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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2016 26.
Jun

Bevor der Juni komplett vorbei ist, möchte ich es vorher noch schaffen, hier meine Fotoausbeute zum Mai-Projekt zu prĂ€sentieren     zwinker     Carsten und ich waren auf der Suche nach passenden Motiven in vielen Gegenden unterwegs und am Ende kam eine recht umfangreiche Sammlung aus Dresden, Chemnitz und Karlsbad zusammen. Bei der Auslegung, Architektur als DDR-Relikte zu nehmen, musste ich mich allerdings sehr zusammenreißen, denn davon gibt es ja – wie man so schön sagt – hier „noch und nöcher“     lachen

Eines meiner Lieblingsmotive sind aber ohne jeden Zweifel und schon seit Jahren die Ost-AmpelmĂ€nnchen, denn sie sind fĂŒr mich neben dem GrĂŒnen Pfeil immer ein sehr gutes Beispiel fĂŒr gesunde Ostalgie     zwinker     und da es seit 2005 in Dresden ja auch eine passende Ampelfrau gibt, muss ich diese Variationen einfach mal in einem Bild zeigen     zwinker

beide ampeln

Ich finde sie alle richtig knuffig!

Wollt ihr mal sehen, wie man „Wissenschaft und Produktivkraft“ in Stein meißeln kann? Wieland Förster hat das im Jahr 1974 umgesetzt und man kann das Werk in Chemnitz im Park an der Stadthalle anschauen.

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Bevor noch die Frage aufkommt, ob ich bei unserem straffen Terminplan der letzten Wochen in der Lage war, fĂŒr mein Juni-Projekt auf Motivsuche zu gehen, kann ich beruhigen und sagen, dass es natĂŒrlich auch im nĂ€chsten Monat ein Bericht ĂŒber meine Jagd nach passenden Bildern geben wird     lachen
Und so wie es derzeit aussieht, sogar schneller als es diesmal gedauert hat     zwinker

So, und nun zu weiteren Bildern mit dazugehörigen Kommentaren und ErklĂ€rungen zum Thema „DDR-Relikte und Sozialismus im Alltag“:



2016 19.
Jun

Eine Frage, die sich bestimmt schon einige ihrer treuen Leser gestellt haben werden. Noch bis Anfang dieses Jahres versorgte sie regelmĂ€ĂŸig ihren Blog mit WochenendeintrĂ€gen und die Bilderausbeute ihres monatlichen Fotoprojektes ließ am Anfang des Folgemonats eigentlich auch nicht lange auf sich warten. Nun zeigt der letzte Blogeintrag sogar schon das Datum 28.5. und das Mai-Projekt „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“ ist ebenfalls ohne Auswertung … aber ich kann euch beruhigen, es geht ihr gut. Der Tag hat eben nur 24 Stunden und das SchlafbedĂŒrfnis samt seiner InaktivitĂ€t möchte davon unverschĂ€mterweise sogar noch den Großteil in Anspruch nehmen. So bleibt fĂŒr Arbeit, Freizeit, Hobby, Mann, Lesen etc. leider immer nur ein sehr kleines Zeitfenster ĂŒbrig, was wiederum sorgsam organisiert sein möchte.

Keine Bange, die regelmĂ€ĂŸige Blog- und Fotoversorgung wird bald von ihr wieder in gewohnter Art und Weise aufgenommen werden. Da sie gerade jetzt auf einer Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin ist und ich als einziger Deutscher dort wahrscheinlich eh nicht viel am GesprĂ€chsverlauf teilnehmen könnte, habe ich mich fĂŒr das HĂŒten des Apartamento OLCA entschieden und versprach ihr, mit diesem Gastbeitrag ihre letzten drei Wochen quasi in Vertretung zusammenzufassen. Ja, es sind tatsĂ€chlich schon wieder drei Wochen ins Land gezogen …

In denen haben wir zum Beispiel das kulturelle Angebot in Dresden mal wieder so richtig ausgenutzt:

  • An den Wochenenden nahmen wir an insgesamt vier Igeltouren teil –> 2 Teile „Niedersedlitzer Orts- und Industriegeschichte(n)“, „Wachwitz – Wo wohnt man schöner?“ und Teil 3 von „Blasewitz begreifen“ … eine im Vorfeld ausgesuchte Tour musste zwischenzeitlich aus ZeitgrĂŒnden sogar ausgelassen werden.

igeltouren

  • An zwei Montagen zog es uns nach der Arbeit in die Innenstadt und ins Kino –> „X-Men – Apocalypse“ (der 6. Teil aller X-Men-Filme, der 3. Teil der „neuen“ Generation … OLCA-Empfehlung: das Thema ist fĂŒr Nicht-Marvel-Fans wohl so langsam ausgelutscht!) und „Money Monster“ mit George Clooney & Julia Roberts (DER ist allerdings wirklich sehr zu empfehlen und hat von Anfang bis Ende eine echt spannende Story!).
  • Beim Besuch der Comödie konnte ich endlich ein weiteres meiner Weihnachtsgeschenke einlösen, denn das Programm „Frau Jahnke hat eingeladen, ma gucken wer kommt“ wurde am 29. Mai aufgefĂŒhrt –> Gerburg Jahnke, den meisten wahrscheinlich eher aus dem Frauenkabarettduo Missfits bekannt, stand mit Frieda Braun, Sarah Bosetti, Katie Freudenschuss (die Frau ist ein Knaller!) und Barbara Kuster auf der BĂŒhne und wer noch am gleichen Abend bzw. am nĂ€chsten Morgen keinen Muskelkater vom vielen Lachen hatte, dem ist einfach gar nicht mehr zu helfen – wir waren total begeistert!

jahnke

  • Vor drei Tagen ist Olga ohne mich, aber dafĂŒr mit „ihrer“ Anna im Theaterhaus Rudi gewesen und hat sich das StĂŒck „Die Heirat“ angesehen. Diese Komödie von Gogol war komplett in russischer Sprache, sodass ich lieber auf dem heimischen Sofa versuchte, der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen die Daumen zu drĂŒcken – naja, ist ja nur fast gelungen, denn beide trennten sich bekanntlich mit einem torlosen Unentschieden.

Jep, die EM 2016 ist zwischenzeitlich ebenfalls gestartet und so manchen Abend haben wir am Fernseher oder Dank stabilem Livestream auch öfters am PC die Vorrundenspiele um 18 und 21 Uhr mitverfolgen können. Letztere hatten fĂŒr Olga im Zusammenspiel mit weichen Kissen und warmer Decke auf dem Sofa immer öfters ab der zweiten Halbzeit die gleiche Wirkung wie SchĂ€fchenzĂ€hlen … leider hat niemand dieses Jahr ein Public-Viewing am Königsufer hinbekommen, wie noch zu den letzten WMs und EMs. Da konnten auch langweilige Spiele bei schöner Kulisse, guter Essensversorgung und netter Unterhaltungen eine richtig tolle Abendveranstaltung sein.

