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Kommentar:   

 
Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2019 09.
Nov

Wenn wir alle ehrlich sind, dann wird mir gewiss jeder zustimmen, dass man nie zu alt zum Spielen ist. Der Spieltrieb ist eine ganz natĂŒrliches Verlangen, das sieht man sogar bei unseren vierbeinigen Freunden, denn sie spielen zumindest so ziemlich mit allem. Dabei ist es völlig egal, ob es ein FundstĂŒck vom Strand ist …

… oder etwas, was auch die Menschen zum Spielen benutzen:

Wir haben uns im Laufe der Zeit ganz viele Spielarten ausgedacht. Es gibt AktivitÀten, wo man immer jemanden als Partner braucht:

Manche Spielsachen sind aus hartem Holz geschnitzt:

Ich bin zudem bereit zu wetten, dass in so gut wie jedem Haushalt zumindest ein PlĂŒschtier als Mitbewohner zugegen ist:

Die Auswahl solcher Sofa- und Bettgenossen ist heutzutage wirklich riesengroß!

Wir lieben sie dafĂŒr, dass sie uns von Anfang an liebhaben und bei uns bleiben möchten:

Manch ein Teddy muss allerdings etwas lĂ€nger auf eine „Adoption“ warten:

Sie nehmen es dennoch ganz gelassen in Kauf:

Aber die Welt der Spielsachen besteht nicht nur aus Teddys    zwinker    das Schönste an Spielen mit den dazugehörigen Sachen ist nĂ€mlich, dass wir der realen Welt fĂŒr einige Zeit den RĂŒcken kehren können und uns in einer Phantasiewelt wiederfinden. Welches MĂ€dchen, egal in welchem Alter, trĂ€umte nicht  wenigstens einmal davon, eine Prinzessin zu sein und in einem Schloss zu leben?

Die TrĂ€ume der Jungs drehen sich dann schon eher eher um Pferde – anfangs als Ritter, Cowboy oder Indianer und anschließend konzentrieren sie sich eher auf PferdestĂ€rken:

Das Eintauchen in eine andere Welt wird aber auch oft vom Verkleiden begleitet:

Manche von uns verdienen damit sogar ihren Lebensunterhalt:

FĂŒr Spiel und Spaß sorgen zudem zahlreiche Freizeitparks:

Wobei in der Winterzeit eher die Indoor-Attraktionen interessant werden:

Beim Spielen werden alle Register gezogen. Es gibt sowohl fĂŒr unsere HĂ€nde genug zu tun …

… als auch fĂŒr unsere FĂŒĂŸe:

In der moderner Zeit ist die Technik als Spielbegleiter schon lange mit dabei, ob als ein Spielautomat …

… oder als Rechner. Zumindest war das noch so in der Zeit vor den allgegenwĂ€rtigen Smartphones:

Das Spielen auf einem Musikinstrument kann ĂŒbrigens auch sehr lustig sein:

NatĂŒrlich darf man bei diesem Thema Puppen nicht vergessen. Diese gehen jetzt mit der Zeit, so dass jedes Kind fĂŒr sich eine passende Figur finden kann, mit der es sich identifiziert:

Damit man das Leben auch so richtig nachspielen kann, darf bei einem MĂ€dchen natĂŒrlich der mĂ€nnliche Puppen-Part nicht fehlen. Ich bin ĂŒbrigens von seiner Frisur sehr angetan    standard

Beim Spielen mit Puppen oder anderen Figuren, welchen wir dafĂŒr auch mal gerne unsere Stimme leihen, vergisst man oft, dass sie ja gar nicht lebendig sind und schon diskutiert man mit ihnen ĂŒber Benimmregeln:

Wie auch immer es wÀhrend des Spiels zugeht, im Endeffekt ist es nur wichtig, dass alles mit ganz viel Liebe und auch viel Phantasie geschieht:

Ich könnte zu diesem Thema noch ganz lange philosophieren, aber vielleicht haben auch meine Leser etwas dazu beizutragen? Das wĂŒrde mich sehr freuen!    standard



2019 03.
Nov

Ich stelle mal wieder mit Schrecken fest, dass ich mich beim Schreiben hier erneut rar gemacht habe. Nun versuche ich euch mal ganz schnell in all das einzuweihen, was Carsten und ich in den letzten Tagen so erleben konnten.

Vor genau zwei Wochen beschlossen wir beide, einen schon etwas lĂ€nger an unserer Pinnwand hĂ€ngenden Gutschein einzulösen. Diesen hatte ich schon vor knapp einem Jahr von Lisa und Kathrin als Dankeschön fĂŒr meine Russisch-Nachhilfe erhalten. Jetzt waren wir reif dafĂŒr, mal wieder so richtig schön brunchen zu gehen und da kam uns dieses Geschenk von den beiden MĂ€dels natĂŒrlich gerade recht. Wir haben bislang noch nie im Rosengarten gegessen und waren dementsprechend sehr gespannt. Trotz Nieselregens entschieden wir uns vom Apartamento OLCA bis dort zu Fuß zu gehen, denn wir konnten auf der AltstĂ€dter Seite gemĂŒtlich entlang der Elbe schlendern, einen Blick auf den heute stattfindenden Flohmarkt werfen, musste dann nur noch den Fluß via AlbertbrĂŒcke ĂŒberqueren und liefen sogar erst noch durch den fĂŒr dieses Lokal namensgebenden Rosengarten. Es gab auch noch vereinzelt ein paar BlĂŒtenstĂ€nde …

Die gesamte Umgebung machte selbst bei diesem etwas ungemĂŒtlichen Herbstwetter einen sehr netten Eindruck als man auf das Restaurant zuging:

Das Ganze sieht im Sommer bestimmt noch sehr viel besser aus! Nur den Gedanken, eventuell draußen sitzen zu können, haben wir Ă€ußerst schnell verworfen:

Im Herbst bleibt man doch lieber in ĂŒberdachten und beheizten RĂ€umen sitzen, um das melancholisch anmutende Wetter nur durch ein schĂŒtzendes Fenster zu beobachten. Der Brunch richtete sich ganz nach italienischem Geschmack und auch die Musik, welche im Hintergrund lief, kam aus Italien: Eros Ramazotti schmachtete mehrere Lieder lang aus den Lautsprechern. Wir fanden das Angebot auf dem Buffet sehr ansprechend, das Personal sehr entspannt und hilfsbereit und haben unsere Zeit mit mehrgĂ€ngigem Herumnaschen zusammen mit Reden ĂŒber alles mögliche, was uns gerade durch den Kopf ging, sehr genossen.

In die große Uhr ĂŒber dem Buffet haben wir uns auch verliebt, denn wir beide finden, dass diese auf der Klinkerwand einfach spitzenmĂ€ĂŸig aussieht! WĂŒrden wir sofort kaufen wollen, aber uns fehlt einfach eine entsprechende Wand dafĂŒr …

An dieser Stelle nochmals ein riesengroßes Dankeschön an Kathrin und Lisa – ohne euch hĂ€tten wir dieses Kleinod der Dresdner Gastronomie höchstwahrscheinlich nie entdeckt!

Als wir dann mit vollen BĂ€uchen durch den Rosengarten zurĂŒck zur Innenstadt liefen, entdeckten wir durch Zufall noch etwas ganz Besonderes!

Dieser BĂ€r von Rudolf Löhner ist wirklich zum Schreien liebenswĂŒrdig!

