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Manchmal hat man eben Lust darauf, etwas zu schreiben   ;0)

 
Web|log,  der;  -s,  <engl.>,  meist abgekürzt mit "Blog"
   
Digitales Tagebuch im Internet. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Es ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als "bloggen" bezeichnet.

Quelle: http://www.wikipedia.de    


 
2017 13.
Sep

Hallo, hier ist wieder euer UrlaubĂ€r Heini ! Puh, es war ganz schön harte Arbeit, die Bilder, welche von meiner ErobĂ€rung Amerikas bĂ€richten sollen, auszusuchen. Amerika ist nĂ€mlich riesengroß und da gab es eben auch sehr, sehr viel  zu entdecken und zu erobĂ€rn! Ich musste mich außerdem wirklich sehr anstrengen, denn ich sollte nebenbei weiterhin das Herz von Ines erobĂ€rn – und all das in nur 3 Wochen. Es war obĂ€ranstrengend … abĂ€r gleichzeitig auch obĂ€rschön … und fĂŒr mich auch sehr lehrreich.

Das wichtigste war natĂŒrlich Ines. Mit ihr habe ich endlich sehr viel Zeit verbringen können. Sogar so viel wie noch nie. Wir konnten an manchen Tagen ganz entspannt am Strand spazieren gehen …

… und sie hat mir bei diesen AusflĂŒgen vieles gezeigt und erklĂ€rt:

Dann sind wir mit unserem gaaaaaanz großen Auto …

… auch mal in die BĂ€rge gefahren:

Dort war es abĂ€r auch einmal mit 50 Grad Celsius ganz dolle heiß!

Sich fĂŒr ein Foto auf die nackten Steine zu setzten, ging nur fĂŒr eine ganz kurze Zeit, denn sonst hĂ€tte ich am Pops sehr dunkles Fell bekommen:

Mein Pops hat abĂ€r auch ganz andere Abenteuer auf sich nehmen mĂŒssen. Wir haben unterwegs schöne, kuschelige Teddykakteen entdeckt und ich wollte wissen, ob sie wirklich so weich sind, wie sie aussehen:

Leider nicht … glaubt mir, das weiche Aussehen kann sehr tĂ€uschen, denn als ich von diesem Busch herunterkam, sah mein Hinterteil so aus:

Beim Absteigen bin ich auch kurz mit meiner Nase drangekommen:

Ich werde keinen Kaktussen Kakteen mehr vertrauen, egal wie sie aussehen! ÜbĂ€rhaupt wird der Name Teddy in Amerika sehr oft fĂŒr irgendwelche gar nicht bĂ€rige Dinge verwendet:

Ansonsten spielen BĂ€ren in Amerika und speziell in Kalifornien schon eine große Rolle. Man glaubt offensichtlich sogar dran, dass wir fĂŒr den Honig zustĂ€ndig sind    zwinker

Wenn das die Bienen wĂŒssten! Und Coca-Cola wirbt auch gern mit BĂ€rengesichtern und -tatzen, da musste ich meine Visage und die Tatzen natĂŒrlich genau so herhalten:

Und sie haben echt schöne Flaschen, mit den man bĂ€r die Dame seines Herzens zu einem glĂŒcklichen LĂ€cheln bringen kann:

Dazu habe ich Ines noch dieses BĂŒchlen gezeigt, um anzudeuten, was ich gerne mit ihr machen möchte …

… und schon hatten wir auch ein Bier-Candle-Light-Dinner zusammen    standard

Bloss gut, dass wir uns wĂ€hrend der Reise schon durch so einige Bierchen durchgetestet hatten und somit gut „trainiert“ waren    zwinker

Nach dem Bierchen bei Kerzenlicht gab es auch noch einen Abendspaziergang – sowas ist sehr rrrromantisch, sag ich euch!

Da kommen einem kleinen BĂ€ren schon ganz andere Wunschbilder in den Kopf …

… naja, abĂ€r es kam alles ein wenig anders als gedacht … die Bierchen kosteten ein schönes SĂŒmmchen und ich war irgendwann einfach blank. Meine Eltern um Geld anzubetteln, kam nicht in Frage. Also habe ich es mal am Ted(dy)automaten mit GlĂŒcksspiel versucht:

Leider wollte das GerĂ€t aber immer nur, dass ich irgendeinen Bill „inserte“ … mein Name ist abĂ€r Heini – das Spiel habe ich am Ende wohl irgendwie falsch verstanden:

Jedenfalls wurde ich ganz hochnotpeinlich aus dem Casino hinausgefĂŒhrt, denn noch bin ich keine 21 Jahre und durfte ja gar nicht spielen …

… und dann hat man die Leute auch noch ĂŒbĂ€rall vor mir gewarnt *peinlich*

Da hatte ich ihn direkt vor mir, den großen braunen Haufen …

… abĂ€r ish wollte nicht so leicht aufgeben und beschloss, dass ich mal in mich gehen sollte und um mein Inneres kĂŒmmern mĂŒsste:

Danach war ich auf der Suche nach einem passenden Ort fĂŒr ein Versteck, damit man mich trotz der 5000 Dollar Belohnung nicht findet. Manche RĂŒckzugsorte waren aber etwas zu klein geraten …

… und andere waren kaum zu erreichen, so weit oben lagen sie:

Vor Wut und Scham wĂ€re ich am liebsten 850 m tief in die Erde gekrochen, abĂ€r selbst in dieser tiefgelegenen Gegend gab es keinen passenden Ort fĂŒr mich:

Dort habe ich abĂ€r einen ganz schlauen SchamanenbĂ€r getroffen, der sich mal meine Sorgen angehört hat. Ein GlĂŒck, dass die BĂ€rensprache auf der ganzen Welt die gleiche ist, sonst hĂ€tten wir womöglich noch so ein VerstĂ€ndigungsproblem wie es die Menschen haben! Ihr erinnert euch sicherlich noch gut an die peinliche Situation von Paddington ? Ab der 20. Sekunde …

Er sagte, ich sollte mir von anderen BĂ€ren in Amerika die schönen Seiten in mir zeigen lassen. Mit diesem Gedanken machte ich mich auf den Weg, andere BĂ€ren zu befragen. Ich suchte im Tal des Todes …

… in der SandwĂŒste …

… an der KĂŒste …

… in den BĂ€rgen …

… habe so manche Staatsgrenze ĂŒbĂ€rquert …

… und schwebte in Lebensgefahr ĂŒbĂ€r ganz gefĂ€hrlichen, sehr tiefen AbgrĂŒnden.

Erst als ich wieder grĂŒne Gegenden erreichte,  bin ich innerlich zur Ruhe gekommen:

Dort habe ich tatsÀchlich die BÀren getroffen, die mich einfach mal so in ihre Mitte aufgenommen haben:

Ab da ging es mit mir wieder aufwĂ€rts und das Leben zeigte sich erneut von ihrer sĂŒĂŸen Seite    standard

Bei dieser Aussicht wurde mir bewusst, dass ich so ganz nebenbei ganz viel in Amerika entdeckt und mit meinem Herzen auch erobĂ€rt habe. Danach warf ich einen letzten Blick auf die berĂŒhmte BrĂŒcke, welche zwar Golden Gate heißt, abĂ€r in Wirklichkeit ganz rot mit Wolken obendrauf ist …

… und dachte, dass es nun an der Zeit ist, wieder nach Hause zurĂŒckzukehren, und den Freunden meine ErobĂ€rungen zu zeigen und ĂŒbĂ€r meine Erfahrungen zu bĂ€richten. Was ich hiermit nun ja auch getan habe.

Euer Heini, der ReisebÀr



2017 10.
Sep

Erneut liegt eine sehr intensive und ereignisreiche Woche hinter mir – sowohl auf Arbeit als auch im privaten Umfeld.

Mein Lieblingskollege durfte auf eine lĂ€ngere Dienstreise gehen und ich mutierte zur HĂŒterin und Verteidigerin unseres BĂŒros    lachen    … ich weiß nicht, wie das immer wieder passiert, aber jedes Mal wenn ich allein im BĂŒro bleibe, dann kommen unzĂ€hlige Anfragen aus aller Herren LĂ€nder, die natĂŒrlich alle superdringend sind. Das muss man natĂŒrlich durch tĂ€gliches, telefonisches Nachfragen immer wieder betonen. Und auch persönliche Patientenbesuche direkt im BĂŒro nehmen in solchen Zeiten rapide zu. Aber all das gehört nun mal zu meinem Job und so heißt es fĂŒr mich, stets gemĂ€ĂŸ dem Spruch der Pinguine aus „Madagascar“ zu agieren: „LĂ€cheln und Winken“    standard

Die Woche hatte selbstverstĂ€ndlich auch jede Menge richtig tolle Sachen zu bieten, denn ich kann stolz verkĂŒnden, dass Carsten und ich uns inzwischen fĂŒr ein neues Auto entschieden haben. Und zwar so fest, dass wir bereits am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Kaufvertrag unterschreiben konnten. Wenn jetzt alles nach Plan geht, dann haben wir in ca. drei Wochen die ZĂŒndschlĂŒssel eines Suzuki Vitara 1.6 Allgrip M/T Limited mit Panoramaschiebedach in der Hand – und das sogar mit meinem alten KIA-Kennzeichen von 2011 bis 2014. Auch wenn die Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, wird es ein etwas grĂ¶ĂŸeres Auto fĂŒr uns zwei, denn man nimmt hin und wieder ja gerne auch mal Freunde oder Bekannte mit. Unser SMART Baujahr 2004 wird trotz seines Alters nicht in Zahlung gegeben, sondern als Zweitwagen und OLCA-Spaßmobil weiterhin an unserer Seite bleiben, bis dass der TÜV uns scheidet.

