserer Katamaranfahrt, sprich in der zweiten Urlaubswoche. Zum Gl√ľck hatten wir noch unsere Unterwasserkamera bei uns, mit welcher wir auch „normale“ Erinnerungsbilder machen konnten. Zur√ľck auf Bali versuchten wir eine neue PowerShot zu kaufen, aber paradoxerweise war dieses Canon-Produkt dort immer teurer als in Deutschland. So holten¬†wir uns die preiswertere Alternative Canon Ixus. Und die Qualit√§t war – na ja … aber eben besser als gar nix. Erst in Dubai, genauer gesagt in der Dubai Mall, gelang es meinem Mann in einem Laden unsere Wunschkamera zu unserem Wunschpreis zu bekommen. Ergo, die Qualit√§t mancher¬†Bilder ist nicht so wie gewohnt, aber ich hoffe, wenigstens die Motive werden euch gefallen.¬†Nun genug gequatscht, jetzt kann ich euch mal das Leben mit der Technik in den Vereinigten Arabischen Emiraten¬†zeigen – wir sind punkt am 1. September mit dem Flieger in Dubai gelandet ¬† ¬†lachen

F√ľr das Gros der modernen Technikwelt braucht man jede Menge Strom. Die Stromversorgung kommt zwar f√ľr den Endverbraucher aus der Steckdose, aber bis dahin wird¬†die Elektrizit√§t √ľber gro√üe Strecken bewegt:

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Danach muss der Strom sich in einem wirren Kabelsalat zurecht finden:

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Aber dann kann man z.B. in einem Hotel die Gäste direkt mittels Fernsehbildschirms persönlich ansprechen:

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Der Bildschirm ist nicht mal besonders gro√ü, aber passte gr√∂√üenm√§√üig optimal zu den Zimmerausma√üen – diese Mega-Ausf√ľhrung w√§re definitiv √ľberdimensioniert, ist aber mit 500.000 Dirham bzw. 125.000 Euro geradezu ein Schn√§ppchen:

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Ein noch gr√∂√üerer Screen ist uns im integrierten Eisstadion der Dubai Mall aufgefallen. So kann man die Schlittschuhl√§ufer optimal mit aktueller Werbung f√ľr die 1.200 Gesch√§fte aus eben diesem Einkaufsparadies¬†versorgen.

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In dieser Mall konnten¬†wir √ľbrigens einen Blackberry Store entdecken. Als √ľberzeugte BB-Nutzer war das f√ľr uns nat√ľrlich ein Muss, einmal alle Modelle darin¬†anzusehen:

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Apropos Mobilfunk. Handys sind in VAE genau so kaum wegzudenken wie woanders auf dieser Welt. Uns hat besonders der Kontrast zwischen dem traditionellen Kleidungsstil und den modernen Smartphones fasziniert:

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Au√üerdem haben wir immer wieder Leute gesehen, welche mehr als nur ein Handy besitzen und nutzen – f√ľr mich pers√∂nlich¬†ist das schon ganz sch√∂n dekadent!

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Was wir ganz witzig fanden, waren die als Palmen getarnten Funkmasten. Diese Idee der Verschleierung gefiel uns wiederum äußerst gut     standard

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Es gab aber noch ein paar andere technische Errungenschaften in den VAE, die uns¬†sehr¬†interessiert haben, wie z.B. diese Anlage f√ľr eine Fu√üg√§ngerampel:

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In den beiden Moscheen, welche wir als Nicht-Muslime auch von innen besuchen durften, haben wir elektronische Uhren entdeckt, welche nicht nur die t√§glich wechselnden Zeiten f√ľr die obligatorischen f√ľnf Gebete, sondern auch die Zeit des Sonnenaufgangs anzeigen. Dies ist besonders¬†wichtig, weil das erste Gebet des Tages schon davor¬†abgehalten¬†sein sollte¬†– so wurde es uns zumindest bei den beiden F√ľhrungen erkl√§rt.