NatĂŒrlich fehlt in dieser AufzĂ€hlung noch Olgas Fotohobby, wo schnell mal ein paar Stunden fĂŒr das Knipsen draufgehen können, aber auch die Nachbearbeitung ist zeitlich nicht ganz zu unterschĂ€tzen. Neben einem Rundgang fĂŒr das Mai-Projekt „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“ durfte sie am 29.5. bei herrlichster Sonntagmorgenstimmung die gesamte Familie Thiele am Elbufer ablichten …

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… und am 4.6. ihre Hupfdohlen vom IDC sowie andere Bekanntschaften aus jenem Musikerkreis beim 2. Freital Irish Folk Festival im Schloß Burgk ĂŒber Stunden fototechnisch begleiten.

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Alleine durch diese drei Fotosessions kamen insgesamt fast 4 GB Daten bzw. 1325 Bilder zusammen, die zumindest alle mal gesichtet werden wollen.

Noch etwas vergessen? Ja, nÀmlich die zahlreichen Treffen der letzten drei Wochen mit Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten.

Nach einer Igeltour in deren Gegend, machten wir noch einen kleinen Zwischenstop bei den Thieles, um die geknipsten Fotos nicht nur zu ĂŒbergeben, sondern auch gleich noch gemeinsam anzuschauen und ein wenig auszuwerten. Auch wenn das Fotografenauge hier und da grobe UnzulĂ€nglichkeiten in SchĂ€rfe und Ausleuchtung entdecken konnte, waren Katrin und Axel von den vielen Fotos unheimlich begeistert – Mission erfĂŒllt! Nebenbei konnten wir an dem Abend von deren Dachterrasse aus noch das erste richtige Unwetter dieser Schlechtwetterperiode ĂŒber Dresden miterleben, denn Regenmassen und Hagelkörner mit bis zu 1 cm Durchmesser waren bis dahin noch nicht bei uns angekommen, wohingegen aus manchen Gebieten Deutschlands schon von Überschwemmungen und VerwĂŒstungen berichtet worden ist.

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Von dem Tag an bis gestern hatte die gesamtdeutsche Regenfront nun aber auch die Landeshauptstadt von Sachsen immer wieder mit Platz- oder Dauerregen heimgesucht, sodass z.B. ein Fahren mit dem Rad von bzw. zur Arbeitsstelle immer wieder zum GlĂŒcksspiel wurde. Infolgedessen sind unsere Regenponchos nun auch mal eingeweiht worden und konnten ihr Können unter Beweis stellen.

Am Samstag, den 11.6., musste Olga gleich mehrere Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen aus Kartenhauszeiten unterbringen. Gegen 9 Uhr trafen wir uns mit zwei ehemaligen ihrer Zulieferer zu einem FrĂŒhstĂŒcksbuffet im „L’Art de Vie“, wo bis 14 Uhr nach Herzenslust geschlemmt und gequatscht werden durfte. Und schon am Nachmittag ging Olga dann alleine mit einer weiteren, damaligen Kundin Richtung Schillerplatz und tauschte sich mit dieser bis in die spĂ€ten Abendstunden aus, wĂ€hrend ich versprach, weiter an der heimischen To-Do-Liste zu schrauben.

Schon gleich am darauffolgenden Tag stand der nĂ€chste Besuch auf der Matte des Apartamento OLCA, denn mit Andrea und Karl war nach unserer Igeltour durch Blasewitz ein nachmittĂ€gliches Geburtstagskuchenessen aufgrund des 23. Geburtstages der Großen einberaumt worden.

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In dem Zuge konnten die Kinder auch gleich noch die Fotos von ihrem Urlaubstrip nach Graz, Wien, Salzburg, Innsbruck und MĂŒnchen zeigen und so manche Geschichte ĂŒber getroffene Freunde und erlebte Abenteuer erzĂ€hlen.

Ein Treffen habe ich noch! Letzten Montag verabredete sich Olga mit einer russischsprachigen Arbeitskollegin im Biergarten „El Horst“, wo sie zum GlĂŒck vor dem einen oder anderen Schauer unter die Überdachung schlĂŒpften und sich bei Bierchen und Weinchen u.a. ĂŒber die (sozialistische) Vergangenheit, die schönen und weniger erfreulichen Erlebnisse bei der EinbĂŒrgerung sowie die aktuellen Dinge des Alltags und im Uniklinikum austauschen konnten.

Endlich fast am Ende der AufzĂ€hlung angekommen, bleibt mir nun noch, den gestrigen Tag zu erwĂ€hnen, der uns beide derzeit im wahrsten Sinne des Wortes so richtig in den Knochen bzw. den Muskeln steckt. Über die Fitnessbude unseres Arbeitgebers haben wir uns fĂŒr jenen Morgen zu einem zweistĂŒndigen Wakeboard-Schnupperkurs in der Kiesgrube Leuben angemeldet.

ZunĂ€chst konnten wir beide unser GlĂŒck beim Wakeboarden versuchen, was uns allerdings nach einer Stunde leider immer noch nicht besser gelingen sollte, als dass wir von der Seilmaschine so ungefĂ€hr 10 m ĂŒber das Wasser geschleift wurden, wĂ€hrend sich das Wakeboard schon bereits kurz nach dem Start in der NĂ€he des Steges verselbststĂ€ndigte.

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Wie fast alle der ein Dutzend NeuanfĂ€nger fehlten uns am Ende die Koordination aller wichtigen Voraussetzungen und die entsprechende Technik fĂŒr einen halbwegs guten Start hinaus auf den See. Also wechselten wir spaßeshalber mal auf Wasserski, doch auch hier gaben wir 45 Minuten lang kein sonderlich gutes Bild ab, nur, dass wir uns einen Tick besser auf den beiden Brettern hielten und nun somit ganze 30 m auf den See hinausgeschleppt wurden, bevor wir endlich aus der Balance geworfen die Zugleine losließen.

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Dennoch hat es uns sehr viel Spaß gemacht und bei nĂ€chster Gelegenheit wĂŒrden wir es gerne noch einmal ausprobieren wollen – diesmal aber gleich auf Skiern statt mit dem Wakeboard. Jedenfalls begannen schon gestern Nachmittag das große Wundenlecken …

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… und der Modus des ganz vorsichtigen Bewegens, um nach Möglichkeit den aufkommenden Muskelkater entgegenzuwirken. Heute ist es an den Oberarmen und dem Oberkörper dann wirklich so schlimm, dass wir derzeit ungewohnt breitarmig, quasi wie Sumoringer, durch die Wohnung stapfen und auch schon ĂŒber das Auslassen des morgigen SYNRG-Trainings in der Fitnessbutze nachdenken, da dessen Übungen derzeit etwas armlastig ausgelegt sind. Einzig die Ruhestellung auf dem Sofa oder im Bett scheinen wĂŒnschenswerte Positionen zu sein – wie mag es Olga da wohl gerade auf der Geburtstagsfeier ergehen? Tanzen wir auf keinen Fall fĂŒr sie drin sein …

So, wer es tatsĂ€chlich bis zum Ende meines Eintrages geschafft hat, wird nun verstehen, warum Olga schlichtweg die Zeit fehlt, um selbst ĂŒber das OLCA-Geschehen zu berichten und aus ihrem Fotofundus eine interessante Zusammenstellung fĂŒr die Leser vorzubereiten. Aber ich kann euch versichern, dass auch viele andere Dinge ihrer liebsten TĂ€tigkeiten derzeit total auf der Strecke bleiben – unsere To-Do-Liste scheint immer grĂ¶ĂŸer statt kleiner zu werden, so sehr wir uns auch bemĂŒhen.