Wir gingen nach dem Essen ĂŒbrigens nicht nach Hause, sondern mal wieder zu einer Igeltour. Diesmal war es eine FĂŒhrung, welche durch die Innenstadt fĂŒhrte und das Thema „Der 9. November – (K)ein deutscher Schicksalstag in Dresden?“ behandelte. Gemeint sind natĂŒrlich die Jahre 1918 (Novemberrevolution), 1938 (Brand der Synagoge) und natĂŒrlich 1989 (Wende).  Wir konnten mal wieder einiges aus einem anderen Blickwinkel sehen und nun habe ich auch eine genaue Vorstellung darĂŒber, wie die Dresdner Synagoge vor dem Brand aussah und was dabei passierte. Das neu errichtete NachfolgegebĂ€ude fand ich noch nie sonderlich hĂŒbsch – es erinnert mich eher an eine Burg mit Schießscharten. Jetzt kenne ich sogar auch das alte Aussehen und finde die neue Version bei weitem nicht so attraktiv wie das ursprĂŒngliche Werk von Gottfried Semper – Architekt der berĂŒhmten Semperoper:

Am darauffolgenden Sonntag war das Wetter wesentlich besser und wir folgten nur allzu gern einer Einladung von Kerstin, mit ihr und ein paar ihrer Freunde durch den Rabenauer Grund zu wandern.

Dies war nicht unsere erste Laufrunde in dieser Gegend, denn wir waren schon einmal mit Ines und Torsten dort unterwegs und ein weiteres Mal zu einer gefĂŒhrten Wanderung mit einem Trainer aus dem Fitnessstudios unseres Arbeitgebers. Aber selbst bei diesem dritten Mal entdeckten wir wieder etwas komplett Neues, wie zum Beispiel die Somsdorfer Klamm (steil bergauf) und die Himmelsleiter (steil bergab) … beides war obgleich der vielen Stufen und der rutschigen BlĂ€tter definitiv nicht meine Lieblingsabschnitte dieser Ganztagswanderung! Ich liebe eben ein entspanntes Laufen und Umhergucken, doch diese beiden Strecken erforderten jegliche Aufmerksamkeit und große Konzentration von einem. Ansonsten war es ein wunderschöner, sonniger Herbsttag und man hatte viele netten Menschen um sich, mit den man ĂŒber Gott und die Welt plaudern konnte.

Jetzt, wo wir schon mal im Entdeckermodus waren, trauten wir uns gerne an die nĂ€chste neue Erfahrung: Ich war schon mal vor 2 Jahren zu einem GeschĂ€ftsessen im vegetarischen Restaurant „brennNessel“ und damals sehr von der gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re und den leckeren Gerichten angetan. Schon damals konnte ich mit meiner SchwĂ€rmerei auch Carstens Neugier wecken, aber als spontaner Besucher hat man so gut wie nie eine Chance, einen Tisch zu bekommen und wir hatten es leider immer wieder verpasst, vorab zu reservieren. Also planten wir unseren Besuch nun sehr zeitig und bekamen auch erfolgreich einen Tisch am Dienstagabend. Der Laden war tatsĂ€chlich auch an dem Tag (mitten in der Woche!) rappelvoll! Das Essen schmeckte erneut superlecker. Ich hatte einen Polenta-Spinat-Auflauf und dies war Carstens SpĂ€tzle-Lauch-Zucchini-Auflauf mit Brie:

Auch wenn das fĂŒr die meisten unserer Freunde und Bekannte völlig unglaubwĂŒrdig klingt, aber mein Mann fand das vegetarische Essen tatsĂ€chlich sehr lecker und hat alles ganz brav aufgegessen! Danach kehrten wir noch bei McDonalds ein … nein, Scherz!    zwinker

Der Abend des darauffolgenden Mittwochs nĂ€hrte mich mit geistiger Nahrung, denn in der Dresdner Hauptbibliothek wurde das neue Buch der inzwischen sehr angesagten russischen Autorin Gusel Jachina vorgestellt und ich bin Anna sehr dankbar, dass sie an mich gedacht und mich mitgenommen hat. Ich habe mal von einer Freundin ihr erstes Buch als Geschenk bekommen – natĂŒrlich in der Originalsprache. Dieses Buch ist inzwischen in 34 Sprachen ĂŒbersetzt: auf deutsch „Suleika öffnet die Augen“ . Wer ernste Literatur mag und keine Probleme damit hat, sich mit dem traurigen Kapitel der russischen Geschichte zur Zeit Stalins zu befassen, dem kann ich das Buch nur wĂ€rmstens empfehlen! Ich konnte es beim Lesen einfach nicht zur Seite legen! Diesmal wurde ihr neues Buch „Wolgakinder“ vorgestellt. Es geht darin um die Geschichte der deutschen Familien, welche einst einer Einladung Katharina der Großen folgten, sich an der Wolga ansiedelten und nun den Wirrungen und Katastrophen der Zeiten nach der Oktoberrevolution ausgeliefert waren. Leider wurde es vor Ort nur in deutscher Übersetzung verkauft. Zum GlĂŒck hat die Autorin auch mitgebrachte BĂŒcher signiert:

Das neue Buch habe ich mir nun in russischer Sprache ĂŒber einen Online-Buchversand bestellt, es ist gerade geliefert worden. Ich schĂ€tze, dass ich fĂŒr die knapp 490 Seiten auch diesmal nicht zu viel Zeit benötigen werde, weil ich es hintereinander weg lesen will.

Zum Thema BĂŒcher und Neuentdeckungen habe ich noch etwas anderes zu erzĂ€hlen. Ich stöberte mal wieder dem Bioladen an der UKD und enteckte dabei neben vielen sehr leckeren Sachen auch einen Jahresplaner von Matabooks: diese werden aus Graspapier gefertigt und ich fand sie nicht nur wegen des Materials und der Haptik oder auch weil es ein Unternehmen aus Dresden ist, echt klasse:

Der Jahresplaner mit dem Elefanten auf dem Buchdeckel wurde von Sophie Thiele, der Tochter von ganz lieben Freunden, gestaltet und unsere ganze Familie ist schon seit Jahren ein echter Bewunderer ihres Talents! Wir durften schließlich auch schon ihre großflĂ€chigeren Werke bestaunen und haben bei so manchem Besuch auch den Schritt der Entstehung gesehen. NatĂŒrlich habe ich gleich zwei Kalender mitgenommen – Weihnachten ist ja schließlich nicht mehr weit und unsere Kinder freuen sich schon    zwinker

Den Reformationstag, welcher mittlerweile gleichzeitig auch als Halloween Einzug in die deutsche Kultur hĂ€lt, haben Carsten und ich diesmal nicht in den eigenen vier WĂ€nden verbracht und wir konnten somit auch keine SĂŒĂŸigkeiten verteilen. Ich habe aber stilecht das T-Shirt angezogen, welches ich quasi nur einmal im Jahr trage kann:

Damit ging es fĂŒr uns beide zuerst ins Restaurant „Steak Royal“ , wo der Name natĂŒrlich sehr fĂŒr die vorhandene Essensauswahl steht – Steaks in allen Variationen:

Ich schĂ€tze, nach der modernen Kategorisierung von Essgewohnheiten, kann man uns getrost als „Flexitarier“ bezeichnen, denn einen Begriff fĂŒr die Menschen, welche einfach abwechselnd so ziemlich alles essen, habe ich sonst bislang nicht entdeckt    standard    unsere Steaks (Carsten hatte ein argentinisches Roastbeef mit Fettrand und ich ein argentinisches RinderhĂŒftsteak) waren ĂŒbrigens sehr gut, auf den gewĂŒnschten Punkt gegart und Ă€ußerst lecker!