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Aber DIESES Wunderwerk der modernen Technik hat uns zweifelsohne am meisten beeindruckt     zwinker

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Zu dem Holzrahmen mit der Aufschrift „Please touch the screen to brwoser photos“ fehlte wohl das kleine Extra, denn egal, wie oft wir da mit unseren Fingern rumtatschten, das Bild hat sich leider nicht ver√§ndert¬†¬†¬† zwinker

Derzeit widme¬†ich mich schon wieder intensiv zusammen mit meiner gro√üen Spiegelreflexkamera dem diesmonatigen Projekt „Die Zeit steht still“, denn auch wenn der Titel etwas anderes vermuten l√§√üt,¬†die Wirklichkeit ist leider etwas anders … die Zeit fliegt viel zu schnell vorbei!



2016 16.
Okt

Da ich meiner Verwandtschaft nachträglich noch ein paar Urlaubsimpressionen per Email habe zukommen lassen, kann ich euch mit dem gleichen Text (Copy&Paste sei Dank) ebenfalls noch ein paar unbekannte OLCA-Fotos und Informationen nachschieben Рviel Spaß.

Wir zusammen mit der lokalen Schönheitskönigin am Tempel Pura Puseh Batuan:

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In die Tempelanlagen auf Bali kommt man nur mit gewickeltem Sarong und einer Sch√§rpe, durch die die Trennung am K√∂rper von Gut (oberhalb) und Schlecht (unterhalb) symbolisiert wird. Deshalb werden die Opfergabe oder auch andere Speisen (also alles beides „gut“) immer auf dem Kopf getragen und nicht an der Hand in Beuteln wie wir es tun w√ľrden.

Ein Pärchenbild vor einer Dschungelkulisse im Affenwald von Ubud:

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Eigentlich sind wir in der Regel in diesem Aufzug durch Bali gezogen, schon alleine wegen der W√§rme und Luftfeuchtigkeit. Die Stadt Ubud k√∂nnte euch namentlich eventuell gel√§ufig sein, wenn ihr den Roman „Eat Pray Love“ oder den gleichnamigen Film mit Julia Roberts kennen solltet.

Auch auf Bali gibt es die bekannte Tradition „Brunnen plus Geld = Gl√ľck“:

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Allerdings ist es im „Land der Million√§re“ unter Umst√§nden sehr schwer, √ľberhaupt an M√ľnzen zu kommen. In Bali kam es sehr oft vor, da√ü wir das Maximum von 2,5 Millionen am Automaten abgeholt haben, was am Ende aber eigentlich gerade mal ca. 170 Euro entspricht. 15.000 Rupien sind in etwa 1 Euro und die gr√∂√üten M√ľnzen w√§ren 500 IDR (= ca. 4 Cent) und 1000 IDR (ca. 7 Cent), danach kommen schon die Scheine mit Werten von 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000. Deshalb wird in der Regel eigentlich alles nur mit Papier bezahlt und M√ľnzen als Wechselgeld selten rausgegeben. Aber nur M√ľnzen lassen sich eben gut in einen Brunnen werfen … ¬† ¬† zwinker

Frisch geschl√ľpfte Schmetterlinge im Schmetterlingspark Taman Kupu-Kupu:

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Am Ende hielten alle Schmetterlinge so gut still, weil sie sich noch in der Trocknungsphase befanden und somit nicht wegfliegen konnten. War schon beeindruckend, was f√ľr Gr√∂√üen es so gab.
Hier mal ein kleiner, witziger Einblick in die indonesische Sprache: Schmetterling = kupu … Schmetterlinge (Mehrzahl) = kupu-kupu oder geschrieben sogar als „kupu2“ ! Weitere Beispiele w√§ren anak-anak (Kinder), buku-buku (B√ľcher), orang-orang (Menschen) kata-kata (W√∂rter), kaki-kaki (F√ľ√üe) und mobil-mobil (Autos) – alles W√∂rter, die wir beim Fernsehen sehr oft in den indonesischen Untertiteln gesehen haben. Das Internet hat uns dann √ľber diese laufenden Dopplungen aufgekl√§rt.