Nach diesem Geldausgeben gönnten wir uns noch ein wenig Kultur und besuchten eine Ausstellung, welche noch bis zum 14. September im Bahnhof Dresden-Neustadt zu besichtigen ist. Sie heißt „Faces behind the Voices“ und ist vom Berliner Fotografen Marco Justus Schöler ins Leben gerufen worden. Er hat zur Abwechslung mal die Leute fotografiert, welche fremdsprachige Filme synchronisieren und dadurch normalerweise nicht fĂŒr den Zuschauer sichtbar sind – somit kennt man die Stimmen zwar aus dem Effeff, aber erkennen wĂŒrde man die sprechende Person auf der Straße nicht. Da Carsten und ich sehr gern Filme sehen, fanden wir es ganz spannend, bei dieser multimedialen Ausstellung die individuellen Vorstellungen dieser insgesamt 30 Personen per Kopfhörer anzuhören und schon dabei versuchen zu erraten, woher wir diese Stimmen kennen. Bei manchen war es relativ einfach, bei anderen wiederum hatten wir bis zur Auflösung nur eine ganz leise Ahnung, wer es denn sein könnte. Und wenn der Sprecher mal Namen aufzĂ€hlte, die auf Anhieb keinem Gesicht zugeordnet werden konnten, so hatte man am Ende auf Knopfdruck noch kleine Bilder des jeweiligen Schauspielers auf einem Tablet angezeigt bekommen. Hier sieht man zum Beispiel das berĂŒhmte Gespann aus der Action-Filmreihe „Fast & Furios“: Martin Kessler ist die deutsche Stimme von Vin Diesel und David Nathan war die von Paul Walker

Wir hatten ganz viel Spaß dabei und eine Stunde bis 90 Minuten (so genau wissen wir das nicht einmal) vergingen beim Anhören, Raten und Bildbetrachten unglaublich schnell    standard

Der Mittwochnachmittag war bei mir schon vor ganz langer Zeit verplant worden. Anna hat mir letztes Jahr zum Geburtstag einen Gutschein von einer Schmuckwerkstatt namens Perlaffaire geschenkt und nun war es an der Zeit, diesen einzulösen. Susanne hatte an diesem Tag ebenfalls noch freie KapazitĂ€ten und kam kurzentschlossen zu unseren Bastelrunde noch dazu. Die Auswahl an Perlen ist dort echt ĂŒberwĂ€ltigend! Sich auf eine Auswahl fĂŒr die eigene Kette zu konzentrieren fiel mir da genauso wie meiner Begleitung unglaublich schwer. Nachdem wir aber jeweils die ersten Perlen gefunden und auf einer Schablone aufgereiht haben, konnten wir uns in unseren Bastelraum zurĂŒckziehen und bei einem (mitgebrachten) Weinchen die bunten FundstĂŒcke arrangieren und auffĂ€deln. Danach haben wir so richtig Blut geleckt, sodass sich Anna sogar noch an Ringen und Ohrringen ausprobiert hat und ich am Ende drei identische Ketten fĂŒr uns alle machte, weil mein Entwurf den MĂ€dels so gut gefallen hat    standard

Übrigens, diese Legebretter, die man auf dem Foto sieht, sind eine ganz große Hilfe beim Zusammensuchen der Perlen fĂŒr das kĂŒnftige Unikat mit persönlicher Note, denn damit kann man sie von Anfang an in die richtige Position bringen und nach Lust und Laune noch austauschen, bevor man mit dem eigentlichen AuffĂ€deln anfĂ€ngt. Der Bastelladen ist alles in allem sehr gemĂŒtlich, die Ladeninhaberin ist eine supernette, sehr hilfsbereite und dabei dennoch nicht aufdringliche Person. FĂŒr uns MĂ€dchen – egal in jedem Alter – ist diese Schmuckwerkstatt ein wahrer Paradies    :)
Nach dem Basteln sind Susanne und ich noch zum Sushi essen in die Altstadt gefahren. Anna musste leider absagen, denn sie war leider in fordernder Begleitung: Leon, ihr vierbeiniger Begleiter, hat unsere Bastelorgie zwar noch ganz geduldig abgewartet, aber danach wollte er noch seine Runde an der Elbe drehen und anschließend nach Hause auf seinen Schlafplatz gehen. Zum Essen kam deshalb noch mein Mann dazu und so haben wir ganz wĂŒrdig das Bergfest der Woche mit japanischen Delikatessen an der Frauenkirche im Restaurant Tamakuchi gefeiert.

Am Donnerstag hatte ich meinen persönlichen Schulanfang: das nĂ€chste VHS-Herbstsemester ging fĂŒr meine SchĂŒler und mich nun wieder los. Überraschenderweise haben sich zu „meinen“ Teilnehmern aus dem vorherigen Halbjahr noch ein paar Neue dazugesellt, also werde ich an den Tagen, an denen alle vollzĂ€hlig im Klassenraum erscheinen, vor insgesamt 12 Russischinteressierten unterrichten dĂŒrfen … und das im 3. Semester! Ich bin erstaunt (normalerweise waren wir dann nur noch zu sechst oder acht) und freue mich sehr ĂŒber diese indirekte WĂŒrdigung. Mein Plan ist es nun, bis Weihnachten das Lehrbuch komplett zu beenden – also genau das letzte Drittel. Ich bin gespannt, wie leicht oder wie schwer sich das Vorhaben umsetzen lĂ€sst    zwinker

Am Freitagnachmittag lief alles wie gewohnt: Nach der Arbeit Döner essen und einkaufen gehen. Nur ein Punkt der Planung hat leider nicht geklappt, denn Andrea wollte ursprĂŒnglich gegen 18 Uhr zu uns stoßen, musste aber absagen, da es ihr nicht so gut ging. Zum GlĂŒck fĂŒhlte sie sich am Samstagvormittag wieder wohl und kam ins Apartamento OLCA. Wir hatten somit gestern und heute ganz viel Zeit zum Quatschen, Bilder gucken, zusammen Kochen und Abwaschen zu dritt    lachen
Ich habe mich außerdem schon vor lĂ€ngerer Zeit als Versuchskaninchen fĂŒr ein Interview mit Andrea ĂŒber meine persönliche Intergrationsgeschichte angeboten – selbst dafĂŒr hatten wir genug Zeit    :)
Im Gegenzug musste mein Kind als Model fĂŒr mein September-Fotoprojekt „Körpersprache“ herhalten. Das hat sie wirklich sehr gut und mit vollstem Körpereinsatz gemacht    verliebt    hier schon ein kleiner Spoiler    zwinker

Sie ist inzwischen wieder bei sich in Chemnitz und ich bereite mich den Restsonntag schon mal mental auf die kommende Woche vor, denn auch in den nĂ€chsten Tagen sind einige interessante Treffen und Unternehmungen eingeplant. Und außerdem soll der Lieblingskollege ab Donnerstag wieder auf Arbeit sein und somit mehr Ruhe einkehren. Es wird also bestimmt wieder eine im positiven Sinne spannende Woche    zwinker



2017 03.
Sep

Ganz unbemerkt, mitten in der Arbeitswoche, verabschiedete sich der kalendarische Sommer bis zum nĂ€chsten Jahr und gab dabei die TĂŒrklinke in die Hand des Herbstes.

Dieser hat nun beschlossen, uns allen gleich von Anfang an zeigen zu mĂŒssen, worauf wir uns die nĂ€chsten Wochen einzustellen haben. Warum ? PĂŒnktlich am 1. September hat es den ganzen lieben Tag durchgĂ€ngig geregnet – so viel wie schon lange nicht mehr in Dresden. Und bereits einen Tag spĂ€ter besserte sich die unberechenbare Jahreszeit schon wieder und wir hatten erneut jede Menge Sonne. Ein stĂ€ndiges Hin und Her, wobei die Temperaturen so langsam immer mehr in den Pulli- und Jackenbereich fallen. Morgens verlasse ich in wĂ€rmender Kleidung das Haus, aber fĂŒr den Nachmittag ist man noch ungewiss, ob es warm wird oder man besser Schirm bzw. Regenponcho mitzunehmen hat.

Da das Wetter am 2. September es aber gut mit uns meinte, nutzten Carsten und ich den Samstagvormittag, um zwei Stubentiger von Carstens Arbeitskollegen zu versorgen, aber dies gleich auch noch mit einem Spaziergang zu verbinden. Das Programm der Katzenpflege beinhaltete wie schon die gesamte Woche das BefĂŒllen von Nass- und Trockenfutter in die entsprechenden NĂ€pfe, das Ausmisten des Katzenklos, etwas Kraulen und natĂŒrlich ein wenig Spielen. Da wir durch diesen Hausbesuch eh gerade in der NĂ€he waren, gingen wir noch zum 24. Geburtstag des Dresdner Backhauses, wo wir uns unter anderem auch mal die Produktionshallen besichtigen durften. An einer Stelle schauten wir unter anderem dem ersten Brotsommelier Tino Gierig beim Stollenmachen auf die Finger – der Teig gehorchte ihm aufs Wort und ließ sich bedingungslos kneten! Im Hof des Backhauses durften wir mit einer BrottĂŒte, welche vor zwei Wochen als Werbung fĂŒr diese Veranstaltung in unserem Briefkasten landete, eine Überraschung abholen: ein kleines KĂŒrbiskernbrot. Das war ja soooo lecker!