Nach dem fleischigen Mittagessen gingen wir nach langer Abstinenz mal wieder ins Kino:

Wir haben bis jetzt noch keinen einzigen Terminator-Film verpasst und nun kam eine Woche zuvor Teil Nr. 6 in die deutschen Kinos: „Terminator: Dark Fate“ . Nachdem wir den fĂŒnften Film der Reihe etwas verworren und die Story relativ nichtssagend fanden, hatten wir trotz recht guter Bewertungen, z.B. bei N-JOY („Nette Action mit starken weiblichen Hauptrollen. Leider wird das Rollenbild nicht ganz zu Ende gedacht, dafĂŒr ist der Film aber wirklich sehr witzig, selbstironisch und echt kurzweilig. 4 von 5 Sterne“) nicht allzu hohe Erwartungen gehabt. Um so grĂ¶ĂŸer war die Überraschung ĂŒber eine frische Geschichte, ĂŒber die coolen SprĂŒche, ĂŒber knallige Actionszenen und ĂŒber das Wiedersehen mit (einem deutlich gealterten) Arnold Schwarzenegger und (einer noch Ă€lter und verbraucht wirkenden) Linda Hamilton. Nicht zuletzt fand speziell ich die starken Rolle der Frauen in einem Film wie diesen einfach großartig – die MĂ€nner werden den Film aber auch mögen, da bin ich mir ziemlich sicher. Die ca. 130 Minuten waren viel zu schnell vorbei …

So, nun seid ihr ganz gut ĂŒber unsere letzten Freizeit- und OLCA-AktivitĂ€ten im Bilde. Ich hoffe, ihr genießt wie wir die vielen schönen Seiten dieses Herbstes!



2019 18.
Okt

Wir empfinden BĂŒcher als etwas ganz natĂŒrliches in unserer Umgebung …

… dabei ist es absolut gleich, ob es sich um einen Ratgeber handelt, …

… um ein MĂ€rchen, welches immer wieder unsere Seele berĂŒhrt, …

… oder um ein Gedichtband:

BĂŒcher sind aufgrund ihrer Herkunft mit den BĂ€umen verwandt. Besonders deutlich wird dies bei einer Buche:

Sowohl das eine als auch das andere haben, wie man sich erinnert, jede Menge BlÀtter zu bieten:

Oft genug sind die schĂŒtzenden EinbĂ€nde der BĂŒcher und ebenfalls schĂŒtzende Borke der BĂ€ume sogar farblich kaum voneinander zu unterscheiden:

Beide können ziemlich alt werden. Sehr hĂ€ufig sieht man das wahre Alter sogar mit bloßem Auge. Schicht fĂŒr Schicht offenbart sich das unscheinbare Innere, was einst alles zusammen hielt:

BĂŒcher helfen uns dabei, unseren Blick auf diese Welt abzurunden:

Sie machen sie auch mit ganz einfachen Mitteln mitunter bunter:

Unsere BĂŒcher wecken in uns die Lust, Neues und Unbekanntes in weiter Ferne zunĂ€chst zumindest beim Lesen kennen zu lernen:

Aber sie sorgen auch fĂŒr jede Menge GemĂŒtlichkeit in den eigenen vier WĂ€nden:

Am Anfang ist jedes Buch fĂŒr den Leser ein unbeschriebenes Blatt …

… aber nach und nach erkennen wir das, was sich wirklich darin verbirgt:

BĂŒcher sind fĂŒr uns Orte der Erinnerungen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es um ein gedrucktes Buch geht …

… oder ein handgeschriebenes, wie z.B. ein Poesiealbum:

Ich finde, BĂŒcher sind genau so wichtig fĂŒr unsere seelische Gesundheit wie ein tĂ€glicher Apfel fĂŒr die körperliche ist:

Wer weiss, vielleicht bekommt ihr jetzt Lust, in einem lĂ€ngst angefangenen und noch nicht durchgelesenen Buch das Lesezeichen wieder zu finden und weiter in der LektĂŒre zu schmöckern    standard    ?

Das wĂŒrde mich sehr freuen!



2019 13.
Okt

Es wird langsam zu einer Tradition, dass die Bilder diverser GewĂ€sser unserer Ausflugs- und Urlaubsziele viel schneller online gestellt werden als ein vollstĂ€ndiger Reisebericht – natĂŒrlich ist es auch diesmal nicht anders geworden. In meiner „FĂŒĂŸe im Wasser“-Galerie, die von Carsten immer mit viel Liebe gepflegt wird,  gibt es 23 NeuzugĂ€nge, die nun auch gerne angesehen werden wollen. Um dorthin zu gelangen, soll man einfach hier klicken oder ab dem Klingelbrett auf marvinchen.de diesem Weg folgen –> Olgas Welt / zu meiner 4. Obsession

Die Wassertemperaturen waren in Kanada verstĂ€ndlicherweise ganz anders als die aus dem vergangenen Jahr auf Hawaii und erinnerten mich zudem viel mehr an die schweizer oder die norwegischen Seen und BĂ€che. Gerade in den Bergen merkten meine Zehen und anderen Fußbestandteile, dass das Gletscherwasser ganz schön erfrischend … um nicht zu sagen wahnsinnig kalt … ist.

Carsten traut sich ĂŒbrigens inzwischen zunehmend mehr ans Wasser, aber er behĂ€lt lieber seine FĂŒĂŸe trocken und lĂ€sst dabei auch noch seine Schuhe an – wie hier am Lake Moraine:

Ich bin aber nicht die einzige, welche ihre Tatzen immer gern ins kĂŒhle Nass stellen möchte. Offensichtlich ist die „FĂŒĂŸe im Wasser“-Nachahmergemeinde grĂ¶ĂŸer als man ahnt:

Dieser Wasseranbeter hat mich allerdings ĂŒbertrumpft, denn fĂŒr die nĂ€chste Stufe seiner Begeisterung fĂŒhle ich mich im Gegensatz zu ihm noch nicht bereit    zwinker

Da bleibe ich lieber bei meiner gewohnten Version, verschiedene GewĂ€sser dieser Welt (fuß)hautnah kennenzulernen    standard

Und bevor ich es vergesse zu erwĂ€hnen: Auf einem der in Kanada aufgenommenen Bilder aus der Galerie gibt es sogar ein Foto mit einem Zuschauer des Fotoshootings – erkennt ihr diese Person?



2019 24.
Sep

Den treuen Lesern meines Blogs ist bestimmt schon eine sehr ausgedehnte Schreibpause aufgefallen. Wer uns aber schon lange kennt, wusste wohl, dass dies auch ein Hinweis auf unseren Jahresurlaub sein könnte. Und so war es auch.