Wir zusammen mit unserem Fahrer & F√ľhrer in der bekannten Tempelanlage Pura Tanah Lot:

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Er¬†hat uns insgesamt 4 Tage √ľber Bali gefahren und dabei die von uns vorher rausgesuchten Ziele angesteuert, um weitere Haltepunkte erg√§nzt und viele n√ľtzliche Tips und Vorschl√§ge gegeben. Einen besseren wie er h√§tten wir wahrscheinlich nicht so schnell wieder finden k√∂nnen. Anfangs war er noch √ľber das Hotel gebucht (pro Tag 900.000 IDR, wobei er gerade mal davon f√ľr 10 Stunden 100.000 IDR bekam = ca. 8 Euro), doch an den Tagen 3 & 4 engagierten wir ihn ohne Zwischenh√§ndler und er bekam von uns trotzdem die vorher vom Hotel f√ľr die Touren veranschlagte Summe von 1 Mio. IDR (ca. 80 Euro) pro Tag. Das war uns die Sache auf jeden Fall wert – der Mann war klasse !!! Die Chemie zwischen uns stimmte direkt vom ersten Tag an.

Diese heißen Quellen mit Infinitypool ist ein von unserem Fahrer vorgeschlagenes Ziel:

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Wir stehen zwar nicht auf Selfies, aber in diesem Natural-Hot-Spring-Pool am Batursee gab es eben keine Fotohilfe von Dritten. Also wurde auch mal selbst auf den Ausl√∂ser gedr√ľckt.

Sonnenaufgang auf der Katamaran-Kreuzfahrt:

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Unsere 4 Wochen Urlaubsreise waren aufgeteilt in 1 Woche Legian auf Bali, 1 Woche Kreuzfahrt mit einem Katamaran zwischen Bali und Lombok, wieder 4 Tage im Hotel in Legian auf Bali, 5 Tage in Dubai und 4 Tage in Abu Dhabi. Auf dem Katamaran konnten wir jeden Morgen um 6:30 Uhr (so nah am √Ąquator ist es immer ca. 6:30 Uhr Zeit f√ľr den Sonnenauf- und ca. 18 Uhr f√ľr den Sonnenuntergang) einen m√§rchenhaften Sonnenaufgang betrachten … wir mu√üten daf√ľr nur aus der Luke √ľber unserem Bett (ja, ich steht AUF unserem Bett) klettern und wir hatten einen tollen Ausblick. Davon haben wir als morgendliche Bettfl√ľchter (wir k√∂nnen eigentlich gar nicht mehr so richtig lange ausschlafen) nat√ľrlich jedes Mal Gebrauch gemacht.

Selfie Nummer 2 … beim Schnorcheln:

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Vor unserer Reise waren wir uns einig, da√ü die Kreuzfahrt mit den angek√ľndigten Schnorchelg√§ngen und Touren bestimmt DAS Highlight werden w√ľrde, und am Ende hat es sich auch genau so erf√ľllt. Bali ist wundersch√∂n, die Vereinigten Arabischen Emirate sind wenigstens ein wenig WOW!, aber das Schnorcheln und die Unterwasserwelt in der Stra√üe von Lombok hat all unserer Erwartungen erf√ľllt, wenn nicht sogar √ľbertroffen. Wir sind sogar jetzt ein wenig angefixt und denken √ľber einen Tauchlehrgang nach. Wir haben bei jeden Stopp eigentlich stundenlang H√§ndchen haltend b√§uchlings an der Wasseroberfl√§che getrieben, um die Fische, Korallen und anderen Meeresbewohnern, wie z.B. Schildkr√∂ten und riesige Mantarochen, bei ihrem Treiben zu beobachten und mit der eigens f√ľr diesen Urlaub angeschafften Unterwasserkamera zu knipsen. Langweilig wurde uns dabei nie ! Und f√ľrs Sonnenbaden waren eigentlich die anderen Passagiere mehr zu begeistern als wir, denn wir liebten einfach das Wasser und die bis dato darin verborgenen Welt.