Unterwegs haben wir ĂŒbrigens noch ganz zufĂ€llig eine Bekannte von mir getroffen … unsere großen Töchter waren beste Freundinnen im Kindergarten. Andrea wurde allerdings schon ein Jahr eher eingeschult wĂ€hrend Janine noch ein weiteres schulfreies Jahr genießen durfte oder musste. Doch nach unserem damaligen Umzug in einen anderen Dresdner Stadtteil riss die Verbindung irgendwann gĂ€nzlich ab. Nun haben wir uns mal wieder auf den aktuellen Stand des Lebens unserer Kinder gebracht und voller Erstaunen festgestellt, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Zudem bestĂ€tigte sich damit erneut, dass Dresden ein Dorf oder zumindest Provinz sein muss, denn trotz 500.000 Einwohnern trifft man sehr hĂ€ufig Leute, die man von irgendwoher kennt.

Was aber nun die Herbstzeit angeht, scheint diese jetzt gerade mal richtig anzufangen und ich muss gestehen, dass ich mich sogar sehr darauf freue. Ich hoffe, dass ich wieder einen richtig goldenen Herbst erleben darf. Ich freu mich auf den frischen und wĂŒrzigen Geruch der bunten BlĂ€tter. Ich freue mich ĂŒber die Kastanien und weiß ganz genau, dass ich wie jedes Jahr welche einsammeln und voller GlĂŒck und Freude in meinen Jackentaschen nach Hause und ins BĂŒro tragen und dort dekorativ hinlegen werde. Ich freue mich auf den baldigen Überschuss von einheimischen, appetitlich riechenden Äpfel. Ich freue mich auf die pausbackigen, orange leuchtenden KĂŒrbisse und gehe im Geiste schon durch, was ich daraus kochen und backen könnte. Ich freue mich auch darauf, mit gutem Gewissen und nicht mehr mit dem GefĂŒhl, etwas verpasst zu haben, zu Hause bleiben zu dĂŒrfen, um einen Film zu gucken oder ein Buch zu lesen. Aber natĂŒrlich kenne ich auch die Kehrseite der Herbstmedallie: Regen, Dunkelheit und KĂ€lte. Dennoch ĂŒberwiegt bei mir die Vorfreude    standard

Ich wĂŒnsche uns allen eine mĂ€rchenhafte und gemĂŒtliche Herbstzeit!



2017 29.
Aug

Dieses Thema ist eigentlich kaum in all seinen Facetten zu erfassen, denn ob wir Steine wahrnehmen oder nicht, man hat beim genauen Betrachten das GefĂŒhl, unsere gesamte Umgebung besteht aus ihnen.

Wir sind fasziniert von Steinen, ganz gleich ob sie klein und bunt sind …

… oder riesengroß und im majestĂ€tischen Grau gehalten wie der Half Dome in Yosemite Nationalpark …

… ob durch die ununterbrochene Bewegung im fließenden Wasser glatt geschliffen …

… oder in der Trockenheit der heißen WĂŒstenluft zu großen und schroffen Steinhaufen geformt:

Steine und Felsen gaben Menschen schon seit unfassbar langer Zeit Schutz vor Unwettern und Feinden. Aus einer Höhle heraus kann man die Umgebung immer noch ganz gut im Blick behalten, ohne selber aufzufallen:

Wenn die Gedanken in Stein gemeißelt sind, dann ĂŒberleben sie einige Generationen und liefern die Botschaften selbst an die Kindeskinder der Kindeskinder. Schade nur, dass man diese mit dem fehlenden Code nicht mehr richtig entziffern kann:

Wir nutzen Steine, um unsere Wege zu bauen:

NatĂŒrlich bauen wir damit auch seit unzĂ€hligen Jahrhunderten unsere HĂ€user:

Menschen sind aber nicht die Einzigen, welche Steine als einen sicheren Ort zum Leben betrachten. Das wissen auch wesentlich einfachere Lebewesen dieser Erde, wie z.B. Muscheln:

Wenn man sich ein wenig mit den Steinen dieser Erde befasst, kann man von ihnen doch jede Menge lernen. Steine halten einander, solange sie selber die Kraft dafĂŒr haben:

Steine bewegen uns, unsere Blicke nach oben zu richten und nach Höherem zu streben:

Auch wenn die Steine auf den ersten Blick nicht zueinander passen, kann man sie mit einer ruhigen Hand selbst zu einem gut ausbalancierten Turm aufeinanderschichten:

Sie bieten uns den besten Durchblick auf die schönen Stellen unseres Planeten:

Sie erinnern uns daran, dass diese Welt nicht eintönig ist, sondern viele Farben zu bieten hat. Und auch daran, dass wir im Vergleich zu den Bergen und Felsen doch nur ganz kleine Geschöpfe sind (könnt ihr meinen Mann auf diesem Bild erkennen?):

Trotz der sprichwörtlichen HĂ€rte geben Steine auch mal genug nach, damit BĂ€ume auf ihnen ĂŒberleben können:

Und wir geben gern einzelnen Felsen aufgrund ihrer Form einprĂ€gsame und wiedererkennbare Namen, so heißt z.B. dieser Berg im Zion Nationalpark „Checkerboard / Schachbrett“:

Diese Steinformation im Valley of Fire heißt ganz zutreffend „Elephant Rock / Elefantenfelsen“:

Und woran erinnert euch diese Felsenform, welche wir in Joshua Tree National Park gefunden haben?

Wenn ihr an einen SchĂ€del (Skull Rock) gedacht habt, liegt ihr richtig    standard

Auch wenn die Steine fĂŒr sich allein nicht mehr riesengroß wirken, unterschĂ€tzt man diese schnell, denn schaut mal hierher: Der rote Punkt ist ein Auto auf einer Straße, welche wie ein schmaler Strich die steinige Landschaft durchquert:

Meine persönliche Lieblings(stein)formation, welche ich bei diesem Projekt entdeckte, ist die vollkommen mÀrchenhafte Landschaft im Bryce Canyon. Dabei ist dies nur ein kleiner Ausschnitt von jenem Naturschauspiel, aber ich hoffe, es kann euch genau so verzaubern, wie es bei mir der Fall war!

Mit diesem fantastischen Ausblick sind wir nun am Ende meiner Fotosammlung zum Thema „Steiniges“ angekommen. Ich fĂŒr meinen Teil werde ab jetzt bei dem Spruch „Herz aus Stein“ nicht mehr an eine kaltherzige Person denken, sondern mich an die Gedanken erinnern, welche ich gerade mit euch geteilt habe. Und ihr?



2017 27.
Aug

Normalerweise ist fĂŒr mich der Mittwoch ein Bergfest der Arbeitswoche: Man hat bereits zwei Arbeitstage geschafft und hat lediglich nur noch zwei weitere vor sich. In dieser Woche wurde ein einfacher Mittwoch allerdings zu etwas ganz Besonderem. Carsten und ich haben rechtzeitig AntrĂ€ge auf Gleitzeitabbau gestellt und auch genehmigt bekommen, d.h. am letzten Mittwoch mussten wir nicht beim Arbeitgeber erscheinen … es lohnt sich also tatsĂ€chlich auch mal lĂ€nger zu arbeiten, um dadurch etwas mehr vom Leben zu haben    zwinker

Dieser arbeitsfreier Tag war fĂŒr uns beide sehr wichtig, denn noch haben unsere MĂ€dels Semesterferien und sie verabredeten sich, einen kleinen, gemeinsamen Schwesternurlaub in Sachsen und ThĂŒringen zu verbringen. Die letzte Station ihrer Kurzreisen war Chemnitz, Andreas derzeitige „Heimat“. Wir haben die Kinder gefragt, ob wir dazustoßen können, um einen OLCA-Familientag zu machen und beide haben sofort „ja“ gesagt.

Um 9 Uhr saßen wir in unserem Smartie und brachen gen Chemnitz auf. Unserer Treffpunkt war das amerikanische Restaurant „Meyers Diner“ , um dort gemeinsam und ausgiebig zu frĂŒhstĂŒcken. Wir hatten das Restaurant mal zufĂ€llig bei unserem Stadt-Dreisprung im Mai 2016 entdeckt und inzwischen ist unsere ganze Familie richtig begeistert davon. Es stimmt einfach alles: Das Essen ist lecker, die Bedienungen sind immer gut drauf und das Ambiente ist sehr liebe- und humorvoll gestaltet.

Alle Familienmitglieder waren pĂ€rchenweise pĂŒnktlich vor Ort angekommen und schon bald konnten wir beim Quatschen unseren Hunger stillen.