Bitte drĂŒckt uns die Daumen, dass dieser Zustand nicht mehr lange anhĂ€lt. Ein Blick auf den Kalender verrĂ€t Olga und mir, dass der Rest des Monats Juni und der gesamte Juli bislang noch recht unverplant zu sein scheint … mal sehen wie lange das auch so bleiben wird.



2016 28.
Mai

Es wiederholt sich immer wieder aufs Neue – derzeit hat mich das Leben mit seinen interessanten Seiten so stark im Griff, dass ich einfach nicht dazu komme, darĂŒber in diesem Blog zu berichten    zwinker    denn in den vergangenen zwei Wochen habe ich wieder allerhand Schönes und Spannendes erleben dĂŒrfen.

Fangen wir einfach mal mit dem Futter fĂŒr den Kopf an    standard

Da am vorletzten Dienstag die letzte Lesung aller vier Autoren der Phrase4-Gruppe vor der Sommerpause war, ließ ich mich von meinem Schatz direkt nach dem Russisch-Unterricht von der VHS abholen und zur VerĂ€nderbar bringen. Leider habe ich durch meine Unterrichtszeit den Anfang der Veranstaltung und somit zwei neue Geschichten, eine von Sabine Dreßler und eine von Francis Mohr, verpasst. Aber es gab trotzdem noch jede Menge Spannendes, Lustiges und Nachdenkliches zum Hören … nur Carstens Phrase vom April habe ich nicht mehr mitbekommen können:

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Jetzt muss ich genau so wie viele andere Fans dieser LesebĂŒhne bis September warten, bis es mit den immer so tollen Geschichten weiter geht.

Schon einen Tag spĂ€ter lockte das nĂ€chste LesevergnĂŒgen und ging ich zum Deutsch-Russischen Kulturinstitut, um an einem Treffen mit dem schon zu Sowjetzeiten sehr bekannten Krimiautoren Çingiz Abdullayev teilzunehmen. Ich habe zwar nicht alle seiner 194 BĂŒchern gelesen, aber so um die 40 habe ich schon im Laufe der Zeit nach und nach verschlungen    zwinker

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Das Treffen war sehr entspannt und interessant zugleich. Herr Abdullaev ist eine Ă€ußerst charismatische Persönlichkeit und ein sehr guter ErzĂ€hler – das Treffen mit seinen Lesern in Dresden ging lĂ€nger als angekĂŒndigt, aber ich denke, nicht nur ich habe diese ungeplante VerlĂ€ngerung von Herzen genossen.

Doch wir haben uns die ganzen Tagen nicht nur irgendetwas vorlesen lassen. Am letzten Sonntag entdeckten wir dank einer passenden Igel-Tour per pedes viel Neues und GeschichtstrĂ€chtiges ĂŒber unseren benachbarten Stadtteil Blasewitz.

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Unsere Aufmerksamkeit fĂŒr das Schriftliche und Wissenschaftliche im Alltag ging aber noch viel weiter, denn Carsten und ich haben in den vergangenen beiden Wochen einiges unserer Freizeit darauf verwendet, Andreas Bachelorarbeit zum Thema „1812 im kulturellen GedĂ€chtnis der Russen“ aufmerksam durchzulesen und dementsprechend zu korrigieren. 43 DinA4-Seiten reinen Volltext kann man ganz schön unterschĂ€tzen, denn man sitzt schon etliche StĂŒndchen daran … Carsten bevorzugte das gesamte letzte Wochenende dafĂŒr und zĂ€hlte insgesamt ca. 15 Stunden konzentriertes Arbeiten – immer wieder unterbrochen von augenschonenden und zerstreuenden Pausen am PC oder vor dem Fernseher. Unsere Korrekturen wurden dann zusammen mit Andrea am darauffolgenden Montag in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr direkt am Laptop live eingearbeitet – und dabei kamen wir gerade mal auf Seite 32 an. FĂŒr den Rest nahm sie unsere Aufzeichnungen mit in ihre Wohnung und verdonnerte Karl fĂŒr weitere drei Stunden am Dienstagvormittag fĂŒr das EinfĂŒgen unserer Anstriche. Am letzten Donnerstag konnte sie dann endlich ihre gebundene Arbeit mitsamt Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Fußnoten und weiteren Pflichtseiten fristgerecht abgegeben. Nun sind wir auf das Ergebnis gespannt, aber bis es bekannt gegeben wird, dĂŒrften noch einige Wochen ins Land ziehen.

Es war aber immer noch nicht alles, womit mein Kopf sich beschÀftigen durfte, denn am Mittwoch war ich im Rahmen meiner Arbeit bei einem Vortrag von Irina Slot. Diesmal ging es um Interkulturelle Besonderheiten:

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Frau Slot bewies eine sehr lebendige Art, ihren Vortrag zu halten und konnte ihr Publikum immer direkt in den Ablauf mit einbeziehen, indem sie anhand von Beispielen aus dem wahren Leben die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede erklĂ€rte. Auf jeden Fall hat mein Gehirn seitdem einiges zum GrĂŒbeln und sucht auch jetzt noch immer wieder nach weiteren Parallelen aus meinem Alltag fĂŒr jene Kulturdimensionen    lachen

Soviel zum Futter fĂŒr den Kopf    lachen    der Bauch ist in der letzten Zeit ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Am vorletzten Freitag waren Carsten und ich mit den beiden Arbeitskollegen, mit denen ich seit September fĂŒnf Tage die Woche in einem BĂŒro auf engstem Raum zusammen bin, samt ihren Partnern im russischen Restaurant „Odessa“ essen. Das Wetter war total auf unserer Seite und so genossen wir im ruhigen und gemĂŒtlichen Innenhof bzw. GĂ€rtchen des Lokals stundenlang allerhand heimatliche Leckereien, wie z.B. Schaschlik, Pelmeni, Kaviar, Speck, Wodka, Bliny, Zharkoe (Foto) und Kuchen.

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Am Tag darauf war dann Essen in der spanischen Variante angesagt. Schon vor langer Zeit verabredeten wir uns mit Ines und Torsten, dieses Jahr wieder zusammen das DFB-Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern MĂŒnchen zu gucken. Damit die Gastgeber nicht zu viel fĂŒr die Vorbereitung tun mussten, ĂŒbernahmen wir kurzerhand die Versorgung mit Speisen und da wir uns schon einiges an der spanischen Art zu essen abgucken konnten, entschieden wir uns eben fĂŒr deren Futterportfolio aus Tapas, Chorizo, Aioli, Jamon und andere gefĂŒllte Kleingkeiten.

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Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Papas arrugadas (Meersalzkartoffeln) selber gekocht und war vom Ergebnis sehr positiv ĂŒberrascht. Die dazugehörigen Mojos (Dips) hatten wir schon im Februar von unserem Ausflug auf Gran Canaria mitgebracht    lachen    und ich denke, Ines gehört ab jetzt ebenfalls zu AnhĂ€ngern des Tinto de verano, welches ich allerdings nicht mit Gaseosa, sondern wie einst in Torremolinos gesehen, mit Bitter Lemon mache.