Diesmal zog es Carsten und mich allerdings anders als in den vergangenen paar Jahren nicht in die WĂ€rme und an SandstrĂ€nde, denn unser Ziel hieß Kanada. Anfangs hatten wir sogar die Idee, das Land in seiner gesamten Breite innerhalb von vier Wochen, also von der OstkĂŒste an die WestkĂŒste, zu erkunden, aber der Blick auf die Karte und ein kurzes Überschlagen der dortigen Entfernungen (ĂŒber 5000 km) haben uns schnell auf den Boden der RealitĂ€t zurĂŒckgeholt. So malten wir unsere Route nur auf den sĂŒdwestlichen Teil des riesigen Landes auf und haben unsere Eckdaten bzw. das Streckendreieck gefunden: Vancouver – Calgary – Jasper – Vancouver = ca. 2500 km

Uns schwebte schon lange vor, mal auszuprobieren, wie es so ist, mit einem Wohnwagen zu reisen und Kanada schien uns eine sehr gute Gegend fĂŒr eine derartige Erfahrung zu sein. Da man in so einem Wagen auch jede Menge Platz haben kann, luden wir unsere beiden MĂ€dels ein, mitzufahren. Stephanie war sofort dabei, Andrea musste leider ablehnen, da sie zu der Zeit endlich ihre Masterarbeit fertig schreiben wollte (diese hat sie in der Tat am Tag unserer RĂŒckkehr abgegeben) und auch noch eine kleine Reise mit Karl in Aussicht hatte. So wurde es dann eben ein Vater-Mutter-Kind-Urlaub aus (leider) nur drei OLCAs. Ich kann nun sagen, dass das Reisen mit erwachsenen und selbstĂ€ndigen Kindern viel mehr Spaß macht als mit Teenagern    zwinker

Damit wir beim Fahren alle miteinander reden können, haben wir uns fĂŒr die Variante Truck + Fifth Wheel entschieden. Der WohnanhĂ€nger konnte somit auch immer wieder mal am Stellplatz abgekoppelt werden und man war dann eben nur mit dem Auto unterwegs, was uns viel mehr FlexibilitĂ€t beim Erkunden verschiedener Ausflugsziele bot. In Deutschland hat ein LKW in der Regel eine max. LĂ€nge von 12 m … unser Gespann war insgesamt 14,5 m lang! Ich bin aber auch selber mal ein StĂŒck des Weges gefahren und war ĂŒberrascht, dass man den WohnanhĂ€nger auch aufgrund des Aufliegers (auf der LadeflĂ€che des Pickups ist eine Sattelkupplungsplatte montiert – also keine AnhĂ€ngerkupplung, wie bei den hiesigen Varianten) eigentlich nur beim Bremsen, Anfahren und bei Bodenwellen wahrnimmt, denn die Art der AnhĂ€ngung stabilisiert ungemein und der 355 PS starke Motor des Dodge RAM war stark genug, um auch auf bergigen Straßen ohne Probleme in die Höhe und wieder nach unten zu fahren.

Dieses „Haus auf RĂ€dern“ ermöglichte uns nicht nur eine besonders komfortable Art zu campen, da man darin solche Luxus-Goodies wie vollwertige Dusche, WC, Heizung und auch KĂŒche mit Gasherd hatte, sondern auch die Option, sich in aller Ruhe auch die Gegenden anzusehen, wo eben keine B&B- bzw. Übernachtungsangebote vorhanden sind.

In den vier Wochen sind wir mit unserem Truck sogar insgesamt 5005 km gefahren, obwohl bei der Anmietung eigentlich nur 4000 km veranschlagt wurden – 2500 km Entfernung und 1500 km zum Rumfahren. Aber der Wille, so viel wie möglich zu sehen, und die unendlichen Weiten Kanadas sowie der Rocky Mountains haben letztendlich gesiegt.

Am Icefields Parkway kamen wir z.B. so nah an den Athabasca Gletscher, wie es ohne zusĂ€tzliche, kostenpflichtige Tour mit dem Bus oder als eine nicht gerade preiswerte FĂŒhrung möglich war:

NatĂŒrlich haben wir auch jede Menge die fĂŒr Kanada typischen und ĂŒberaus beeindruckenden Berge sowie wundervolle Seen gesehen. Der wohl bekannteste See – Lake Louise – hat uns allerdings weniger begeistert als der unbekanntere Lake Morraine. Die Besuchermenge hier war weitaus kleiner und das tief-tĂŒrkisfarbene Wasser war ein wahrer Augenschmaus!

Den Cobb Lake hatten wir sogar ganz allein fĂŒr uns, da man erst einmal hinfahren und dann vom Parkplatz auch noch 2,7 km durch einen Wald stapfen muss, um diesen in all seiner Pracht sehen zu können. Die Spiegelung darin war postkartenreif! Die Stille, die lediglich durch das gelegentliche PlĂ€tschern beim Herausspringen eines Fisches kurz unterbrochen wurde, war etwas, was man im allgemein bekannten und mitunter sehr hektischen Stadtleben in dieser IntensitĂ€t gar nicht mehr erlebt. Dieser Weg hat sich fĂŒr uns auf jeden Fall sehr gelohnt!

Das Gros der Zeit verbrachten wir in der Natur, aber wir besuchten auch zwei GroßstĂ€dte: Vancouver und Calgary. Die Zeit in Calgary und Umgebung verbrachten wir ĂŒberwiegend mit Ines und ihrer Familie – sie ist eine deutsche Auswanderin, die wir durch IDA (Interessengemeinschaft deutschsprachiger im Ausland) schon vor 18 Jahren kennenlernen durften:

In Vancouver trafen wir uns an unserem ersten Abend auch mit Keiko … sie lernten Carsten und ich letztes Jahr auf Big Island, Hawaii kennen:

Leider war sie am Ende unserer Reise, wo wir noch vier Tage in Vancouver verbrachten, selber in den Staaten unterwegs – so haben wir uns die Stadt auf eigene Faust erschlossen. Die Gegend um den Stanley Park z.B. erkundeten wir auf LeihfahrrĂ€dern. Carsten und ich probierten zum ersten Mal ein Tandem aus … seitdem weiß ich, dass ich das fĂŒr uns nicht haben möchte, denn derjenige, der hinten sitzt, hat ja am Ende gar keine Befugnisse: keinen nutzbaren Lenker, keine eigene Bremse und in unserem Fall auch so gut wie keine Sicht nach vorne. Ich habe zwar immer volles Vertrauen in meinen Mann, aber ich habe auch gern mein Leben selber im Griff   zwinker

Falls jemand wissen möchte, ob wir auch BĂ€ren gesehen haben –> ja, einmal bei voller Fahrt auf dem Highway mit 100 km/h im starken Regen am Waldesrand. Wir konnten mit dem Gespann erst nach 5 km wenden und als wir wieder an der gleichen Stelle waren, war die BĂ€renmutter mit dem Nachwuchs (Stephanie und ich haben ein BĂ€renjunges gesehen, Carsten glaubt zwei erkannt zu haben) schon wieder ins Unterholz verschwunden. DafĂŒr haben wir zahlreiche MinibĂ€ren a.k.a. Eichhörnchen gesehen:

Auch Streifenhörnchen haben sich sehr oft gezeigt und sind ja sooooooo sĂŒĂŸ!

Naja, immerhin haben diese beiden Spezies ebenfalls ein schönes Fell und sind zudem nicht so gefĂ€hrlich wie Meister Petz – vor denen wurde am Ende auch nicht so oft gewarnt     zwinker 

Schon seit letzter Woche Mittwoch gehen Carsten und ich wieder arbeiten und versuchen uns in den (vergleichsweise langweiligen) Alltag einzufinden. Eigentlich klappt alles ganz gut, nur unser WĂ€scheberg, der inzwischen zum GlĂŒck nur noch ein HĂŒgel ist, beleidigt ein wenig meine Hausfrauenseele.