Gut gesĂ€ttigt parkten wir unseren Zweisitzer anschließend vor Andreas Wohnung und stiegen alle in Stephanies „(Zucker-)WĂŒrfelchen“ um … das weiße Auto auf dem obigen FrĂŒhstĂŒcksbild, direkt neben unserem Smart. Die Kinder haben fĂŒr unseren Familientag etwas Spezielles ausgesucht, doch bis dahin mussten wir noch ein wenig fahren: es ging zum Labyrinthehaus im Altenburg. Bereits der Weg dorthin glich einem Labyrinth, denn wir haben unterwegs keine Hinweisschilder am Straßenrand gesehen. Aber wie heißt es so schön: Wer suchet, der findet    standard    … oder wer vorher eine Webseite besuchen und ein Navi bedienen kann, kommt auch an    zwinker

Man merkt, es wird noch eifrig daran gebastelt, aber die vier Labyrinthe (Tinka Tempel, Kongo King, Tiefseelabyrinth und Zauberlabyrinth) im Inneren dieses Hauses sind schon perfekt vorbereitet. Man bekommt am Eingang ein Ticket zum Lochen und muss in den vier Welten insgesamt fĂŒnf versteckte Locher finden, um zu beweisen, dass man alles entdeckt hat. Drinnen ist es ziemlich dunkel, also mussten die Locher in den verwinkelten GĂ€ngen auch mal nur per Abtasten der WĂ€nde gefunden werden. Stephanie hat an diesem Tag bewiesen, dass sie ein richtiges GespĂŒr fĂŒr solche Aufgaben hat, denn sie hat vier der fĂŒnf möglichen ganz allein entdeckt. Lediglich den letzten noch fehlenden fand mehr oder minder per Zufall meine Wenigkeit – ich bin selber ĂŒberrascht, dass ich das geschafft habe    erroeten

Wenn man diese Welten und Labyrinthe erkunden möchte, sollte man keine Angst vor Dunkelheit haben und besser keine kleinen Kinder mit rein nehmen. Aber mit großem Nachwuchs und etwas Geduld macht das echt Spaß    zwinker

An diesem „Fluffy“ (wir haben ihn so aufgrund des mehrköpfigen Hundes aus Harry Potter genannt) sind wir auf der Suche nach dem endgĂŒltigen Ausgang aus den Labyrinthen gefĂŒhlt 1000x vorbeigekommen    standard

Wir erreichten das Ziel zuerst nur mit vier Lochungen und es wurde uns gesagt, dass doch noch eine fehlt – zum GlĂŒck prĂ€zisierte die nette Dame an der Kasse aber den Stempelort („Sucht mal bei der Mumie im Tinka Tempel“) , sodass wir wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt hatten. Göttlich waren aber wohl unsere Gesichter mit der aus allen MĂŒndern gleichzeitig gestellten Frage: „Mumie?!?!?“. Also stĂŒrmten wir noch einmal die TĂŒr zu den Labyrinthen und kamen nach weiteren 20 Minuten Suche endlich mit vollstĂ€ndig gelochten Karten durch die TĂŒr „Zauberer“ heraus. DafĂŒr durfte sich dann jeder von uns als Belohnung etwas SĂŒĂŸes aus der großen Kiste nehmen.

Nachdem wir so knapp eineinhalb Stunden in den dunklen RĂ€umen verbrachten, freuten wir uns auf den sonnigen Tag im Freien. Der Spielplatz vor dem Haus, welcher an Wochenenden und in den Ferien garantiert gut besucht wird, war nun mitten in der Woche menschenleer. Das haben wir natĂŒrlich ein wenig fĂŒr uns ausgenutzt    zwinker    Andrea fĂ€hrt einmal mit der Seilbahn …

… Carsten und Stephanie drehten mehrere Runden im hölzernen Hamsterrad, wĂ€hrend ich lieber die große und gemĂŒtliche Liegeschaukel zu meinem Entspannungsplatz erklĂ€rt habe. Ich blieb so lange darin, bis von ganz allein aufhörte zu schaukeln    zwinker

Bloß gut, dass Carsten mich vorher ganz fleißig und hoch angeschubst hat    standard

Da er dafĂŒr bestimmt ganz viel Kraft aufwenden musste, hat er sich seinen „Mission Impossible Burger!?!“ ganz ehrlich verdient. Und ja, wir waren auch zum Abendessen wieder im Meyers Diner gelandet    lachen-xxl

Wir MĂ€dels waren zwar etwas zurĂŒckhaltender bei der Wahl der PortionsgrĂ¶ĂŸen unserer Gerichte, aber es war auch diesmal bei allen superlecker!

Alles in allem ein wirklich schöner, lustiger und kuscheliger Familientag und es fiel uns wie immer, ein wenig schwer, sich zu verabschieden. Aber wenigstens bleibt uns das schöne Familienbild, welches unser Lieblingskellner von uns gemacht hat, als eine wundervolle Erinnerung an diesen einfachen und gleichzeitig außergewöhnlichen Mittwoch.

Danke an alle Beteiligten … den Kindern fĂŒr die Organisation … dem Labyrinthehaus fĂŒr die Bespaßung … dem Diner fĂŒr das leibliche Wohl … und natĂŒrlich allen OLCAs fĂŒr diesen großartigen Zusammenhalt, der auch mit erwachsenen und ausgezogenen Kindern immer noch sehr innig besteht. Ich nehme das keineswegs als SelbstverstĂ€ndlichkeit hin!



2017 22.
Aug

Im Laufe des Jahres habe ich auf den Straßen unseres Stadtteils oder in den GrĂŒnanlagen des Uniklinikums, wo ich arbeite, Hasen, FĂŒchse und anderes Getier gesehen. Auch Spechte waren immer wieder ganz fleißig dabei, aus den BĂ€umen in der Gegend das Beste herauszuklopfen. Doch ausgerechnet in dem Monat, fĂŒr welchen ich das Thema „Tiere in der Stadt“ vorgesehen habe, nahmen sie offensichtlich allesamt Urlaub, denn von denen bekam ich zum Zeitpunkt der unangekĂŒndigten Fotosessions im Rahmen eines mit Kamera bewaffneten Streifzuges rein gar nichts mehr zu sehen. DafĂŒr waren zum GlĂŒck aber einige andere, die keine Angst davor hatten, in meinem Blog zu erscheinen, bereit, fĂŒr mich zu posieren    zwinker    wie zum Beispiel diese jungen Falken samt ihres Betreuers und Aufpassers:

Auch Enten und GĂ€nse fĂŒhlen sich ganz offensichtlich wohl in der NĂ€he von Menschen:

Und wenn einem von ihnen der Trubel in der großen Gruppe zu viel wird, dann kann man sich auch nach dem Baden an einem Brunnen in die Sonne stellen:

Einige gefiederte Stadtbewohner werden von den Menschen recht gut mit Futter versorgt …

… andere profitieren ĂŒber weniger offensichtliche, dennoch gut verfĂŒgbare Futterstellen:

Wenn das natĂŒrliche Angebot zu eintönig wird, findet sich in der NĂ€he von Menschen immer wieder mal eine Möglichkeit, etwas Essbares zu ergattern:

Möwen haben sich zum Teil derart stark auf diese Art der Futterbeschaffung aus Abfalleimern spezialisiert, dass man ihnen inzwischen in den USA den wenig schmeichelhaften Beinamen „Ratten mit FlĂŒgeln / rats with wings“ verpasst hat:

Es gilt allerdings bei Möwen wie bei Menschen die Regel: nicht alle sind so    zwinker

Es gibt eben auch Vogelarten, die auf eine direkte Nahrungsabgabe von Menschen gar nicht erst angewiesen sind, wie diese beiden Kolibris beweisen … da scheint sogar der Hund zu staunen, der aus dem Schatten das emsige Flattern beobachtet:

Apropos Hunde & Co: NatĂŒrlich spielen domestizierte Tiere in einem Stadtbild eine ganz große Rolle. Manch eine Katze fĂŒhlt sich dazu berufen, penibelst darauf zu achten, wer in ihr Revier hineingehen möchte:

Bei den Beziehungen zwischen Hund und Mensch lÀsst es sich manchmal sehr schwer sagen, wer von den beiden eigentlich das Sagen hat:

Hunde erobern die Herzen der Herrchen und Frauchen eben im Nu und haben dadurch jede Menge Privilegien, egal ob im Auto …

… oder im Restaurant:

Da haben Pferde ein nicht so gemĂŒtliches Leben, denn entweder sie tragen die Menschen auf ihrem breiten RĂŒcken …

… oder sie haben außer ihrem Reiter auch noch weitere Lasten zu schleppen:

Wilde Tiere mĂŒssen, wenn sie in einer lauten, ĂŒberfĂŒllten und vielbefahrenen Gegend ĂŒberleben wollen, auf alle EventualitĂ€ten im Straßenverkehr Acht geben, um nicht unter die RĂ€der zu geraten:

Anderseits, wozu auf Zebrastreifen achten, wenn man selber gestreift ist?