Gestern war ich dann noch mit den Arbeitskollegen aus meiner gesamten Abteilung unterwegs, denn eine Kollegin meinte bei der letzten Weihnachtsfeier, dass man sich ja auch mal im Sommer treffen könnte. Also hat bei sich zu Hause eine Gartenparty organisiert, bei der der Wettergott uns zuerst ganz schön geÀrgert hat, denn es regnete fast zwei Stunden in Strömen und ein krÀftiges Gewitter ging hernieder. Aber als sich das Unwetter endlich verzog, konnte der Grill endlich angeworfen werden und es wurde ein richtig schöner und lustiger Abend    standard

Jedenfalls muss ich wieder einmal bekennend zugeben, dass ich mich bei all dem Essen in guter Gesellschaft enorm ĂŒber die Option, Sport in unserem betriebsinternen Fitnessstudio machen zu können, ĂŒber alle Maßen freue, denn sonst bliebe mir wohl jede Leckerei der letzten Tage dauerhaft auf dem Bauch, Oberschenkel oder Pops in Erinnerung. So bleibt es wenigstens halbwegs im Gleichgewicht    zwinker



2016 17.
Mai

Im April habe ich den weisen Spruch meiner Mutter „Schau auf den Boden: Selbst wenn du kein Geld findest, bleibt wenigstens die Nase heil“ außer acht gelassen und meinen Blick Dank des gewĂ€hlten Themas immer wieder nach oben gerichtet. Im Alltag vergisst man diese Blickrichtung leider viel zu oft. Lasst es euch sagen, dass es ĂŒber unseren Köpfen sehr viel Schönes zu sehen gibt    zwinker

Ich nehme euch einfach mal mit auf den Wolkenweg:

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Außerdem entfĂŒhre ich euch nur zu gern auf einen Himmelsplaneten:

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Manchmal sieht das Lichtspiel zwischen Sonne und Wolken auch fast wie die Geburtsstunde einer neuen Galaxie aus:

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Wenn beim Kampf zwischen Licht und Dunkelheit die dunkle Seite gewinnt …

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… kommen ganz viele Tropfen auf unsere Köpfe und Wege nieder:

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Zum GlĂŒck bieten uns weiche SchĂ€fchenwolken immer wieder einen Ausgleich und einen Grund zur Freude, wenn sie vor einem leuchten-blauen Himmel auftauchen:

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Wolken machen sich ĂŒbrigens auch als Fensterbild superschön:

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Ist es euch irgendwann eigentlich aufgefallen, dass ĂŒber unseren Köpfen sich vieles gerne auch mal hinter Wolken versteckt? Hier ein Beispiel fĂŒr das Versteckspiel der Sonne:

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Auf diesem Bild versucht der Mond das Gleiche zu machen:

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Auch ein Regenbogen fĂŒhlt sich hinter den Wolken anscheinend sehr geborgen    zwinker    :

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Vögel dagegen fliegen lieber darunter:

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Und wenn die Sonne am Horizont verschwindet, fĂ€rbt sie die Wolken in sanfte Pastelltöne ein – es sieht wie ein wunderbares Aquarellbild der Natur aus:

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Bei diesem Bild war die Bedeutung des Worts „Wolkendecke“ fĂŒr mich zum ersten Mal so richtig zum Greifen nah:

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Weil ich die Wolken jetzt so richtig ins Herz geschlossen habe, wollte ich gern eine fĂŒr zu Hause haben    zwinker

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Aber sie können sich draußen einfach besser austoben, darum habe ich (leider) immer noch keine zahme Wolke in meiner Wohnung    zwinker    :

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FĂŒr mich hat sich das Monatsprojekt auf jeden Fall sehr gelohnt, denn ich habe so unglaublich viel Schönheit ĂŒber meinem Kopf gesehen! Aber nun bin ich erneut auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet und beschĂ€ftige mich im Mai sehr ausfĂŒhrlich mit den Relikten eines Staates, welchen es seit 1990 nicht mehr gibt. Aber auch hier gibt es viel Spannendes und Interessantes zu finden – das wĂŒrde ich euch in ca. einem Monat sehr gern zeigen wollen    standard



2016 15.
Mai

Schönes Wetter und die damit verbundene Möglichkeit, endlich viel Zeit draußen beim Wandern, Feiern und Reisen zu verbringen, wirkt sich eindeutig negativ auf das regelmĂ€ĂŸige Schreiben von BlogeintrĂ€gen aus    zwinker    da es heute (endlich mal wieder) ein einigermaßen verregneter Tag geworden ist, kann ich hier nunÂ ĂŒber unsere kleine Rundreise berichten, welche wir eigentlich schon vor einer Woche unternommen haben.

Schon lange hatte ich Lust darauf, die berĂŒhmten Kurorte Karlsbad und Marienbad im Nachbarland Tschechien mal mit eigenen Augen zu sehen. Schließlich hat man beim Lesen von Biografien russischer BerĂŒhmtheiten des 19. Jahrhunderts immer wieder diese Namen vernommen. Da sowohl Carsten als auch ich noch ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten hatten, haben wir uns zum langen Wochenende nach dem Herrentag bzw. Christi Himmelfahrt einen freien Freitag gegönnt und fuhren gleich in der FrĂŒh los. Aber weil alle guten Dinge nun einmal drei sind und wir drei Tage (FR, SA & SO) fĂŒr unsere Fahrt eingeplant haben, ergĂ€nzten wir unsere Reiseroute noch um eine etwas außergewöhnliche Destination: Chemnitz. Von der letzten Station erhoffte ich mir einige gute Motive fĂŒr mein Mai-Fotoprojekt mit dem Thema „DDR-Relikte & Sozialismus im Alltag“.

Zuerst fuhren wir aber gen Karlsbad bzw. nach Karlovy Vary, wie das StĂ€dtchen in der Sprache der Einheimischen heißt. Da wir mit unserem Smart unterwegs waren, haben wir nach nicht all zu langer Suche einen kleinen, schönen und sogar kostenlosen Parkplatz gefunden und marschierten entlang des Flusses Tepla in die Stadt hinein:

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Schon bald erreichten wir die vielen Heilbrunnen, fĂŒr die die Stadt und auch die gesamte Gegend hier in Tschechien bekannt ist. Um das Wasser stilecht trinken zu können, habe ich einen ortstypischen Kurbecher mit eingebautem Trinkhalm (wir haben einfach Schnabeltasse dazu gesagt) gebraucht … glĂŒcklicherweise entdeckte mein Mann zwischen unzĂ€hligen, meistens sehr kitschigen TrinkgefĂ€ĂŸen auch eine BĂ€rentasse – diese wurde natĂŒrlich sofort gekauft und eingeweiht    lachen

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Über die heilenden GewĂ€sser kann man nur eines sagen: das salzig, krustige Wasser in kalt und auch in warm (auch mehr als 60°C) … *bĂ€h* … ist wirklich reine Geschmackssache    zwinker    aber die Bauten um diese sind schon Ă€ußerst beeindruckend. Vor allen Dingen immer wieder diese langen Kolonnaden, welche zum Teil gleich mehrere Quellen beherbergen:

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Wir wollten uns natĂŒrlich einen allgemeinen Überblick ĂŒber die gesamte Stadt verschaffen. Deshalb stapften wir zum Hirschsprung, eines der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt.  Die Rundumsicht gefiel uns sehr gut und wir fanden sowohl von unten als auch von hier oben, dass die Stadt wirklich ein einzigartiges und luxuriöses Flair hat    zwinker

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Übrigens, die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in Karlsbad ist sehr beeindruckend aufgebaut. In ihrem Inneren habe ich sogar eine Ikone meiner Namensgeberin entdeckt – der Heiligen Olga. Leider war das Fotografieren in der Kirche nicht erlaubt.