Wenn wir unsere knapp 10.000 Bilder gesichtet haben, erzĂ€hlen wir natĂŒrlich etwas ausfĂŒhrlicher ĂŒber unsere Wege und Erlebnisse aus dem Westen Kanadas. Ich kann außerdem auch schon jetzt und hier verraten, dass es etliche neue Aufnahmen meiner FĂŒĂŸe-im-Wasser-Bildersammlung hinzukommen werden. Aber alles nach und nach – ihr dĂŒrft also auch weiterhin gespannt bleiben   zwinker



2019 11.
Aug

Der Gedanke, sich ganz bewusst auf ein ziemlich einschrĂ€nkendes Thema einzulassen, hat mir von Anfang an ganz gut gefallen. Der SchlĂŒssel zu meinem Fotoprojekt fĂŒr Oktober lag damit sozusagen auf der Hand.

Man musste sich lediglich entscheiden, wie viele davon und welche genau am besten zu den in meinem Kopf herumspukenden Ideen passen.

SchlĂŒssel sind in unserem Leben immer prĂ€sent. Hand aufs Herz – wer hat schon lange einen gesucht, obwohl dieser gut sichtbar direkt vor der Nase hing    zwinker    ?

Gelegentlich verstecken sie sich aber tatsÀchlich an den unerwartetsten Stellen.

Aber der metallische Glanz ist natĂŒrlich oft sehr verrĂ€terisch.

Ab und zu können wir SchlĂŒssel auch so ablegen, dass wir ernsthaft ins GrĂŒbeln kommen, wo diese wohl sein könnten.

Die GrĂ¶ĂŸe spielt dabei gar keine Rolle …

Da ist es besser, wenn man sie gut sichtbar hinlegen kann    zwinker

Gelegentlich muss man sich entscheiden, welcher SchlĂŒssel der passendere fĂŒr die nĂ€chste TĂŒr ist.

Aus Abenteuerromanen hat man gelernt, dass ein SchlĂŒssel samt Karte immer sehr bedeutend ist.

Vielleicht, wenn man alle Hinweise beachtet, findet man am Ende sogar einen richtigen Piratenschatz?

Man muss allerdings dabei immer im Augen behalten, dass diese einĂ€ugige Herrschaften mit ihren Holzbeinen und Papageien auf der Schulter dabei auf jede Menge listige Ideen kommen können. Die Form des SchlĂŒsselbarts muss haargenau passen, um an die SchĂ€tze zu gelangen!

Aber wenn alles gut geht, dann funkeln nicht nur die aufpolierten SchlĂŒssel!

Wenn alle Abenteuer ausgestanden sind, kann man sich getrost zu Ruhe setzen und ein Buch lesen.

Man behĂ€lt gern auch die SchlĂŒssel als Erinnerung bei sich, wenn sie von besondere TĂŒren sind, durch welche man einst gegangen ist. RĂŒckblickend hat man hĂ€ufig einen romantisch-melancholischen Blick auf die Dinge.

Und wenn man das Haus, in dem man glĂŒcklich war, nicht mehr sein Eigen nennen kann, so hilft einem vielleicht ein SchlĂŒssel davon, um sich besser an die schönen alten Zeiten zu erinnern …

Wenn man mit der Vergangenheit abgeschlossen hat, dann kann man seine Aufmerksamkeit auf den nĂ€chsten SchlĂŒssel lenken.

Denn wie sagt man es so schön: Wenn sich eine TĂŒr schließt, öffnet sich eine andere. Und falls nicht, dann ist es immer hilfreich, den passenden SchlĂŒssel zur Hand zu haben   standard



2019 27.
Jul

Ich, Heini, habe jetzt mit Schrecken festgestellt, dass ich schon ganz lange nichts mehr von meinen Erlebnissen bĂ€richtet habe – Vulkanasche auf meinen BĂ€renkopf!

Ich versuche deshalb jetzt in den nĂ€chsten Wochen mal nach und nach von meinen vielen Reisen zu erzĂ€hlen. Der Wille ist jedenfalls da!     zwinker

Meine Mama hat ja schon geschrieben, dass wir im Februar auf Madeira waren.

AbĂ€r sie hat es natĂŒrlich nur aus ihrer Sicht bĂ€richtet … jetzt erzĂ€hle ich mal selbĂ€r, was ich in diesen zwei Wochen auf der Vulkaninsel gemacht habe. Am Anfang dachte ich, dass es ein ruhiger Urlaub wird:

  • ganz gemĂŒtlich im Bett auf dem Zimmer ein bisschen Internetten …

  • einen Blick auf die nĂ€here Umgebung werfen …

  • und vielleicht auch mal am Pool abhĂ€ngen …

AbÀr es dauerte nur ein paar Tage und schon juckte es mir doch gewaltig in den Tatzen! So ruhig die Zeit zu verbringen kann ich liebÀr zu Hause, mit meinen Kumpels. In der Ferne lockt eben das Abenteuer und so machte ich mich auf den Weg, um diese auch hautnah zu erleben:

Ich legte mir fĂŒr mein Vorhaben sogar extra einen echten Wanderstock zu! Der war zwar ein bisschen zu groß, abĂ€r im Laufe der Zeit wurde er von steinigen Wegen und unwegsamen Pfaden ganz gut auf meine GrĂ¶ĂŸe abgeschliffen:

Unterwegs war es ebenfalls immer sehr spannend und es gab so viel zu entdecken! Ich habe den kleinen WasserfĂ€llen beim Tröpfeln zugeschaut …

… aber auch den großen auf ihren langen Wegen von oben nach unten mit Getöse fallen sehen:

Ich gab meinem Drang, auf BĂ€ume zu klettern, nur zu gern nach:

AbÀr auch mit den ganz ganz riesigen StÀmmen habe ich es aufnehmen wollen, doch da bin ich mit meinen kleinen Tatzen nicht sehr hoch gekommen:

Selbst nicht so hochgewachsenen Pflanzen ĂŒbĂ€rraschten mich mit ihren Ausmaßen:

Die Natur dieser Insel ist so nah beieinander – der Himmel und die Erde!

Auf meinen Entdeckungsreisen schob ich mich immer wieder durch die steinigsten EngpĂ€sse …

… suchte nach GeheimgĂ€ngen zu eventuell unerschöpflichen HonigvorrĂ€ten …

… und entdeckte mehr oder weniger zufĂ€llig, dass das Rutschen auf glatten BlĂ€ttern einen enormen Spaß macht:

Manche Höhlen, die ich unterwegs gefunden habe, waren so unfassbar groß! So groß, dass ich mich nicht mal hineintraute. Ich hatte schließlich Bedenken, dass ich den Ausgang nicht mehr erreiche – man konnte den vom Eingang aus auch ĂŒbĂ€rhaupt nicht sehen!