Beim Auswerten der Aufnahmen fĂŒr das aktuelle Projekt bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir in unserem direkten Umfeld immer mehr jede Menge gezĂ€hmtes und auch wildes Leben haben. Gerade Vögel haben sich optimal auf die NĂ€he der Menschen in der Stadt angepasst. FĂŒr sie gibt es ja auch jede Menge RĂŒckzugsmöglichkeiten: Wasservögel erfreuen sich an den Seen und Teichen, welche es an jedem Wohnort gibt …

… andere gefiederte Stadtbewohner finden große und kleine Parks sowie zahlreiche GĂ€rten perfekt, um sich in unserer NĂ€he wohl zu fĂŒhlen. Manchmal hatte ich beim Fotografieren sogar das GefĂŒhl, dass nicht nur wir sie bei ihrem Tun und Handeln beobachten, sondern auch sie uns    standard



2017 20.
Aug

Nach langer Trennungszeit, die durch AusflĂŒge, Urlaube und PrĂŒfungszeiten der Familienmitglieder entstanden ist, war unserer OLCA-Kleeblatt wieder mal fĂŒr einige Tage vereint. Die letzten zwei Wochenenden vor dem jetzigen hatten sowohl die Kinder als auch wir einiges an Zeit eingeplant, um uns wieder zu sehen, zu knuddeln und ganz entspannt ĂŒber Gott und die Welt quatschen zu können. Wie vermutet stellte es sich heraus, dass nicht nur Carsten und ich immer wieder auf Achse sind, sondern, dass unsere Kinder uns diesbezĂŒglich in Nichts nachstehen. Es gab logischerweise einiges an Fotos zu sehen und die Kinder waren im Gegenzug dazu verdonnert, eine großzĂŒgig angelegte Auswahl unserer dreiwöchigen USA-Reise in Video, Bild und Wort ĂŒber sich ergehen zu lassen. Sie haben sehr stark Interesse daran geheuchelt gezeigt    standard

Nach unserem ersten gemeinsamen Wochenende (5./6.8.) sind beide Kinder zurĂŒck zu sich nach Hause gefahren, um, wie schon gesagt, am darauffolgenden Samstagabend (12.8.) wieder bei uns zu sein. Denn noch hatten wir bei Weitem nicht alle GesprĂ€chsthemen durch    standard
Es wurde ein ganz gemĂŒtlich-gechilltes Wochenende wie zu damaligen Zeiten, als wir noch alle zusammen unter einem Dach lebten. Um ehrlich zu sein, war es aus meiner Sicht diesmal sogar noch familiĂ€rer, denn frĂŒher hatte man sich ja jeden Tag gesehen und es lief vieles nebenbei ab, aber nun nehmen wir uns immer ganz bewusst Zeit fĂŒreinander. Leider haben wir in unserer Zweiraumwohnung nicht mehr so viel Platz wie damals im eigenen Haus und so durfte sich das Ablagechaos von beiden eben vollends in unserem Wohnzimmer entfalten und nicht wie frĂŒher in den Kinderzimmern unserer Sprösslinge verteilen    standard

WĂ€hrend Andrea am Montagmittag schon wieder zu sich nach Chemnitz fuhr, da sie noch einiges fĂŒr die Uni zu erledigen hatte, blieb Stephanie noch bis Donnerstag bei uns. Sie hat sich in den Wochentagen und an den Abenden allerdings mit ganz vielen Freunden aus ihrer Schulzeit verabredet und so hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich am Dienstag mit Diana, einer Arbeitskollegin, bei einem GlĂ€schen Wein einen langen Schnatterabend im El Horst verbrachte.

Unsere Große kehrte schon am Mittwochabend wieder zurĂŒck (zum dritten Mal in 14 Tagen!), denn die beiden Schwestern haben ab dem nĂ€chsten Tag einen gemeinsamen Urlaub geplant. Nichts Großes, einfach viel Zeit zusammen verbringen, um sich z.B. endlich mal in aller Ruhe Leipzig anzusehen und ihre Großeltern in ThĂŒringen zu besuchen. Anschließend rĂŒcken sie einige Tage in Andreas Wohnung im ehemaligen Karl-Marx-Stadt ein, um auch diese Gegend ein kleines bisschen unsicher zu machen. Da Carsten und ich ein paar Überstunden auf unseren Arbeitszeitkonten haben, bekamen wir von unseren Chefs einen freien Tag (wir sagen Arbeitszeitverlagerung/AZV oder Gleitzeitabbau/GZA dazu) genehmigt und so können und dĂŒrfen wir uns am kommenden Mittwoch den MĂ€dels anzuschließen, um noch einen weiteren Familientag zu verbringen – ich freue mich schon jetzt ganz doll drauf    standard

In der Zwischenzeit verbringen wir beide wieder unser PĂ€rchenleben in trauter Zweisamkeit. Das Ausschlafen am Wochenende klappt leider immer noch nicht besonders – irgendwie ist unser innerer Wecker zu stark auf die Alltagsaufstehzeit von 5:30 Uhr geeicht    zwinker    doch zum GlĂŒck kann man an den arbeitsfreien Tagen ja ab und zu die ein oder andere Schlummerstunde am Nachmittag einbauen. Danach ist man auch wieder topfit, um beispielsweise voller Tatendrang zum Dresdner Stadtfest zu gehen.

Wir stellten dabei zum wiederholten Male fest, dass solche großangelegten Volksfeste mit zahlreichen Futter- und Trinkoptionen sowie lauter Musik unterschiedlicher Richtungen (Schlager, DDR-Rock, Discofox, …) zusammengedrĂ€ngt auf engstem Raum auf uns eher verwirrend als erheiternd wirken. Ich hoffe, es ist kein Zeichen dafĂŒr, dass wir zu alt fĂŒr solche Feierlichkeiten geworden sind    zwinker
Die Dresdner Innenstadt ist bei Abendstimmung unbeschreiblich schön, besonders wenn man einfach aus der lauten und turbulenten Ecke verschwindet und das Ganze mit etwas Abstand z.B. von der BrĂŒhlschen Terrasse aus beobachtet. Das fanden auch Besucher aus dem Stuttgardter Raum, die uns fĂŒr unsere Wahlheimat sogar ein wenig beneideten – so deuten wir jedenfalls das Kompliment einer schwĂ€bischen Familie, welche beim gemeinsamen Essen auf einer Biertischgarnitur unsere Stadt in den höchsten Tönen lobte. Es freut uns sehr, dass die sĂ€chsische Hauptstadt doch noch anders als nur als Pegida-Hochburg, einem großen braunen Flecken in Deutschland oder als Heimat von BrĂŒckenstreithanseln wahrgenommen wird.

Verglichen mit dem Stadtfest bereitet mir die Aussicht auf den kommenden Mittwoch mit unseren MĂ€dels allerdings sehr viel mehr (Vor-)Freude. Mal sehen, was wir an dem Tag gemeinsam besuchen werden … die Planung liegt diesmal ganz in den HĂ€nden der Kinder    standard



2017 04.
Aug

Ich habe mich in Bezug auf meine Fotoprojektberichte wieder dermaßen „verschuldet“    zwinker    aber immerhin mache ich wenigstens brav meine Aufnahmen passend zum jeweiligen Monatsthema … nur mit Onlinestellen hapert es. Ich glaube aber, jetzt könnte ich endlich die nĂ€chsten Tage bzw. Wochen nach und nach Ergebnisse meiner Fotoprojekte der großen weiten Welt zeigen. Wir fangen mit dem Projekt an, welches ich mir fĂŒr Mai vorgenommen und auch in dem Monat durchgefĂŒhrt habe: Malerei.

Man kann seine Gedanken und GefĂŒhle mit völlig unterschiedlichen Mitteln in Farbe zum Ausdruck bringen. Eine ganz klassische Version sind natĂŒrlich die guten alten, seit unserer Kindestagen bekannten, Buntstifte.

An und fĂŒr sich hat man bereits in den jungen Jahren die meisten Maloptionen ausgetestet, meistens natĂŒrlich im Kindergarten und in der Schule. Denn wer von uns hat nicht wenigstens einmal im Leben mit Wasserfarben gemalt?

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nie vollbracht habe, solche zierlichen GemÀlde zu erschaffen:

Straßenmalkreide kennen bestimmt auch alle von uns. Wer sie in verschiedenen Farben nach wie vor besitzt und dazu noch eine pfiffige GeschĂ€ftsidee hat, kann damit auch als Erwachsener den einen oder den anderen Cent dazu verdienen:

Hier forderte ein StraßenkĂŒnstler nĂ€mlich dazu auf, Geld auf eine der zahlreichen (und fast vollstĂ€ndigen) LĂ€nderflaggen zu legen. Ich gebe zu, von mir landeten MĂŒnzen natĂŒrlich sowohl auf der ukrainischen als auch auf der deutschen Flagge    lachen

Die moderne Variante des Malens ist da schon eher etwas fĂŒr richtig GeĂŒbte unter uns, denn ich fĂŒr meinen Teil wĂ€re mit all den Dosen garantiert absolut ĂŒberfordert    standard

Wer diese Kunst beherrscht, kann damit ganz neue, geheimnisvolle Welten erschaffen, wie man fast regelmĂ€ĂŸig bei YouTube oder Fazzebuck zu sehen bekommt:

Oder so ein Sprayer kann schlicht und einfach die Leute um sich herum im Winter wie im Sommer zum Schmunzeln bringen:

Als Model eines Straßenkarrikaturisten sollte man sich grundsĂ€tzlich lieber auch nicht all zu ernst nehmen    zwinker

Keine Sorge, das bin nicht ich …    zwinker

Eigentlich kann jeder von uns malen. Aber viele von uns haben schlichtweg Bammel vor einem weißen Blatt Papier oder einer unberĂŒhrten Leinwand …

Dabei muss man sich einfach nur trauen, einen ersten Pinselstrich zu wagen …

… und danach entwickelt sich das Bild nach und nach …

… und kann am Ende ein echtes Kunstwerk werden, welches man voller Stolz selber betrachten …

… oder im Rahmen einer Ausstellung auch allen anderen zeigt, die es sehen wollen:

Als KĂŒnstler baut man mitunter eine richtige Beziehung zum eigenhĂ€ndig erschaffenen Bild auf:

Man bekommt im Schaffensprozess sehr wohl ziemlich dreckige Finger …

… aber dafĂŒr darf man auch unbesorgt mal ganz dick auftragen    zwinker

Aber selbst wenn der Zahn der Zeit an der Kraft der Farben nagt und man die Brillanz des ursprĂŒngliches Bildes beim Betrachten eher erahnen als sehen kann, beflĂŒgeln die Bilder selbst nach Jahrhunderten noch unsere Fantasie und bringen uns zum Nachdenken:

Sie inspirieren uns unter UmstÀnden dazu, selbst nach einer langen Pause vielleicht doch mal selber wieder einen Stift anzufassen und damit die eigene KreativitÀt nochmals auszuleben:

Ich wĂŒnsche jedem dabei ganz viel Spaß und Freude! Vielleicht darf ich das ein oder andere Bild aus eurer Hand irgendwann ja sogar mal als Teil einer Ausstellung sehen, wer weiß    standard



2017 30.
Jul

Mein armer Blog fĂŒhlt sich schon seit Wochen völlig vernachlĂ€ssigt. Nun soll sich das wieder Ă€ndern und heute Abend wird er schon wie gewohnt mit schönen und interessanten Erlebnissen „gefĂŒttert“. Nach drei Wochen Urlaub haben Carsten und ich in der Tat noch zwei Wochen gebraucht, um wieder auf unseren normalen Tagesablauf in allen Belangen zu kommen – deshalb leider die letzten Wochen diese große Stille hier.