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Deshalb kann ich euch nur ein anderes Olga-Heiligenbild zeigen, welches wir am nĂ€chsten Tag an der Außenseite der russisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Wladimirs in Marienbad gesehen haben:

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Allerdings ist die Marienbader Kirche insgesamt etwas kleiner und bescheidener    zwinker

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Doch damit passte sie wunderbar in dieses kleine, beschauliche StĂ€dtchen. FĂŒr mich war Karlsbad sehr herausgeputzt, dagegen ist Marienbad (tschechisch MariĂĄnskĂ© LĂĄzně) richtig klein und kuschelig. Wir haben nach der Ankunft und ZimmerĂŒbernahme am Freitagabend auch hier zunĂ€chst einen Aussichtspunkt in Form eines Steinturmes auf einem HĂŒgel aufgesucht, aber leider konnte man von dem nicht sehr mehr viel von der Stadt selbst sehen, da die BĂ€ume in der Umgebung in den letzten Jahrhunderten doch sehr hoch gewachsen sind. DafĂŒr aber war der Sonnenuntergang soooooo romantisch!

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Auch in Marienbad gab es sehr schöne und große bzw. lange Kolonnaden – hier Impressionen von unserem Rundgang am Samstagvormittag:

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Wenn man durch diese hindurch lief, hatte man auch immer wieder einen schönen Blick zwischen der einzelnen Kolonne nach Draußen:

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NatĂŒrlich wollte ich auch von den heilenden Quellen dieser Stadt einen Schluck „fĂŒr“ statt „auf“ meine Gesundheit trinken, da ich aber meine BĂ€rchentrinktasse gut verpackt im Auto gelassen habe, musste ich auf das natĂŒrlichste GefĂ€ĂŸ der Welt zurĂŒckgreifen    zwinker    :

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Bevor wir das gemĂŒtliche StĂ€dtchen, in dem man einfach nichts anderes tun kann, als sich zu entspannen, verlassen haben, hörten wir uns an der Singenden FontĂ€ne noch zwei Lieder von Celine Dion an, die heute um 11 Uhr auf dem Plan fĂŒr die alle zwei Stunden stattfindenden Musikchoreografie standen:

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Gegen spĂ€ten Mittag kehrten wir zurĂŒck in deutsche Gefilde und steuerten ĂŒber die kostenfreien Autobahnen Chemnitz an. Als ich im Vorfeld vielen Freunden und Bekannten ĂŒber unsere ReiseplĂ€ne erzĂ€hlte, erntete ich meistens einen sehr BEgeisterten Blick, wenn ich die Worte „Karlsbad“ und „Marienbad“ aussprach und am Ende einen ENTgeisterten, als ich „Chemnitz“ erwĂ€hnte    lachen

Erst mit der ErlĂ€uterung meiner FotoplĂ€ne bekam ich das erwartete VerstĂ€ndnis, denn bei der Stadt denkt man doch immer zuerst nur an eines, oder ? Das Wahrzeichen der ehemalig genannten Karl-Marx-Stadt ist natĂŒrlich dieses 7,10 m hohe Denkmal, welches im sĂ€chsischen Volksmund „dor Nischel“ genannt wird:

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Wir fanden die GrĂ¶ĂŸe sehr beeindruckend! Außerdem musste ich der Ironie des Schicksals meinen Tribut zollen, denn eines der bekanntesten Werke von Karl Marx ist nun mal das Buch „Das Kapital“ , welches sich mit einer ausfĂŒhrlichen Analyse ĂŒber die politische Ökonomie und die damit verbundene Kritik gegenĂŒber der kapitalistischen Gesellschaft beschĂ€ftigt … und nun sind in dem GebĂ€ude hinter seinem Denkmal und mit dem mehrstöckig hochen Aufruf „Proletarier aller LĂ€nder vereinigt euch“ (in vier Sprachen !) folgende Ämter beheimatet:

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Wenn das mal nicht Ironie ist … !?!?

Ansonsten ist Chemnitz zwar nicht so stark mit SehenswĂŒrdigkeiten ĂŒberladen, wie z.B. Dresden, dennoch fanden wir das Alte Rathaus und den Marktplatz Ă€ußerst hĂŒbsch:

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Die HĂ€user im Stadtteil Kaßberg (wir machen am Samstagabend einen 3-stĂŒndigen Rundgang durch diese auffĂ€llige Wohngegend) sind aus unserer Sicht ebenfalls absolut sehenswert, insbesondere, wenn man den Jugendstil mag. Hier ist z.B. eine sehr attraktive Fassade mit MĂ€rchenmotiven:

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Dieses WohngebĂ€ude hat zu Recht den Namen KyffhĂ€userburg und ist mit außerordentlich vielen passenden Details ausgestattet:

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Und das ehemalige Wohnhaus vom Schriftsteller Stefan Heym zu sehen, war fĂŒr mich ein persönliches Anliegen    standard

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Wie ihr seht, in jeder Stadt gibt es viele schöne Sachen zu entdecken    standard
Auf jeden Fall waren das drei sehr intensive und sehr interessante Tage und ich kann auf meiner „Must-See-Liste“ nun gleich drei Punkte abstreichen … damit ich natĂŒrlich bald wieder irgendetwas Neues darauf setzen kann    lachen



2016 25.
Apr

Ich habe in Juli 2015 darĂŒber berichtet, dass meine beste Freundin Anna ihren runden Geburtstag gefeiert hat. Da man in unserem Alter    zwinker    eigentlich schon alles an GegenstĂ€nden hat, was man so zu brauchen meint, schenkten Carsten und ich ihr eben den Gutschein fĂŒr einen gemeinsamen Wochenendausflug. Weil Anna bislang noch nie an der Ostsee und somit erst recht nicht auf der Insel RĂŒgen war, haben wir uns nach gemeinsamer Absprache kurzerhand dieses Ziel fĂŒr das Einlösen des Gutscheins auserkoren. Und am vergangenen Wochenende, welches wir durch einen Abbau von Überstunden am Freitag noch um einen weiteren Tag verlĂ€ngern konnten, war es endlich soweit. Ehrlich gesagt, war ich in Bezug auf das Wetter auf der Insel sehr skeptisch, denn fĂŒr mich waren meine beiden bisherigen Versuche, einen schönen Sommerurlaub darauf zu verbringen, total ins (Regen-)Wasser gefallen. Aber fĂŒr meine Anna hat sich die Insel diesmal wettertechnisch wirklich sehr ins Zeug gelegt!

Es war zwar nicht so wahnsinnig warm (wir haben schließlich April !), aber es war sonnig und nur darauf kam es uns letzten Endes auch an. Wir wussten durch Wettervorhersagen, dass es kĂŒhl und zum Teil recht windig sein wĂŒrde und dagegen kann man ja mit passenden Klamotten ziemlich leicht etwas unternehmen    standard

Kaum angekommen, war der Sandstrand in Binz perfekt dafĂŒr, um gleich nach einer langen Fahrt die Schuhe auszuziehen und barfuß auf dem feinen Sand einen entspannten Spaziergang zu machen:

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Eine Runde Aperol Spritz im Strandkorb machte danach bei freundlichem Sonnenschein nicht weniger Spaß!