Ungelogen, man d√ľrfte auf dem Foto ca. 2/3 der gesamten Insel sehen:

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Das Inselchen Gili Kedis hat uns besonders beeindruckt, denn au√üer dem breiten Sandstrand gab es auf dieser 70*70 Meter gro√üen Insel nur noch einen Kiosk (im Hintergund links), eine Cabana (das Sonnenschutzh√§uschen in der Bildmitte) und eine handvoll B√§ume bzw. Palmen … sonst nix. Unsere Schiffscrew schickte uns zudem zum genau richtigen Zeitpunkt hier hin, denn vormittags hatten wir acht¬†G√§ste (zwei Katamarane mit jeweils zwei P√§rchen an Bord) das Fleckchen ganz f√ľr uns alleine und erst gegen sp√§ten Mittag trudelten weitere Touristen mit ihren Booten ein. Die Unterwasserwelt rundherum konnten wir in ca. 1-2 Stunden erschnorcheln und haben dabei immer wieder etwas neues entdeckt, was wir bis dato so noch nicht gesehen haben. Ein Traum !

Apropos Traum, dieser Strand hei√üt sogar so –> Dream Beach:

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Der letze Tag der Katamaran-Kreuzfahrt machte den Abschied am n√§chsten Morgen (Einschiffung) so richtig schwer, denn neben dem Abenteuer, mit ca. 3-Meter-Spannweite gro√üen Mantarochen zu schnorcheln, erwartete uns auch noch eine kleine Rundfahrt mit dem „Scooter“ (Motorroller) auf Nusa Lembongan zu den Mangroven und diesem kleinen Strandabschnitt Dream Beach.

Selfie Nummer 3 … auf dem Scooter:

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Da√ü wir noch nie auf so einem Gef√§hrt gesessen oder es gar selbst gefahren haben, geschweige denn einen F√ľhrerschein f√ľr sowas besitzen (das Ding hatte defintiv mehr als 50 ccm und fuhr auch schneller als ein 50 km/h-Mofa), interessierte hier niemanden. Nach ein paar hundert Meter hatte ich den Dreh raus (ist fast wie Fahrradfahren) und wir st√ľrzten und mit sechs Scootern (vier P√§rchen und zweimal zwei Crewmitglieder) in den zum Teil sehr chaotischen Stra√üenverkehr Indonesiens. Auf dem Foto ist hinter uns Mutter & Tocher aus Frankreich und dahinter das Crewgef√§hrt als Korsoende zu sehen … das Auto geh√∂rt bereits zum einheimischen Stra√üenverkehr und dient mitnichten zus√§tzlich unserer Sicherheit.

Auf dem Weg mit dem Scooter hatten wir einen kleinen Fotostop an einem Aussichtspunkt:

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Unten links stehen irgendwo unsere beiden Katamarane und der Strand in der Bildmitte war unser Start- und Endpunkt mit den Motorrollern. Hier sind wir schon auf dem R√ľckweg vom Dream Beach und dem Sonnenuntergangsbeobachtungsposten Devil’s Tear zur√ľck zum Strand. Und ja, wir sind alle heile sowie mit viel Spa√ü in den Backen zur√ľckgekommen.

Gruppenbild unseres Katamarans:

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v.l.n.r.: Kapitän Tri, ein deutsches Pärchen aus Aschaffenburg und neben uns noch drei weitere Crewmitglieder

Gruppenbild der Passagiere beider Katamarane:

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v.l.n.r.: ein Pärchen aus Italien, Mutter & Tochter aus Frankreich, wir und das Pärchen aus Deutschland

Zwischenstopp auf unserer D√ľnensafari bei Abu Dhabi:

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Nachdem wir in Dubai eigentlich haupts√§chlich nur Architektur (moderne, aber auch alte) besichtigen durften, hatten wir in Abu Dhabi eine M√∂glichkeit gefunden, auch mal raus in die Natur zu fahren. Standesgem√§√ü mit dem SUV bzw. Allradjeep ging es gef√ľhrt und mit insgesamt ca. 10 Fahrzeugen zun√§chst ab Mittag a la Rally-Paris-Dakar auf und ab durch die D√ľnen und endete am Abend in einer touristisch errichteten Beduinenoase inklusive arabischem Essen, Bauchtanz und einem atemberaubenden Sternenhimmel, den wir bislang nur noch besser auf Bali bzw. der Kreuzfahrt erleben durften – so deutlich wie dort zwischen den Inseln haben wir die Milchstra√üe noch nie sehen k√∂nnen.