Die BĂ€rge um mich herum waren einfach großartig! Diese hĂŒgeligen Landschaften könnten einem Heini-BĂ€rchen echt den Atem rauben, wenn ich denn welchen hĂ€tte …

Die felsigen KĂŒsten am Rande der Insel mit dem unendlichen Ozean waren auch wunderschön! Man konnte dort ganz lange sitzen und dem Wellenspiel stundenlang zusehen:

Auf meinem Weg begegnete ich auch so manchem Ureinwohnern der Insel – sie waren allerdings nicht sonderlich gesprĂ€chig. Nicht schlimm, denn ich Dummerchen hatte sowie so mein Wörterbuch „BĂ€risch-Portugiesisch / Portugiesisch-BĂ€risch“ vergessen …

Wenn meine Tatzen vom vielen Laufen zu mĂŒde waren, erholte ich mich in einem der vielen weichen und leichten Blumenbetten:

Essen habe ich unterwegs immer problemlos gefunden. Zum GlĂŒck sind BĂ€ren ja Allesfresser! Manchmal habe ich sogar einen ganzen Kohlkopf auf meinem Speiseplan gehabt:

Der liegt abÀr ziemlich schwer im Bauch, dagegen war ein Salat vom Feld schon eine wesentlich leichtere Kost:

Rote Beete gab es gelegentlich auch, abĂ€r bis man diese aus der Erde herausgezogen hat,  ist man ja schon fast verhungert!

Als sĂŒĂŸen Abschluss einer Mahlzeit gab es entweder Orangen, direkt vom Baum …

… oder Bananen, die zwar noch grĂŒn aussahen, aber fĂŒr einen BĂ€rengaumen schon ausreichend SĂŒĂŸe besaßen:

Nur Wasser zum Trinken gab es so gut wie gar nicht in der Wildnis zu finden. Manchmal habe ich dann gleich am frĂŒhen Morgen einfach ein paar Tröpfchen auf einer Pflanze abgestaubt:

Das war abĂ€r immer nur ein Tropfen auf der trockenen BĂ€renzunge … andere Versuche, an eine trinkbare FlĂŒssigkeit ranzukommen, waren auch nicht immer erfolgreich. Diese Flaschen hier waren alle leer …

… und die FĂ€sser leider auch:

Ich wollte dann eben mal einen Rat von der waldÀltesten Pflanze holen und kletterte eifrig auf ihren BlÀttern bis zur Mitte:

Die Farne wollen abĂ€r ihr Millionen Jahre altes ÜbĂ€rlebensgeheimnis mit niemanden teilen und schauten lediglich etwas hochnĂ€sig von oben auf mich herab:

Also war ich gerne bĂ€reit, in die Zivilisation zurĂŒckzukehren. Als eines der ersten HĂ€user habe ich gleich eine GaststĂ€tte entdeckt und freute mich schon wie ein Kamel auf eine Oase:

AbĂ€r egal, wie stark ich klopfte und auf die TĂŒrklinke drĂŒckte, die TĂŒr des Restaurants blieb mir verschlossen. Mein Durst, von dieser vergeblichen Hoffnung noch mehr geweckt, war schlimmer als zuvor. In meiner Verzweifelung schaute ich sogar nach, ob ich in der nĂ€chstliegenden Levada etwas frisches Wasser bekommen könnte:

Es sah nicht gut fĂŒr mich aus … außerdem war meine Nase inzwischen schwerer als mein Bauch und ich fiel in den Kanal hinein. Das Klettern auf den rauen, zementierten WĂ€nden war ganz schön kraftraubend:

Hilfe kam buchstÀblich in letzter Sekunde:

Die rettende Hand von meinem Papa war gerade rechtzeitig zur Stelle! Ab da war alles wieder gut. Ich musste auch nicht mehr selbÀr laufen, was ich nach meinen ganzen Abenteuern sehr entspannend fand:

Ich wurde mit einer superleckeren Pastel de Nata und einem stÀrkenden Kaffee verwöhnt:

Auf unseren weiteren, jetzt wieder gemeinsamen Unternehmungen, ließ ich es mir so richtig gut gehen, denn jetzt war ich wirklich bĂ€reit fĂŒr den chilligen Teil des Urlaubs:

Bei unseren AusflĂŒgen achteten wir wie immer aufeinander. Hier passe ich auf meinen Papa auf, der da ganz weit oben, auf der absoluten Spitze vom Pico Grande steht:

Meiner Mama mit ihrer Kamera in der Hand entgeht ja ohnehin nichts, zumindest nichts, was sie unbedingt als Foto haben möchte    zwinker

Bei der RĂŒckkehr nach Dresden hatten meine Eltern mehr Abenteuer durchzustehen als ich (Mama hat ja bĂ€richtet), denn ich bin in der glĂŒcklichen Lage, bei allen FlĂŒgen und An- bzw. Abreisen einfach schlafen zu dĂŒrfen.

So viel zu meiner Madeira-Geschichte. Es dauert ĂŒbrigens gar nicht mehr lange, dann geht es fĂŒr meine Eltern, mich und Stephanie nach Kanada. Vielleicht kann ich dort mal mit eigenen Knopfaugen die echten (!) und großen Schwarz- oder GrizzlybĂ€ren aus sicherer Entfernung sehen? Ich gebe mir dann auf jeden Fall ganz ganz viel MĂŒhe, meinen ReisebĂ€richt so schnell wie möglich zu schreiben – BĂ€renehrenwort!



2019 20.
Jul

Das Wort Vignette kommt aus dem Französischen und bedeutet Randverzierung. Bei Fotos benutzt man diesen Begriff, um einen Randlichtabfall, also eine Abdunkelung des Fotos von der Mitte zu den RĂ€ndern zu beschreiben. Heutzutage kann man das Dank verschiedener Bildbearbeitungsprogramme schnell nachtrĂ€glich hinzufĂŒgen. Mein Interesse lag aber eher darin, diesen Effekt bereits beim Fotografieren zu erzeugen. Im September, dem Monat in welchem ich dieses Thema eingeplant hatte, waren wir allerdings mehr als die HĂ€lfte des Monats im Urlaub auf Hawaii, daher versuchte ich es unterwegs zunĂ€chst eher mit ganz natĂŒrlichen Mitteln.

Ein strahlendes und farbintensives Motiv war dort zum GlĂŒck so gut wie immer verfĂŒgbar: die Sonne. Wenn sie durch die BlĂ€tter der BĂ€ume schien, hatte ich ja bereits die gewĂŒnschte Wirkung:

Zuhause konnte ich dann meine Vorstellungen, die ich beim Festlegen des Projekts zu Jahresbeginn im Sinn hatte, aufgrund der wenigen Zeit bis zum Monatsende lediglich auf einen einzigen Nachmittag legen.

Ich suchte in meinem Haushalt unterschiedliche Stoffe zusammen,  wie z.B. Papiertaschentuch, Alufolie, Pergamentpapier, Mullbinde, durchsichtige Stofffetzen und einen Gummiring. Alle Hilfsmittel mussten nur so groß sein, dass ich damit mĂŒhelos das Objektiv meiner Kamera abdecken und sie darauf mit dem Gummiring festmachen konnte.

Die Löcher darin hatten eine direkte Auswirkung darauf, wie letzten Endes das Bildmotiv (hierbei habe ich mich fĂŒr fĂŒr eine brennende Kerze entschieden) auf den Betrachter wirkt.