Die drei Wochen Urlaub waren im positiven Sinne eine Wucht, denn wir haben jeden einzelnen Tag unglaublich viel erlebt und gesehen. Allein die Tatsache, dass wir in der Zeit ca. 6.500 km im Westen der USA zurĂŒckgelegt haben, spricht aus meiner Sicht fĂŒr sich. Dabei haben wir nicht nur „vagabundiert“, sondern verbrachten zwischen den eintĂ€gigen Motelzwischenstopps auch bis zu je fĂŒnf ganze Tage in Los Angeles, Las Vegas und San Francisco    standard

Hier nun ein kleiner Abriss davon, was wir in den 23 Urlaubstagen, diesmal nicht nur zu zweit, sondern zusammen mit Ines und Torsten, auf uns einprasseln ließen    lachen

Gelandet sind wir in San Francisco und nach einer Nacht in Palo Alto bewegten wir uns gleich in zwei Etappen (Monterey & Morro Bay) möglichst viel auf dem Highway 1 gen Los Angeles. Unterwegs haben wir dabei durch Zufall eine riesige Seeelefantenkolonie entdeckt und jede Menge Zeit damit verbracht, diesen Tierchen bei ihrem Treiben zuzugucken – wir fanden sie einfach göttlich!

Bei der MotelĂŒbernachtung in Morro Bay haben den Abend getrennt verbracht, denn Ines und Torsten wollten dort am Strand bleiben, doch Carsten und mich zog es in die Umgebung zu einer großen SanddĂŒne. Dabei haben wir auch einen Strand angesteuert, wo man typisch amerikanisch    zwinker    mit dem eigenen Auto bis ans Wasser ranfahren durfte. FĂŒr uns beide war das eine Premiere und so zuckelten wir ganz gemĂŒtlich mit unserem Allrad-angetriebenen Monster-SUV Ford Expedition (5,5 m lang, 2 m breit, 2 m hoch, 2,7 t schwer, mit 370 PS unter der Haube, aber nur 182 km/h Höchstgeschwindigkeit (!) und einem Verbauch von fast 15 l auf 100 km) an der „Seashore“ entlang und schauten den Leuten am Strand zu, welche ihre Freizeit beim Spielen, Grillen und Quatschen verbrachten. Wir genossen das bezaubernde Farbenspiel am Abendhimmel und passend dazu flogen auch noch Pelikane nur wenige Dezimeter ĂŒber das Wasser – unbezahlbar!

In Los Angeles angekommen, sonnten wir uns natĂŒrlich auch mal im Lichte von Glanz und Glamour Hollywoods:

Um noch mehr davon zu bekommen, statteten wir dem Universal Studios Freizeitpark einen ganztĂ€gigen Besuch ab:

Die KĂ€rtchen, welche Ines und ich um unsere HĂ€lse hĂ€ngen haben, kostete mit ca. 80 Euro extra pro Person zwar eine gehörige Stange Geld, aber sie waren am Ende jeden Euro wert. Unter uns nannten wir sie „Schummelpass“ (offiziell „front line“), denn damit mussten wir uns bei allen Attraktionen nicht an den allgemeinen Schlangen anstellen, wo die Wartezeit mitunter bis zu einer Stunde angegeben war, sondern konnten einen VIP-Gang mit wesentlich kĂŒrzerer (oder gar keiner) Wartezeit nutzen. Damit haben wir es sogar geschafft, an nur einem ganzen Tag wirklich alles anzusehen, was uns interessiert hat. NatĂŒrlich konnte ich bei den Minions nicht einfach so vorbeigehen – ein gemeinsames Foto war ein Muss    zwinker

WĂ€hrend unseres Aufenthaltes in Los Angeles haben wir uns an mehreren Tagen auch die Stadt und die Umgebung angesehen und dabei durften StrĂ€nde, wie z.B. Venice Beach und Santa Monica nicht fehlen – es war mit 30-40 Grad richtiges Strand- & Badewetter.

Irgendwie schon viel zu frĂŒh (man hat mal wieder nur an der OberflĂ€che der Stadt kratzen können) brachen wir wieder gen Osten auf, da das nĂ€chste große Ziel Las Vegas hieß. Unterwegs machten wir einen Übernachtungsstopp, um einen Tag in Joshua Tree Nationalpark verbringen zu können. Die namensgebenden Yuccas sind dort wirklich groß gewachsen!

Es gibt in diesem Park unter anderem auch eine ganz große FlĂ€che, auf welcher sich der sogenannte „Teddy Bear Cactus“ ganz wohl fĂŒhlt. Sie sehen wirklich, wirklich kuschelig aus, aber irgendwie konnte ich mich nicht ĂŒberwinden, sie so richtig innig zu knuddeln    zwinker

Am nĂ€chsten Tag, auf dem Weg in die Spielerstadt, lag die Geisterstadt Calico und bekam ebenfalls ein paar StĂŒndchen Aufmerksamkeit.

Da wir uns nicht anstĂ€ndig benehmen konnten, landete Carsten bereits nach kurzer Zeit hinter Gittern:

Ich musste einen Mantel aus Holz anprobieren. Aber dieser hatte definitiv einen sehr maskulinen Schnitt: im Schulterbereich zu breit und im Beckenbereich zu schmal … zu groß war er ohnehim. Ich habe dankend abgelehnt    lachen

Und dann waren wir in Las Vegas – die Stadt, welche fĂŒr uns beide bekanntlich eine sehr große Bedeutung hat. NatĂŒrlich haben wir auch einen Abstecher zu unserer damaligen Trauungskapelle gemacht und dort hat sich optisch rein gar nichts verĂ€ndert    standard    nur wir sind merklich 11 Jahre Ă€lter geworden …

Es gab auch noch weitere Besuche von Orten, welche wir uns bereits im Februar 2006 angesehen haben, z.B. Valley of Fire:

Der Rundumblick von der Stratosphere war auch diesmal um die Zeit, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die Lichter der Stadt alle Straßen ausfĂŒllen, einfach magisch.

Eine Sache hat sich allerdings in den ganzen Jahren nicht verĂ€ndert: ein Kamerastativ mit hoch zu nehmen, auch wenn es im Gegensatz zum damaligen Dreibein diesmal sogar nur eines in HandtaschengrĂ¶ĂŸe war, wurde nicht zugelassen. Wogegen die Selfiestange von Torsten beim Sicherheitscheck gar kein Problem darstellte – diese Logik haben wir nicht verstanden.

Diesmal haben wir uns dort oben auf eine neue Erfahrung eingelassen und kauften auch gleich Tickets fĂŒr das an der Spitze befindliche FahrgeschĂ€ft namens Big Shot.
Fazit 1: man wird mit einer unvorstellbaren Wucht in den Himmel katapultiert
Fazit 2: wenn man gleich danach im freien Fall wieder zurĂŒckfĂ€llt, schwebt man einige Augenblicke, d.h. man spĂŒrt keinen Sitz unterm Pops … im Nachhinein ein echt cooles GefĂŒhl, aber in dem besagten Moment des Erlebens mehr als beĂ€ngstigend    zwinker

Ein weiterer Ausflug, welchen wir von Las Vegas aus auch um der Erinnern willens unternommen haben, fĂŒhrte uns zum Death Valley:

Diesmal haben wir sehr gut verstanden, woher der Name kommt, denn wir fĂŒhlten uns außerhalb unseres gut klimatisierten Autos wie Brötchen im Backofen – kein Wunder bei diesen Temperaturen!

FĂŒr uns EuropĂ€er: 126°F sind 52,2°C … in der Sonne zwar, aber auch im Schatten kletterte das Thermometer bis auf 50°C hoch!

Bloß gut, dass wir am Tag davor eingekauft und unsere auf dem gesamten Trip unentbehrliche, rote KĂŒhlbox randvoll mit Wasserflaschen und Eis gefĂŒllt haben:

Wie findet ihr ĂŒbrigens unser Auto? Wir fanden seine GrĂ¶ĂŸe bei den zurĂŒckgelegten Strecken und der Menge unseres GepĂ€cks Ă€ußerst vorteilhaft!