… und nicht, da√ü ihr nun denkt, ich h√§tte vier Wochen lang immer die gleiche kurze Hose angehabt –> wir hatten im Vorfeld mal zwei identische gekauft (M√§nner k√∂nnen bei sowas bekanntlich pragmatischer als Frauen sein) und zwischendurch legten wir Dank Reinigungsmitteltube auch mal einen Waschtag ein.



2016 11.
Okt

Vor dem Urlaub ist nach dem Urlaub und so, wie wir vor unserer Sommerreise schon immer wieder viel unterwegs waren, haben wir diesen Zustand nach der großen Alltagsunterbrechung erneut erreicht. Es gibt aber auch so viel zu tun und zu sehen, da kann man einfach zu schwer mit dem Allerwertesten nur auf der Couch bleiben    zwinker

Da wir von 1999 bis 2015 in dem Dresdner Stadtteil Briesnitz gewohnt haben, freuen wir uns, dass es nach unserem Wegzug aus der Gegend endlich auch eine Igel-Tour¬†√ľber dieses sch√∂ne Fleckchen gibt. Die F√ľhrung wurde jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahr angeboten und war damit¬†die letzte in 2016. Kein Wunder, dass da eine riesengro√üe Menschentraube von fast 80 Leuten am Startpunkt zusammengekommen ist!¬† F√ľr uns war¬†es sehr interessant, alte Bilder von gut bekannten Stellen zu sehen.

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An manchen Orten schwebte sogar (besonders f√ľr mich) ein Hauch von Nostalgie mit, z.B. als wir im Innenhof des dortigen Pfarramtes standen und ich mir den gro√üen Walnussbaum in der Mitte des Hofs angesehen habe. Durch die T√ľr im Hintergrund ist Stephanie jahrelang zu ihren Fl√∂tenstunden gegangen und nach dem Unterricht sammelte sie im Herbst zusammen mit anderen Kindern immer einige Waln√ľsse vom Boden auf, welche sie danach ganz stolz nach Hause brachte.

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Au√üerdem habe ich¬†dank dieser F√ľhrung¬†endlich eine Erkl√§rung zur Au√üengestaltung der Briesnitzer Kirche bekommen. Mir ist nat√ľrlich schon vor langer Zeit aufgefallen, dass es so aussieht, als ob man wie bei einem Puzzle zuerst einen Rahmen gemacht hat und danach die W√§nde mit weniger geraden Steinen auff√ľllte.

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Nun wei√ü ich, dass es an der Beschaffenheit der Steine liegt, welche f√ľr den Bau verwendet wurden. Man hat damals logischerweise √ľberwiegend damit gebaut, was es in der Gegend¬†ausreichend vorhanden war¬†und das ist im Dresdener Westen nun mal eine Gesteinsart namens Pl√§ner. Diese gab es reichlich, aber f√ľr Bauwerke waren diese Steine dennoch nicht gut, da sie in bei ihrer Bearbeitung v√∂llig unberechenbar splittern k√∂nnen. Deshalb hat man beim Bau der Kirche die Kanten und Ecken aus best√§ndigerem Sandstein hochgezogen und nur die statisch weniger wichtigen W√§nde eben mit dem br√ľchigen und instabilem Pl√§ner gebaut. Wieder mal ein R√§tsel gel√∂st¬†¬†¬† lachen