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Wir haben allerdings nicht nur die schönen SandstrĂ€nde in Binz, Sellin und Juliusruh besucht, sondern auch die gefĂŒhlt unendlichen Weiten der Feuersteinfelder in der NĂ€he von Prora:

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Dort haben wir allerhand heißbegehrte, weil glĂŒcksbringende HĂŒhnergötter gefunden:

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Manche Besucher dieser Gegend vor uns waren richtig romantisch-kreativ und sehr geduldig beim Vollenden ihres Werks. Ich hoffe, die Form ist trotz, dass mein Mann und ich darauf sitzen, leicht erkennbar     zwinker

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Anna zog dem kleinen FeuersteingekrĂŒmmel doch lieber etwas grĂ¶ĂŸere Steine am Strand im Norden der Insel vor    lachen

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Jedenfalls gibt dieses Schild unsere GefĂŒhlslage in den vergangenen 3 Tagen bestens wieder:

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Es waren wundervolle Tage, wir hatten wirklich sehr viel Spaß zusammen und weil wir alle drei FrĂŒhaufsteher sind, hatten wir am Ende noch mehr Zeit, um so viel, wie es in solch kurzer Zeit ĂŒberhaupt geht, zu erforschen. Außerdem waren wir außerhalb der Hauptsaison dort und deswegen fanden wir zum Teil nahezu menschenleere StrĂ€nde vor – das war einfach traumhaft! Und so wie es aussieht, hat Anna diese Insel wahrlich in ihr Herz geschlossen und wird vermutlich frĂŒher oder spĂ€ter dort wieder auftauchen, um darauf noch mehr schöne Ecken zu entdecken:

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Ich hoffe und wĂŒnsche, dass ihr dann der Wettergott ebenfalls hold ist, so wie er uns diesmal war!



2016 17.
Apr

Eine genaue Definition von Minimalismus in der Fotografie gibt es eigentlich nicht, denn jeder betrachtet das ein wenig subjektiv. Der Name sagt aber schon aus, dass es bei dem Bild auf „das Wenige“ ankommt. Ich habe deshalb im MĂ€rz verstĂ€rkt versucht, einfach solche Motive in meiner Umgebung zu entdecken, statt selbst passende Bilder zu komponieren. Überraschenderweise konnte ich in der Tat einiges recht schnell finden – wenn man sich mit einem Thema genauer befasst, schĂ€rft man einfach den Blick fĂŒrs Detail. Wie zum Beispiel mein erstes Foto aus dem Wartezimmer beim Zahnarzt, wo fĂŒr die kleinen Patienten auch eine Spielecke eingerichtet ist und eine Playmobil-Giraffe mutterseelenallein auf dem Stuhl abgestellt wurde:

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Und auch sonst sah ich passende Motive am Himmel …

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… im Wasser …

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… und auf der Erde.

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Diese Tischdeko habe ich zum Beispiel keinen Zentimeter bewegt. Sie war schon so positioniert, als ich an dem Tisch saß und auf meinen Kaffee wartete    zwinker

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Diese Komposition fĂ€llt fĂŒr mich persönlich ebenfalls in die Kategorie „Minimalismus“

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FĂŒr mein Projekt mussten nicht nur irgendwelche GegenstĂ€nde herhalten, auch lebendige Objekte hatten keine Chance zu entkommen    zwinker

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Ein unbekannter Hund auf den Elbwiesen hat ein aus meiner Sicht auch ein ziemlich gutes Bild abgegeben:

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Aber unbelebte Objekte kamen mir einfach öfter vor die Linse, wie dieses HÀuschen mit einem roten Dach inmitten laubloser BÀume:

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Eine erfrischend grĂŒne Wiese mit Radspuren passte mir ebenfalls wunderbar ins Konzept:

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Genau so erging es auch einer einsamen Laterne mit einem letzten Schneegruß im MĂ€rz …

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… und einen andere, bei welcher das Licht gerade anging:

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Nun, ich werde mich ab jetzt genau so auf den Weg machen wie diese junge Dame und schon mal verstĂ€rkt Ausschau nach April-Motiven halten – es ist ein Blick gen Himmel gefragt    zwinker

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2016 11.
Apr

In den vergangenen 2 Wochen gab es in meinem Leben jede Menge Highlights. Sie mĂŒssen fĂŒr mich nicht so wahnsinnig riesig sein, denn ich freue mich auch ĂŒber die kleinen Höhepunkte des Lebens von Herzen und will sie natĂŒrlich mit meinen Mitmenschen teilen. Also fangen wir einfach mal damit an    standard

  • Ich habe in einem Blogeintrag im MĂ€rz ĂŒber einen Fernsehauftritt von unserer Kleinen / Stephanie berichtet. Nun kann ich auch mit unserer Großen / Andrea genau so angeben. Sie hat es zwar nicht ins Fernsehen geschafft, dafĂŒr aber ins Radio. Beim MDR gab es neulich einen Beitrag ĂŒber ein ehrenamtliches Projekt namens Rockzipfel. Und weil Andrea diesen Verein seit September letzten Jahres unterstĂŒtzt, kam sie in dem Beitrag sogar zu Wort und wird auch im Text namentlich erwĂ€hnt. Ich bin echt stolz auf meine Große!
    … leider gibt es den Radiomitschnitt nur noch als Datei, denn er ist nicht mehr mit auf der Webseite zu finden.
  • Am 1. April bin ich mit Anna zu einem Konzert der Gruppe Project Pandora in den Club Tante Ju gegangen. FĂŒr mich ist das Besondere an dieser Gruppe, dass den Gesang mein ehemaliger Arbeitskollege, Daniel Zieschang, ĂŒbernommen hat. Ich wusste schon lange, dass er singen kann, nur hatte ich ihn bis dato noch nie auf der BĂŒhne gesehen. Nun kann ich hinter diesem Wunsch auch ein HĂ€kchen setzen    zwinker

Pandora

  • Logischerweise kamen auch einige andere Kollegen von meiner vorherigen Arbeitsstelle dazu, um Daniel und seine Mitstreiter auf der BĂŒhne zu unterstĂŒtzen. Es war ein fröhliches Wiedersehen und natĂŒrlich haben wir die Zeit genutzt, um alles zu bequatschen, was seit meinem Abschied im September letzten Jahres passiert ist. Es war echt schön, euch wieder zu sehen !

Kartenkollegen

  • An einem schönen Mittwochnachmittag sind Andrea und ich zu einem Lagerverkauf von Tranquillo gegangen. Am Ende waren wir beide mit unseren SchnĂ€ppchen so glĂŒcklich, dass wir uns noch einen Kaffee und Kuchen im Elbsalon auf der KönigsbrĂŒcker Straße (gegenĂŒber vom Kino Schauburg) gönnten. Diese LokalitĂ€t hat mich definitiv nicht zum letzten Mal gesehen – das Essen dort fand ich echt lecker und das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis stimmt ebenfalls.
  • Am gleichen Abend trafen Carsten und ich noch seinen Cousin Michael, welcher einer Fortbildung wegen gerade in Dresden weilte. Und da das Wetter so schön war, haben wir zu dritt schon mal die Biergartenzeit fĂŒr uns eröffnet – FĂ€hrgarten Johannstadt sei Dank!