Womit wir uns noch in Las Vegas Zeit vertrieben haben? So wie es sich in dieser Stadt gehört mit Show und im Casino    zwinker

Trotz dieses Wiederholungsbesuches gab es auch fĂŒr uns ganz in der NĂ€he etwas Neues zu entdecken: den Red Rock Canyon. Vorteil: er ist nĂ€her zu Las Vegas als die anderen Naturschauspiele … Nachteil: aus diesem Grund tummeln sich dort bedeutend mehr Leute als im etwas entfernteren Valley of Fire.

Wir haben uns auf dieser Reise noch mehr Nationalparks vorgenommen und auch besucht:

Das ist im Zion Nationalpark. Dort haben Ines und Torsten sich fĂŒr eine Wanderung entschieden, wĂ€hrend wir mit dem Auto nur durchfuhren, natĂŒrlich nicht ohne etliche Fotostopps zu machen, um bis zum Bryce Canyon Nationalpark zu gelangen. Die Schönheit dieses Parks fand ich einfach umwerfend! Es war, als ob ich mitten in einem Fantasyroman wĂ€re: mĂ€rchenhaft, bezaubernd, unwirklich schön – das Foto gibt das leider nicht mal annĂ€hernd wieder. 

Aber ich konnte mich vor Ort an den bizarren Felsformationen einfach nicht sattsehen! Wir planten ursprĂŒnglich nur drei Stunden fĂŒr den Scenic-Rundweg ein, sind am Ende aber fast die doppelte Zeit an den insgesamt 14, immer schön brav mit dem Auto zu erreichenden Aussichtsplattformen versackt.

Und am nĂ€chsten Tag brachen wir zur letzten Etappe (von Las Vegas nach San Francisco) auf und fuhren auf dem Weg nach Mammoth Lakes recht nah am GelĂ€nde der Area 51 vorbei … ein sehr besonderer Highway, mit einem sehr besonderen Namen und gelegentlich auch ohne sichtbare Straße auf dem Navi:

Das kleine, beschauliche Örtchen und an der WestkĂŒste sehr beliebte Skigebiet Mammoth Lakes liegt mit 170 Straßenkilometern nicht sehr weit vom eigentlich angepeilten Ziel Yosemite-Nationalpark entfernt und fiel so damals mit in den Streckenverlauf, da uns die Zimmerkosten im Yosemite bei der Planung doch viel zu hoch erschienen. Dieser Nationalpark hat mich sehr durch seine grĂŒnen Landschaften und auch durch die Tiere, welche wir gesehen haben, beeindruckt … von den riesigen Bergen, TĂ€lern und WasserfĂ€llen ganz zu schweigen    standard

Ganz am Anfang unseres Yosemite-Trips wurden wir von einer absolut idyllischen Szene ĂŒberrascht:

Besser hĂ€tte es kein bayrischer oder österreichischer Kitschmaler auf seine Leinwand bringen können, oder nicht? Nur das Röhren fehlte …

BezĂŒglich Tierwelt haben wir von diesen kleinen, knuffigen Nagern im Endeffekt den ganzen Tag (und wenn man artverwandschaftlich Eichhörnchen/Squirrel und Streifenhörnchen/Chipmunks ĂŒber einen Kamm schert, auch fast auf dem gesamten Trip) wesentlich mehr und öfters gesehen    zwinker

Nur eine Tiergattung ließ sich ĂŒberhaupt nicht blicken, denn obwohl es in dem Park wohl um die 400 SchwarzbĂ€ren geben sollte, kreuzte leider keiner von ihnen unseren Weg    weinen

Aber nun zurĂŒck zu den riesigen Bergen, tiefen TĂ€lern und kristallklaren WasserfĂ€llen – die sind immer da und haben sich im besten Lichte gezeigt    standard

Übrigens, trotz dass es ĂŒberall schön sommerlich warm bzw. heiß war, gab es sowohl in Mammoth Lakes als auch im Yosemite einige Schneefelder. Ist doch selbstverstĂ€ndlich, dass es bei einem der Stopps zu einer Schneeballschlacht gekommen ist …    zwinker

Nach so viel Ruhe und unberĂŒhrter Natur zog es uns wieder in die Hektik einer großen Stadt zurĂŒck –  es ging weiter nach San Francisco. Ich muss ganz ehrlich sagen, die Stadt fand ich weitaus schöner als Los Angeles. Allerdings ist SF auch ganz schön schrĂ€g drauf:

Da habe ich vorsichtshalber mal unser Auto festgehalten    zwinker

Dass wir auf dem RussenhĂŒgel/Russian Hill die steile Lombardstraße als Weg mit dem Auto nach unten und zu Fuß nach oben genutzt haben, versteht sich quasi von selbst    zwinker

Leider kann man dort nur sehr langsam herunterfahren, weil meistens recht viele Autofahrer genau die gleiche Erfahrung im Zick-Zack-Fahren machen möchten, wie unsereiner    zwinker

Ein anderes Wahrzeichen von San Francisco stand bei uns ebenfalls auf dem Programm: die Golden Gate Bridge. Wir sind ĂŒber sie hin und zurĂŒck gefahren und auch hin und zurĂŒck gelaufen. Aus meiner Sicht ist das eine BrĂŒcke fĂŒr die Autofahrer, denn als FußgĂ€nger hat man dort nicht so viel Spaß, weil der vorbeirollende Verkehr extrem laut ist – die beiden Wege verlaufen ja dicht nebeneinander. Ich bin die 2,7 km in die eine und genau so viel in die andere Richtung quasi im Schweinsgalopp gelaufen, um schnell wieder von da runter zu kommen. Da finde ich die New Yorker Brooklyn Bridge als FußgĂ€nger wesentlich angenehmer    standard

Aber auf einem Erinnerungsbild macht sie sich doch ganz gut    zwinker

Ein letztes Highlight dieser Reise fĂŒr mich war der Besuch des Henry Cowell Redwoods Nationalparks, denn ich wollte unbedingt einmal im Leben die kalifornischen MammutbĂ€ume mit eigenen Augen sehen. Ihre GrĂ¶ĂŸe hat nicht nur mich beeindruckt, auch mein Mann fĂŒhlte sich plötzlich dazu berufen, einen der Riesen zu umarmen    zwinker

Übrigens: rechts sieht man einen Zugang in den Baumstamm. Dort war eine Höhle mit ĂŒberraschend viel Platz, so das man problemlos gerade stehen konnte und wenn nicht andere Besucher da gewesen wĂ€ren, hĂ€tte man sich auch ganz bequem hinlegen können. Es schon mal Menschen vor langer Zeit, die darin ĂŒbernachtet haben.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so stark gekĂŒrzt habe, aber es war so schon schwer genug, eine abgespeckte Fotoauswahl von 32 StĂŒck aus insgesamt 9100 Bildern zu treffen – ich hĂ€tte bestimmt noch locker mehrere DinA4-Seiten fĂŒllen können. Vielleicht reicht die Zeit im Alltag ja mal wieder fĂŒr einen Reisebericht, denn so einen haben wir schon lange nicht mehr zustande bekommen – leider.

FĂŒr diejenigen, die es interessiert, hier mal unsere gesamte Route im Überblick: mit dem Flieger Berlin-Tegel/DĂŒsseldorf/San Francisco & Übernachtung in Palo Alto – Weiterfahrt nach Monterey (Aquarium, 17 Mile Drive & Highway 1) – Weiterfahrt nach Morro Bay (Highway 1, Strand & DĂŒnen) – Weiterfahrt nach Los Angeles bzw. zur FeWo in San Pedro (Zwischenstopps an den StrĂ€nden von Santa Barbara & Malibu) – Universal Studios – LA-Stadtrundfahrt – Santa Monica & Venice Beach – San Pedro & Long Beach – Weiterfahrt zum Joshua Tree Nationalpark – Weiterfahrt nach Las Vegas (Zwischenstopp in Calico Ghost Town, Aussicht von der Stratosphere) – Red Rock Canyon & LV-Strip – Hoover Dam, Valley of Fire & LV-Freemont Street – Death Valley & LV-Strip – Rundgang durch die ganz großen und berĂŒhmten Themenhotels am Strip – Weiterfahrt zum Zion Nationalpark – Tagestour zum Bryce Canyon – Weiterfahrt nach Mammoth Lakes – Tagestour zum Yosemite Nationalpark – Weiterfahrt nach San Franscisco – SF-Stadtrundfahrt auf dem 49 Mile Scenic Drive – SF-Stadtrundgang inklusive Cable Car-Fahrt – Tagestour zum Redwood Park & Santa Cruz – AusflĂŒge zu einer San Andreas-Verwerfung & zur Aussicht Twin Peaks in SF – RĂŒckflug San Francisco/DĂŒsseldorf/Dresden … das sind drei Wochen voller Abenteuer und Entdeckungen in Kurzform.