Der¬†n√§chste Grund, unsere gem√ľtliche H√∂hle Wohnung zu verlassen, war sogar noch sehr viel wichtiger. Andrea hat in diesem Sommer bekanntlich ihren „Bachelor of Arts“ mit 2,1 absolviert und entschied sich, ihr Masterstudium an der Chemnitzer Uni zu machen. Da die Vorlesungen im Oktober losgehen sollten, hat sie sich schon vorweg eine Einraumwohnung in Unin√§he gesichert, denn nachdem unsere Gro√üe als Studentin schon in zwei unterschiedlichen Wohnheimen und danach in einer WG gelebt hat, wollte sie diesmal lieber etwas Kleines f√ľr sich ganz alleine haben¬†¬†¬† standard ¬† ¬†in Chemnitz ist der Wohnraum zum Gl√ľck noch bezahlbar. Das ist ein Blick von ihrem Wohn/Schlaf/Arbeitszimmer auf den Flur:

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Rechts sind die T√ľren zur K√ľche (hinten) und zum Bad (vorne) und links ist die Wohnungst√ľr. Es ist alles neu¬†renoviert und sch√∂n hell. Sehr √ľberraschend f√ľr uns war, dass ihr gesamtes Hab und Gut tats√§chlich ganz locker auf die Ladefl√§che eines 3,5 -Tonners passte. Eigentlich wollten wir nur¬†einen Transporter anmieten, aber da diese alle vergriffen waren, bekamen wir eben einen gr√∂√üeren Wagen als geplant.

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Nach dem Ausladen zu viert haben wir erst noch dem gelb-blauen M√∂belhaus aus dem Pippi-Langstrumpf-Land etwas Umsatz beschert und ein Baumarkt in der N√§he ist auch nicht gerade leer ausgegangen ¬† ¬†zwinker ¬† ¬†um die Montage der gekauften Einrichtungsgegenst√§nde mussten wir uns allerdings nicht mehr k√ľmmern. Ich f√ľr meinen Teil finde es klasse, wenn die M√§dels handwerklich begabte junge M√§nner in ihrer N√§he haben¬†¬†¬† zwinker

Als Dankesch√∂n an uns und nat√ľrlich auch an Andreas Freund Karl gab es ein oberleckeres Mittag-/Abendessen in „Mr. Meyers Diner“ im Westen¬†von Chemnitz. Carsten und ich haben dieses Restaurant im Mai bei unserem Stadt-Dreisprung entdeckt und f√ľr richtig gut befunden: Das Essen ist lecker und frisch, die Preise sind anst√§ndig und die Bedienung immer oberfreundlich und auch f√ľr viele Schandtaten zu haben¬†¬†¬† zwinker

Das war mein Hauptgericht:

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Ich glaube, da sieht auch ein Blinder mit Kr√ľckstock, was es bei mir zu essen gab¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†also spare ich mir jeder weitere Beschreibung. Dieses Ensemble hie√üt √ľbrigens „Mr. Oink¬†meets Mrs. Chicken“!

Als Nachtisch g√∂nnte ich mir zum Pott Kaffee noch ein St√ľck Nutella-Cheesecake.

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Das war sooooo lecker, aber auch soooooo mächtig, dass ich es echt nicht geschafft habe, am Ende wirklich alles aufzuessen    schreien
Das St√ľck im Hintergrund¬†ist √ľbrigens¬†auch ein Cheesecake (Snickers), aber mein Mann hat sich um seinen Nachtisch besser gek√ľmmert als ich mich um meinen – er hat ihn bis zum letzten Kr√ľmmel aufgegessen. Aber er hatte ja auch keine zus√§tzlichen¬†Muffins auf dem Kuchen ¬† ¬†unschuldig

Da wir gerade bei s√ľ√üen Sachen sind, muss ich euch noch etwas erz√§hlen. Wir waren an einem Abend nach der Arbeit bei Karin und Eberhard zu Besuch und bei ihnen leben derzeit insgesamt acht¬†Katzenkinder, weil ihre Momo diese vor ein paar Wochen zur Welt gebracht hat. Da muss man echt aufpassen, wo man hintritt und wo man sich hinsetzt:

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S√ľ√ü sind sie auf jeden Fall und schon fast alle vergeben. Im November gehen sie dann alle, unter anderem auch diese s√ľ√üe kleine Gl√ľckskatze,¬†zu ihren neuen Familien:

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Und ja, wir blieben auch diesmal standhaft und sind somit weiterhin haustierfrei    zwinker



2016 03.
Okt

Urlaub ist zwar eine wundervolle Auszeit vom Alltag, aber der Alltag holt jeden sp√§testens nach der R√ľckkehr erneut voll ein¬†¬†¬† zwinker ¬† ¬†das habe ich besonders stark bei meinen Fotojahrespl√§nen gemerkt. Es ist Oktober und ich stelle erst jetzt die Bilder von meinem August-Projekt zur Schau. Aber lieber sp√§ter als nie, stimmt’s? Auf jeden Fall ist mein Monatsprojekt gleichzeitig ein R√ľckblick auf die lange Urlaubsreise. Fangen wir einfach¬†mit den balinesischen Durchg√§ngen an.

Diesen hier habe ich als erstes entdeckt – es ist ein Durchgang von unserer Hotelanlage. Die Fratze oberhalb der T√ľr und auch die beiden Statuen an den Seiten der Treppe¬†sollen alles B√∂se¬†davon abhalten, durch diese T√ľr zu gehen.¬†Ich f√ľr meinen Teil konnte problemlos durchlaufen¬†¬†¬† zwinker

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Das gespaltene Tor von einem der zahlreichen Tempeln auf Bali. Solche Tore gehören unbedingt zu einer Tempelanlage dazu.

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Hier kann man sehen,¬† was bei solchen gespaltenen Toren w√§hrend einer der Zeremonien passiert, welche auf dieser Insel gef√ľhlt t√§glich an irgendeiner Stelle stattfinden.

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Bali ist unter anderem auch f√ľr seine Holzschnitzarbeiten bekannt. Die Gestaltung der folgenden vier¬†T√ľren best√§tigt aus meiner Sicht eindeutig, dass diese Insel ihren Ruf zurecht hat.

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Hier noch zus√§tzlich ein Ausschnitt von der letzten T√ľr, welcher mir pers√∂nlich sehr gut gefiel, weil ich diese¬†feinen Details einfach wundersch√∂n finde.

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Auch diese T√ľr fand ich¬†m√§rchenhaft sch√∂n.

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Hier habe ich ebenfalls einen Ausschnitt des Ganzen im Angebot.

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Hin und wieder mussten wir unterwegs auf den Pfaden kleine, metallene Tore öffnen, um weiter gehen zu können.

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Besonders symbolisch fand ich dieses Tor, welches uns aus einem kleinen Park heraus einen Blick auf den Bratan See und einen Teil vom Tempel Pura Ulu Danu Bratan erlaubte.

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Diese T√ľr im Wasserpalast von Ujung fand ich¬†au√üerordentlich faszinierend, diesmal nicht ihrer Gestaltung wegen, sondern wegen des Ausblicks, welchen sie uns geboten hat:

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In den VAE ging es bei den ganz alten Toren offensichtlich weniger um Schönheit, sondern mehr darum, diese ordentlich abschließen zu können.

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Im Allgemeinen fanden wir die T√ľren in den historischen Teilen von Dubai und Abu Dhabi ungew√∂hnlich niedrig.

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Nebenbei erw√§hnt, w√§hrend die¬†Art der Anbringung von¬†Schl√∂ssern auf balinesischen T√ľren f√ľr uns ganz¬†vertraut schien …

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…fanden wir die Art, Schl√∂sser auf manchen arabischen T√ľren anzubringen, ziemlich au√üergew√∂hnlich.

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An und f√ľr sich k√∂nnte ich euch noch viele andere, sch√∂ne und in ihrer Art interessante T√ľren und Tore zeigen, aber es ist jetzt wirklich an der Zeit, dieses hier zu pr√§sentieren.

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Damit möchte ich andeuten, dass meine heutige Ausstellung jetzt auch (ab)geschlossen ist. Ich hoffe allerdings, dass ihr deswegen nicht so bedröppelt aus der Wäsche schaut, wie dieser Makak aus dem Affenwald von Ubud    lachen