Biergarten

  • Am Dienstag, den 5. April, habe ich meinen neuen Russisch-Kurs angefangen. Die Gruppe ist wie immer gemischt, aber ich denke, wir werden zusammen noch sehr viel Spaß beim Lernen der Vokabeln und Grammatik haben, denn die Leute sind wirklich gut drauf! Nun bin ich bis Ende Juni mal wieder an jedem einzelnen Dienstagabend fĂŒr alle anderen AktivitĂ€ten nicht verfĂŒgbar    zwinker
  • Am Samstag gingen Carsten und ich erneut bei einer Igel-Tour mit und nun wissen wir dank einer FĂŒhrung von Frank Frenzel, wo genau der Kaitzbach entspringt (die Quelle kann man auf dem Foto unten sehen) und wie sein Weg bis zum Mockritzbad verlĂ€uft. Das ist aber nur die HĂ€lfte seines Weges, denn diese Igel-Tour ist zweigeteilt und den letzten Abschnitt haben wir bereits im Juni 2015 absolviert – also vom Mockritzbad ĂŒber den Großen Garten, in welchem alle drei Zierteiche von eben diesem Kaitzbach gespeist werden, bis zur BĂŒrgerwiese. Aber eigentlich ist nicht mal das das eigentliche Ende des Bachlaufs, denn er fĂŒgt sein Wasser zum Abschluss auch noch an der CarolabrĂŒcke der Elbe zu. Er verlĂ€uft dorthin allerdings fast nur noch unterirdisch durch Rohre und ist somit auf seinen letzten Kilometern völlig unerkannt. Damals wie diesmal eine sehr interessante Tour, so dass 3 Stunden und 7 km sehr schnell vorĂŒber gewesen sind    standard

Kaitzbach

  • Wir waren am letzten Samstag zum runden Geburtstag von Torsten eingeladen. Ist schon irgendwie komisch, dass im Freundeskreis die Zahlen der Geburtstage neuerdings mit einer 5 beginnen. Aber diese Zahl sieht man den (meisten) Leuten zum GlĂŒck nicht an    zwinker
    Nochmals alles, alles Liebe zu deinem Ehrentag, lieber Torsten!
  • Last but not least: unsere PlĂŒschtierfamilie hat ziemlich unerwartet Zuwachs bekommen. Drei Wochen lang sind Carsten und ich an dem Schaufenster eines Spielzeugladens in unserer NĂ€he vorbeigetigert bis wir uns eines sehnsĂŒchtig wartenden Tieres erbarmt und es gekauft haben. Und wer denkt, das es mal wieder ein BĂ€r geworden ist, der liegt diesmal total falsch. Wir haben uns einen weiteren Wombat ins Haus geholt    lachen
    So hat der original-australische Wombat, welchen wir 2010 in Hahndorf (bei Adelaide) gekauft und nach Hause eingeschifft haben, nun eine Freundin namens Wombatine an seiner Seite    zwinker    sie ist die dralle Schönheit auf dem Foto links … hat also dickeres und lĂ€ngeres Fell, lĂ€ngere Krallen, ein runderes Gesicht und einen richtig weiblichen Pops – es konnte also nur ein MĂ€del sein    zwinker

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Nun glaube ich, dass ich alles berichtet habe, was ich euch erzÀhlen wollte    standard
War doch schon allerhand, oder? Ich hoffe, eure Tage sind derzeit genau so mit vielen kleinen Highlights gefĂŒllt. Vielleicht erzĂ€hlt ihr mir auch mal bei Gelegenheit davon – ich wĂŒrde mich freuen!



2016 03.
Apr

Mama sagt, dass die Feiertage immer viel zu schnell vorbei sind. Ich glaube, sie hat auch diesmal, wie so oft, Recht. Zum Beispiel habe ich zu Ostern so viel erlebt, dass ich erst den Rest der Woche gebraucht habe, um alles Erlebte in meinem kleinen Kopf zu sortieren – so viel war das!

Meine BĂ€reneltern haben mich nĂ€mlich zu einem Osterspaziergang mitgenommen. Ich dachte zuerst, dass dieser Wegweiser schon die ganze versprochene ÜbĂ€rraschung verderben wird:

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BĂ€renstein ist bestimmt fĂŒr mich und meine BĂ€renkumpels ein Must-See-Ort! AbĂ€r heute war das erst einmal nicht unser Ziel. Wir wanderten los und ich hatte allerhand Hindernisse zu ĂŒbĂ€rstehen:

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Bloss gut, dass die Natur im Wald schon mal ab und an fĂŒr eine passende Sitzgelegenheit fĂŒr mĂŒde BĂ€renfĂŒĂŸe gesorgt hat:

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Mama hat auch gesagt, dass ich ĂŒbĂ€rall schön aufpassen soll, denn es ist Ostern und der Osterhase verliert gern aus seinem prall gefĂŒllten Korb irgendwelche Eier. Und ich habe tatsĂ€chlich eines davon gefunden!

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Ich habe es abÀr nicht sofort verputzt, sondern heimlich in Mamas Tasche untergebracht:

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Ich dachte dann, dass BĂ€rMĂ€rzenbecher auch ein gutes Versteck fĂŒr Ostereier wĂ€ren, aber ich habe leider nur ganz viele weiße BlĂŒmchen gefunden. Da ich so ein kleiner Teddy bin, waren die fĂŒr mich schon fast so undurchdringlich wie ein großer Wald!

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Es hat gedauert, bis ich da wieder rausgekommen bin! Danach fĂŒhlte ich mich echt erschöpft und musste mich in einem Baumwurzelsessel ausruhen:

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Als ich mich in meinem bequemen Sitz umdrehte, habe ich die versprochene ÜbĂ€rraschung gesehen! Meine Ines ist auch zu diesem Spaziergang gekommen! Sie und ich haben dann zusammen geguckt, ob wir hinter den Wolken auch etwas Sonne sehen können, haben aber nichts Helles und Rundes entdecken können, so oft wir das auch versuchten:

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Da haben wir uns liebÀr auf unsere PicknickvorrÀte gefreut:

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NatĂŒrlich sind wir danach Seite an Seite weitergewandert und schon bald habe ich ein verwunschenes MĂ€rchenschloss entdeckt.

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Ines hat mich dann hochgehoben, damit ich dieses klarer sehen konnte:

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Sie sagte, dass dieses Schloss Kuckuckstein heißt. AbĂ€r als wir in das Schloß hineingegangen sind, habe ich dort zwar BĂ€rge von Steine gesehen, aber keinen einzigen Kuckuck! Zum Kuckuck aber auch! DafĂŒr habe ich dort viele anderen Dinge entdeckt. Ich habe einen Drachen mit dem Wappen in den Krallen gesehen:

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Und danach habe ich das Schossgespenst erschreckt:

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In seinem Gewölbe war es so kalt, dass ich mich liebÀr mal zum AufwÀrmen auf einen Ofen setzte!

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Und einen ZaubĂ€rspiegel habe ich in einem der vielen RĂ€ume entdeckt. Ich saß direkt davor, abĂ€r man konnte mich im Spiegel nicht sehen! So eine ZaubĂ€rei!

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Als ich meine Ines wieder gefunden hatte, musste ich ihr natĂŒrlich ĂŒber alles bĂ€richten! Sie hörte mir wie immer sehr aufmerksam zu.