Beispiel Nummer 1 der etwas lÀnglich geratene Durchblick beim Papiertaschentuch:

Die Alufolie hat erwartungsgemĂ€ĂŸ einen ziemlich klaren und dadurch etwas hĂ€rteren Rand erzeugt:

Ich habe danach den Ausschnitt etwas vergrĂ¶ĂŸert und da die Folie dadurch mehr auf den Rand des Bilder verschoben wurde, hat man eben auch mehr von der Kerze gesehen:

Das Butterbrotpapier ließ am Rande leider auch nicht so viel Licht durch, aber ich finde, das gesamte Bild wirkt schon etwas weicher als beim Versuch mit der Alufolie:

Das Schleifenband aus zart grĂŒnen Organza war zu schmal fĂŒr mein Vorhaben, aber ich wolle es trotzdem nutzen. Deshalb habe ich es in drei StĂŒcke geschnitten und mit dem Gummi in Form eines Dreiecks an meinem Objektiv fest gemacht. Mit dem Ergebnis war ich durchaus zufrieden:

Dichtere Stoffe decken natĂŒrlich auch etwas mehr ab. Es spielt dabei allerdings auch noch eine Rolle, ob der Stoff weiß …

… oder schwarz ist:

Wie schon am Anfang gesagt, waren diesmal leider nicht so viele Versuche möglich, da die Zeit fĂŒr meine Ideen am Ende nicht vollstĂ€ndig ausgereicht hat. Ich fĂŒr meinen Teil habe dennoch einige neue Erkenntnisse gewonnen und kann nun auch auf die Schnelle und mit einfachen Mitteln einen weichen Randabfall bei meinen Bildern herzaubern. Vielleicht habt ihr hier ja jetzt auch die eine oder andere Inspiration fĂŒr euch entdeckt?



2019 14.
Jul

In meinem Leben passieren mal wieder jede Menge interessanter Dinge, die mir in dem derzeit recht anstrengendem Arbeitsalltag (aufgrund Urlaubsvertretung) immer wieder Aufwind geben.

Als erstes möchte ich natĂŒrlich davon berichten, was mich ĂŒberhaupt auf diesen etwas ungewöhnlichen Vergleich gebracht hat. Wie letztes Jahr wurde vom Sportstudio unseres Arbeitgebers auch in diesem Sommer als Spezialevent FlĂŒge mit einem Segelflieger angeboten. Zwar ohne Carsten, aber dafĂŒr mit meiner besten Freundin Anna, war ich deshalb erneut mal wieder auf dem Flugplatz des Fliegerclubs in Bronkow … da kannte ich mich also inzwischen schon ein wenig aus.

Anna wollte es diesmal eben auch ausprobieren und zum GlĂŒck hatte sie vorher Geburtstag und somit fiel meine Entscheidung fĂŒr ein geeignetes Geschenk sehr schnell: ein Gutschein fĂŒr zwei FlĂŒge    zwinker
So wie es aussieht, ist sie jetzt wohl ebenfalls (wie wir) auf den Geschmack gekommen    standard

Ich bin natĂŒrlich auch zweimal mit einem erfahrenen Piloten geflogen. Beim ersten Mal hatten wir sehr viel GlĂŒck mit der Thermik und konnten kreisend immer mehr an Höhe gewinnen, beim zweiten Flug hat das leider nicht mehr so geklappt, weshalb es nur eine schnelle Nummer wurde – aber schön war es trotzdem! Die Jungs des Fliegervereins kĂŒmmern sich außerdem immer Ă€ußerst rĂŒhrend um ihre FluggĂ€ste! Nur das Catering an Bord lĂ€ĂŸt bedauerlich sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig    lachen

Im Gegenzug kĂŒmmerten Anna und ich uns dann freiwillig und mit viel Herz um Max … ein schwarzer Hund, den der Pilot Manfred mit zum Flugplatz gebracht hat:

Es war aber auch ein so lieber, der Max … Manfred natĂŒrlich auch    standard

Wir hatten jedenfalls alle einen sehr tollen Freitagnachmittag und damit einen absolut hervorragenden Start ins Wochenende. Und dieses hatte fĂŒr mich noch weitere Highlights im Angebot.

Zum einen konnte ich zwei ganz bezaubernde Models fotografieren, die ein großes Faible fĂŒrs Mittelalter haben – zumindest in Bezug auf die Kleidung. Ich prĂ€sentiere euch an dieser Stelle „Schneeweißchen und Rosenrot“ a.k.a. Romy und Julia:

Es sind sehr viele schöne und lebendige Bilder entstanden. Vielleicht komme ich irgendwann mal zeitlich dazu, hier in meinem Blog in altbekannter Manier eine Geschichte damit zu „basteln“    zwinker
Romy ist allerdings nicht nur vom Mittelalter angetan, sondern hat außerdem noch eine Vorliebe fĂŒr das Universum der Elfen, was man auf diesem Bild sicherlich unschwer erkennen kann:

An dem Wochenende konnten Carsten und ich zudem noch unser Interessen in Bezug auf Dresdner Geschichten auf einen weiteren bislang unbekannten Bereich richten: bei der Igeltour „Dresdens zweite Gartenstadt – die Eigenheimsiedlung in Briesnitz“ . DafĂŒr mussten wir nur ganz in die NĂ€he unseres ehemaligen Wohnsitzes fahren und konnten dort beim Gang durch die Strassen am Rande des Zschonergrundes in die liebevoll erzĂ€hlten Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten eintauchen.

Am Ende dieser Tour haben wir noch einen kleinen Abstecher zur ehemaligen Grundschule unserer Kinder gemacht, da diese quasi auf dem RĂŒckweg lag. Wir waren beide sehr ĂŒberrascht, wie prĂ€chtig sich die 2006 eigenhĂ€ndig von uns als Abschlussgeschenk gepflanzte HĂ€ngebirke inzwischen entwickelt hat:

Hier ist das Vergleichsbild – so sah das Birkchen aus, als es in die karge und steinige Erde am Rande des Schulhofs eingebuddelt wurde:

Was die vergangenen 13 Jahre doch ausmachen, nicht wahr?

Am Montag haben Carsten und ich dann relativ spontan beschlossen, abends mal wieder ins Kino zu gehen.

Wir sahen vor einiger Zeit den Trailer zur Doku „Unsere große kleine Farm“ und diese Vorschau hat uns so neugierig auf den Film gemacht, dass wir gleich die Möglichkeit der Preview genutzt haben – seit dem 11. Juli (Donnerstag) kann man ihn dann ganz regulĂ€r im Kino sehen … sehr wahrscheinlich aber auch nur in ausgewĂ€hlten Programmkinos.

Wir können ihn wirklich sehr empfehlen, denn die darin agierenden Leute, die aus einem unwirtlichen, ausgebeuteten und vernachlĂ€ssigten StĂŒck Land bei Los Angeles im Einklang mit den Gesetzen der Natur ein grĂŒnes und blĂŒhendes Paradies erschaffen haben, erzĂ€hlen ihre Geschichte so persönlich, dass es einen einfach nur berĂŒhren kann. Und die Tiere, welche in diesem Film definitiv den grĂ¶ĂŸten Platz einnehmen, sind einfach nur goldig – wenn auch nicht immer artig    zwinker

Mit meinen Arbeitskolleginnen aus den Patientenaufnahmen habe ich dann am Donnerstag einen sehr schönen Abend im Biergarten „Paul Rackwitz“ verbracht, denn im Alltagsgeschehen kommt man ja eher selten dazu, ausgiebig (ĂŒber private Dinge) zu schwatzen.