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Sie erzĂ€hlte mir, dass wĂ€hrend ich so viele Entdeckungen machte, sie auch etwas angeschaut hat – ein echtes Frauenzimmer. Das musste sie mir natĂŒrlich auch gleich zeigen:

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Ich habe dann zu Ines gesagt, dass dies kein Zimmer fĂŒr sie wĂ€re. So viel Platz fĂŒr nichts und wieder nichts – das muss doch nur fĂŒr total dicke Frauen gebaut worden sein und heißt bestimmt nur deshalb Frauenzimmer, weil sie mit ihren Ausmassen durch die TĂŒr nicht mehr herausgekommen sind und fĂŒr immer und ewig im Zimmer bleiben mussten! Also nix fĂŒr sie, denn meine Ines ist so schön schlank!

Und da dachte ich, weil sie so schön aussieht, kann sie bestimmt auch zur Feier des Tages mit gutem Gewissen etwas Schoki genießen und deshalb habe ich etwas Buntes fĂŒr sie organisiert:

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Im Gegenzug habe ich von ihr ein StĂŒck vom selbst gebackenen Osterbrot bekommen – das war soooo lecker!

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Ich werde sie mal bei unserem nĂ€chsten ÜbĂ€rraschungstreffen nach dem Rezept fragen. So ein Osterbrot mit Rosinen schmeckt bestimmt auch meinen Eltern sehr gut! Und meine Kumpels sind ja auch echte LeckermĂ€ulchen, sie werden das sicherlich genau so gerne mögen    standard
Nun muss ich bloss noch wissen, wann ich sie wiedersehen kann    verliebt    …



2016 26.
Mrz

Wozu nutzt man in der Regel die Feiertage? Genau, um diverse Sachen zu Ende zu bringen, welche im Alltag immer wieder aufgeschoben waren. So haben auch wir die Osterzeit schon zu Beginn dafĂŒr genutzt, unseren Jahresbericht fĂŒr das Jahr 2015 fertig zu schreiben. Wie immer habe ich schon vor einigen Tagen den ersten Entwurf zusammengeschustert, Carsten hat diesen dann in eine lesbare und verstĂ€ndlichere Form gebracht und die beiden Kinder wurden anschließend als Korrekturleser eingespannt. Nun ist unser persönlicher RĂŒckblick auf das vergangene Jahr auf unserer Seite veröffentlicht und ab jetzt unter dem passenden Klingelknopf zu finden:

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Die OLCAs wĂŒnschen euch viel Spaß beim Lesen    standard

Und wozu nutzt man die Feiertage noch? Genau, um sich mit Freunden zu treffen und auch irgendetwas Neues zu entdecken. Also waren wir gestern mit Ines und Torsten unterwegs. Die beiden haben Carsten und mich zu einer Überraschungswanderung eingeladen. Mit dem Auto fuhren wir zum StĂ€dtchen Liebstadt, um dort eine kleine Wanderung auf dem Walter-Jobst-Lehrpfad zu machen. Unterwegs haben wir sogar ab und an ein paar Schokoeier gefunden:

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Ein Teil der 5,5 km langen Strecke erinnerte uns sehr stark an einen echten Hexenwald aus dem MĂ€rchen: BĂ€ume standen nackt und leblos da, Moos breitete sich auf dem Gestein aus und auch die Tatsache, dass wenn man nicht aufpasste, man schnell vom Pfad abkommen und hinunterrutschen konnte, verlieh diesem Abschnitt etwas RespekteinflĂ¶ĂŸendes:

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Aber es ist alles gutgegangen und spĂ€ter haben unsere EhemĂ€nner, welche natĂŒrlich etwas schneller unterwegs waren als Ines und ich, eine Zeitlang sogar noch eine andere Begleitung auf dem Wanderweg gehabt:

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Die beiden Kinder haben in unseren OrangenhĂ€lften eine ernstzunehmende Konkurrenz bei der Ostereiersuche gesehen und ließen sie nicht aus den Augen bzw. versuchten sich immer wieder an die Spitze abzusetzen. Ihre Familien schlenderten derweil ganz entspannt hinter uns her.

Am Ende des Rundgangs standen wir von einem weiteren Höhepunkt des Tages: Schloss Kuckuckstein

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Ines und Torsten haben uns alle zu einer historischen SchlossfĂŒhrung angemeldet und das war eine echt tolle Idee! Der Geist der ehemaligen Hausherrin, Maria Josepha von Carlowitz, dessen Rolle die Schloßverwalterin Michaela Kirstein absolut bezaubernd ĂŒbernommen hatte, fĂŒhrte uns durch diverse RĂ€ume:

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Ich schĂ€tze, ich bin bei Weitem nicht die Einzige in der Gruppe gewesen, welche ganz viel Mitleid mit unserer SchlossfĂŒhrerin hatte, denn ihre Verkleidung ist an warmen Sommertagen bestimmt wesentlich passender. Die alten GemĂ€uer haben nĂ€mlich noch die eisige WinterkĂ€lte in sich gespeichert, so dass man in einigen RĂ€umen beim Ausatmen Dampfwölkchen aufsteigen gesehen hat. Ich habe meine Nase lieber in meinem Fleeceschal versteckt    zwinker

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Bei diesen Temperaturen wusste man auch nicht so recht, ob man auf so ein schön eingerichtetes Frauenzimmer wirklich neidisch sein möchte, denn lange an diesem wunderschönen Tisch zu sitzen und Tee bei einem Schwatz zu trinken, war bestimmt nicht jederzeit möglich … zumindest nicht in den hauchdĂŒnnen, seidenen Kleidern der Empire-Zeit in der Art, wie sie unsere Schlossherrin getragen hat:

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Es war auf jeden Fall trotz der erfrischenden Temperaturen in den RĂ€umen ein unbeschreiblich schönes Erlebnis! Ich muss einen Besuch auf diesem Schloss auf jeden Fall sehr empfehlen, allerdings kann man das GebĂ€ude nur zu bestimmten AnlĂ€ssen, wie z.B. angekĂŒndigte oder gebuchte FĂŒhrungen, der eigenen Hochzeit (man kann sich auch direkt im Schloss trauen lassen) oder anderen eigenen Feiern besichtigen.

Nach der FĂŒhrung gönnten wir uns noch einen wĂ€rmenden Kaffee und leckeren Kuchen im SchlosscafĂ©. Danach war das von den Walzogs geplante „Programm“ an und fĂŒr sich zu Ende, da wir uns aber noch nicht komplett leergequatscht hatten, kehrten wir etwa um halb vier in deren KĂŒche ein. Verabschiedet haben wir uns letztendlich erst nach vielen interessanten GesprĂ€chen, einem gutem Essen, Wein, Whiskey und viel GelĂ€chter kurz vor Mitternacht. Anne, die Tochter der Beiden hat zwischenzeitlich zwei Osterbrote gebacken und eines davon an uns vier „gespendet“:

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Das war genau so lecker wie es aussieht! Erst als die letzte Rosine aufgegessen war und uns der Blick auf die Uhr verriet, dass es nun doch an der Zeit ist, nach Hause zu fahren, lösten wir unsere Runde auf.

Der gestrige Tag lĂ€sst sich wohl auf SĂ€chsisch am besten beschreiben: Schee war’s    lachen !