Wir verstehen uns alle recht gut und da war ein entspannter Abend zum Schnattern bei einem Bierchen bzw. Weinchen ein schöner Ausklang nach getaner Arbeit. Ich bin an dieser Stelle den Mitarbeitern des Biergartens zudem sehr dankbar, dass sie nach nur einer kurzen Reservierung per Email am Vormittag extra fĂŒr uns zwölf Personen eine große Tafel vorbereitet haben, die wir dann um 18 Uhr ganz fĂŒr uns alleine hatten. In einem Biergarten eher selten, oder nicht?

Dieses Wochenende war wieder nahezu ein sehr ruhiges, denn wir mussten nicht groß raus oder waren zeitlich an irgendetwas gebunden. Carsten hat zwar seinem Arbeitskollegen versprochen, sich von Freitag bis Montag um dessen Stubentiger zu kĂŒmmern …

… aber die jeweils kleinen, ca. 10 min langen SpaziergĂ€nge schoben wir irgendwann mal nachmittags zwischen das allgemein recht große Faulenzen. War aber auch kein großer Akt, denn wir ĂŒbernahmen schon ab und zu mal diesen Dosenöffnerdienst, nur bei den vorherigen FĂŒtterungsbesuchen hat sich die Katze immer nur in einer geschĂŒtzten Ecke hinter der Couch im Wohnzimmer versteckt. Erstaunlicherweise blieb sie jetzt trotz unserer Anwesenheit doch mal auf ihrem Beobachtungsposten:

Man beachte ihre Schwanzposition    zwinker    wir haben uns auf jeden Fall darĂŒber gefreut, dass sie jetzt nicht mehr so verĂ€ngstigt ist. Allerdings konnten wir des Halters Wunsch nicht nachkommen, dem Tier auch noch eine Tablette zu verabreichen, denn so nah ließ sie uns dann doch nicht an sich heran. Wir haben es beim ersten Besuch kurz versucht, aber ihre ZĂ€hne und Krallen sind nicht zu verachten …

Was vergessen? Ach ja, wir bekamen auch mal wieder fĂŒr ein paar Tage Besuch von Stephanie. Diesmal hatte sie allerdings im Vorfeld ihres Dresdenbesuchs ziemlich viele Verabredungen mit ihren Freunden ausgemacht und daher haben wir nicht so oft zusammenhocken können. Aber das holen wir dann wĂ€hrend unseres vierwöchigen Urlaubs in Kanada nach … in etwas mehr als eine Monat ist es nĂ€mlich endlich soweit und wir werden mit ihr 30 Tage in einem Wohnwagen irgendwo zwischen Vancouver und Calgary verbringen.



2019 03.
Jul

Ich habe da noch ein paar „Schreibschulden“ vom letzten Jahr, die ich nun zeitlich eintakten und nach und nach abarbeiten möchte    zwinker

Wenn wir Innerdeutschen (also weitab jeglichen Meeres) vom Strandurlaub reden, dann hat man so gut wie immer einige Vorstellungen darĂŒber, wie ein richtiger Traumstrand auszusehen hat:

Das Wasser muss ein herrliches blau tragen …

Ein immens wichtiger Bestandteil dieser Vorstellung sind auch zahlreiche Kokospalmen …

Man kann die totale Einsamkeit genießen …

SelbstverstĂ€ndlich hat man strahlenden Sonnenschein, wenn man sich am Strand aufhĂ€lt …

Man hat endlich mal Zeit und findet zur seelischen Ruhe …

… oder zur inneren Balance …

Nicht zu vergessen sind die mĂ€rchenhaft schönen SonnenuntergĂ€nge, wenn die rot-gelbe Kugel in dem endlosen GewĂ€sser eintaucht und dabei der ganzen Welt einen goldenen Schimmer verleiht …

Aber entsprechen all diese Vorstellungen ĂŒberhaupt dem, was wir dann an manch einem, seit Langem ersehnten Urlaubstag letzten Endes wirklich vorfinden?

Das Wasser kann bei unbestĂ€ndigem Wetter ziemlich schnell vom zauberhaften Blau in ein matschig wirkendes Grau umschlagen …

Eine einsame Palme trotzt ganz standhaft mit aller Kraft dem peitschenden Regen und den stĂŒrmischen Winden …

Man muss die LiegeflĂ€che und das strandnahe Wasser mit zahlreichen anderen Bade- und Sonnenhungrigen teilen, die sich natĂŒrlich genau in unmittelbarer NĂ€he positionieren …

Es gibt mitunter stĂŒrmische Tage, an welchen auch der Himmel nicht strahlend aussehen mag, sondern sehr mĂŒrrisch dreinschaut …

Sand ist einfach ĂŒberall – in jeder Ritze!!! Eben nicht nur an den FĂŒĂŸen und die Sandkörner kleben felsenfest an all den Körperteilen, die sie erreichen …

… und  fĂŒr sich beansprucht haben …

Der Begriff „Ruhe“ entpuppt sich als enorm dehnbar, denn jeder stellt sich darunter wohl ganz unterschiedliche Sachen vor …

Nur auf den goldenen Schimmer eines Sonnenuntergangs ist so gut wie immer Verlass, selbst wenn ein Wolkenband die Sicht auf die untergehende Sonne verdeckt …

Aber der Strand gehört nicht nur uns Menschen, auch wenn wir das alles gern fĂŒr uns allein beanspruchen möchten …

So bringen wir manche Tiere mit und auch sie haben dabei ganz viel Spaß an einem Strandausflug und frischem, kĂŒhlen Wasser …

Andere wiederum haben allerhand Respekt vor dem lauten Getöse und der GrĂ¶ĂŸe heranrollender Wellen …

Oder manche warten nur noch darauf, diesen, fĂŒr ihr Empfinden ganz furchtbaren, Ort wieder verlassen zu können …

Dagegen fĂŒhlen sich die Lebewesen, welche schon immer zum Strand und Meer gehören, hier selbstverstĂ€ndlich ganz wohl …

Denn hier kann man in der Tat entspannt liegen und Kraft fĂŒr den nĂ€chsten Gang ins Wasser tanken …

Man kann am Strand auch nach Essen suchen …

Dabei stellen sich Krabben als besonders geduldige SpĂ€her heraus …

FĂŒr sie ist es nur wichtig, auf der Nahrungssuche immer so zu tun, dass man die anderen nicht sieht und stets darauf zu achten, dass die eigenen Wege sich nicht mit der Konkurrenz kreuzen …

Kleinere von ihnen sind wahre Meister im Tarnen, denn es ist mitunter gar nicht so leicht, sie auf dem Sand zu entdecken …

Anders ist da eine leuchtend blaue, wie aus Fernost-Kunststoff hergestellt aussehende Portugiesische Galeere – sie ist auf dem hellen Sand definitiv und zum GlĂŒck auf Anhieb sichtbar …

Diese Quallenart scheint aber auch nur fĂŒr uns Menschen eine Gefahr darzustellen, denn diese kleine Krabbe hat sie dagegen zum Fressen gern …

Diese Krabbe scheint gerade eine Umgestaltung ihres Baus vorzunehmen, denn sie rannte immer wieder emsig mit leeren Scheren hinein und kam mit viel Sand heraus …

Auf jeden Fall ist es zweifelsohne immer wieder schön, das ausgefĂŒllte Leben der ursprĂŒnglichen Strandbewohner nĂ€her unter die Lupe zu nehmen und nach einem Strandspaziergang die kleinen und großen Entdeckungen des Tages bei einem Bierchen in einer Strandbar und beim Sonnenuntergang auszutauschen. Auf Euch, ihr Strandlebewesen aller Art!