Fazit dieses Trips –> wir haben in nur drei Wochen unsere Fußstapfen in vier US-Bundesstaaten zurĂŒckgelassen: Arizona, Utah, Nevada und die meisten sicherlich in Kalifornien. Ich muss zugeben, dass mich Letzteres mit seiner Vielseitigkeit enorm beeindruckt hat! Dort hat man Meer, Berge, WĂŒste, StĂ€dte, endlose Felder und und und … außerdem finde ich die kalifornische Flagge aus irgendeinem, mir sich nicht auf Anhieb erschließenden Grund, sehr ansprechend    zwinker

Ich denke, ich könnt ohne meine Hilfe einschĂ€tzen, warum sie mir so gut gefallen hat    zwinker



2017 23.
Jun

WĂ€hrend die Welt immer wieder aufs Neue ĂŒber den Br-Exit diskutiert, trauten wir uns gegen die Strömung zu schwimmen und entschieden uns fĂŒr ein Br-Entrance, wenn auch nur fĂŒr die LĂ€nge eines Pfingstwochenendes. Ich war bis jetzt noch nie in Großbritannien und Carstens letzter Besuch dort war noch wĂ€hrend seiner Schulzeit – aus dem Grund war London fĂŒr uns beide immer noch bzw. wieder ein quasi unbekanntes Reiseziel    zwinker

Wir hatten einen exakt ausgearbeiteten Tourenplan fĂŒr jeden Tag von Freitag bis Montag im GepĂ€ck:

Dabei hatten wir glĂŒcklicherweise nicht so viel GepĂ€ck dabei. Eigentlich nur das, was Carsten da auf dem Bild trĂ€gt plus meine Handtasche.

Weil das Einchecken in unserer Unterkunft erst nachmittags möglich war, fuhren wir im wahrsten Sinne des Wortes mit Sack und Pack hoch oben auf einem Big Bus durch die Stadt und verschafften uns zusammen mit einigen anderen Touristen einen ersten Überblick ĂŒber diese Gegend. Ganz nebenbei lernten wir dabei die Besonderheiten des hiesigen Wetter am eigenen Leib kennen, denn erst war es schön warm und sonnig …

… und nur ein paar Stunden spĂ€ter war es ganz andersrum.

Da haben wir dann auch verstanden, warum man bei einer Big Bus-Tour in dieser Stadt nicht die kleinen Wasserflaschen wie in Dubai oder Abu Dhabi in die Hand gedrĂŒckt bekommt, sondern ein Regencape    lachen     oder wie wir OLCAs dazu sagen: Wurstpellen. Wie man auf dem Foto sieht, bieten das wohl nicht alle Reiseunternehmen an, denn die Touristen des Nachbarbusses  haben keinen Schutz vor dem plötzlich eingetretenen Wolkenbruch bekommen    zwinker

An den anderen Tagen unserer Reise lernten wir die Vor- und Nachteile der berĂŒhmten Londoner Tube kennen. Der Vorteil liegt auf der Hand: die ZĂŒge sind schnell durch den dichtesten Verkehr und kommen zudem in sehr kurzen AbstĂ€nden. Nur die Wege bis zu den ZĂŒgen beanspruchen etwas Zeit und manchmal auch etwas Kraft    zwinker

Hier ist das blaue Schild wichtig –> 15 Stockwerke unter der Erde = 193 (Wendel-)Treppenstufen … wir sind leider der Menge hinterhergetrottet und haben dabei den Fahrstuhl „verpasst“:

Dank der hervorragenden Verbindungen der Subway konnten wir trotz unserer wenigen Tage in einer solchen Großstadt ganz viele unterschiedliche Ecken besuchen. NatĂŒrlich war ich als großer Sherlock Holmes Fan auch an der berĂŒhmten Adresse 221b Baker Street.

Ich durfte einen Blick in den benachbarten Andenkenladen werfen (Carsten musst wegen des GepĂ€cks leider draußen bleiben) und wurde dort ganz lieb von dieser jungen und bezaubernden Dame empfangen:

Im Laden selber musste ich mich wirklich ganz stark zusammenreißen, um nicht zu laut zu jubeln! Meine Familie weiß schon lange, dass es fĂŒr mich nur bei sĂ€mtlichen Verfilmungen eigentlich nur eine einzige „richtige“ Sherlock Holmes-Verkörperung gibt – den aus meiner Kinderzeit, also der aus der sowjetischen Version. Ich wusste, dass die Briten die sowjetische Verkörperung dieses genialen Detektivs durch den Schauspieler Vassily Livanov sehr zu schĂ€tzen wissen, aber doch tatsĂ€chlich einen Beweis dafĂŒr direkt vor Ort zu finden, hat mich doch sehr gefreut    standard

Apropos BĂŒcher- und Filmhelden. NatĂŒrlich musste ich auch diesen Bahnhof (ganz in der NĂ€he) unbedingt besuchen:

Ich wurde dort auf den BĂ€ren bezogen sehr schnell fĂŒndig und das sogar zweifach:

Ich glaube, man kann mir ansehen, dass ich sehr, sehr glĂŒcklich darĂŒber bin    verliebt

Mit „Paddington“ verbinde ich aber noch eine weitere Geschichte und zwar von ihr geschrieben:

Aber zurĂŒck zu den guten Verbindungen der Londoner U-Bahn und wo sie uns ab dem zweiten Tag alles hingebracht hat. Zum London Eye hĂ€tten wir eigentlich gar nicht hinfahren mĂŒssen, denn wir konnten das Riesenrad gefĂŒhlt schon fast von unserem Hotel aus sehen. Aber das tĂ€uschte, denn im Zentrum ließ es sich so gut wie immer entdecken, so groß ist das.

Aber ohne U-Bahn zur grĂ¶ĂŸten hinduistischen Tempelanlage außerhalb von Indien zu kommen wĂ€re sonst Ă€ußerst schwierig geworden. Der Zug verließ sogar fĂŒr die letzten paar Stationen den Untergrund und fuhr oberirdisch weiter – so weit draußen liegt er. Und dann mussten wir noch eine gute Meile (ca. 1,6 km) von der Haltestelle durch die Straßen am Stadtrand laufen, wo man aber auch außergewöhnliche Einblicke in das britische Alltagsleben mitbekam: dieser Pohl in der Mitte versorgt sternförmig (gefĂŒhlt) alle HĂ€user dieser Straßenseite und die der gegenĂŒberliegenden mit Telefonstrippen …

… und da wir am Ende so lange laufen mussten, fĂŒrchteten wir schon fast, dass wir irgendwo vom richtigen Weg abgekommen waren. Aber dann haben wir einen hellen Streifen die weißen TĂŒrmchen am Horizont entdecken können.

Die Anlage selber ist in der Tat enorm! BTW: Das ist nur ein Teil des Ganzen.

Es gibt keine Bilder von innen, weil die Sicherheitskontrolle fast schon strenger als auf einem Flughafen war. SĂ€mtliches GepĂ€ck, alle RucksĂ€cke und Taschen sowie die FotoausrĂŒstungen mussten zu AufbewahrungsfĂ€chern gebracht werden. Daher mĂŒsst ihr es mir einfach glauben: der Abstecher ist auf jeden Fall sehr sehenswert! Wir durften sogar einer 30 minĂŒtigen Reinigungszeremonie zu Ehren des GrĂŒnders beiwohnen … nur Carsten bekam eigens fĂŒr die heiligen Hallen und Zeremonien einen Klettverschlußsarong ĂŒber seine kurzen Jeanshosen.

NatĂŒrlich war auch der Buckingham Palast absolut sehenswert. Hier begnĂŒgten wir uns nur mit der Außenansicht, dafĂŒr aber mit einer gerade stattfindenden, historischen Reiterparade samt Kanonenzug.

Dies ist definitiv meine absolute Lieblingsaussicht im St. James Park, wenn nicht sogar in ganz London. Diese TĂŒrme in der Ferne sehen wie eine unbekannte und geheimnisvolle Stadt am Ende einer langen Reise aus    *schwĂ€rm*

Aus der NĂ€he hat diese Skyline aber leider ihren Reiz gĂ€nzlich verloren …

Und ja, ich habe immer wieder mal einen Ruheplatz zum Sitzen gefunden, weil wir natĂŒrlich sehr viel zu Fuß gelaufen sind und ich trotz der guten Laufschuhe ab und an ganz schön pflastermĂŒde wurde. Da hielt ich nach jedem PlĂ€tzchen zum Ausruhen Ausschau    standard

In solchen Schuhen – auch wenn da zuckersĂŒĂŸe Teddys drangeheftet sind – wĂŒrde ich garantiert nicht mal eine Stunde aushalten können    standard    bei mir reichen eben nicht mal BĂ€ren als Motivation fĂŒr solche AbsĂ€tze    lachen

Mit meinen Laufschuhen konnte ich dafĂŒr sehr lange unterwegs sein, da hat die Kraft sogar fĂŒr ein paar Aufnahmen im Stehen ausgereicht    zwinker

Manchmal allerdings auch mit Anlehnen    zwinker

Und was wĂ€re London ohne seine berĂŒhmten BrĂŒcken! Wir konnten sogar einen seltenen Moment erhaschen, als die Tower Bridge sich geöffnet hat, um ein Segelschiff durchzulassen.

Über die Millennium-Bridge konnten wir ebenfalls ohne Probleme laufen, dabei wurde sie doch im Harry-Potter-Film „HP und der Halbblutprinz“ eigentlich komplett zerstört.

Es gab aber leider auch Orte, wo man an der Menschlichkeit der Menschen zu zweifeln beginnt … auf der Westminster Bridge lagen noch frische Blumen an der Stelle, wo im MĂ€rz diesen Jahres ein Terroranschlag stattgefunden hat und Leute gestorben sind.

Noch erschreckender wurde es, als wir SonntagfrĂŒh beim Nachrichten schauen erfahren haben, dass diesmal auf der London Bridge ungefĂ€hr das gleiche UnglĂŒck nochmals passiert ist! In beiden FĂ€llen ist ein Auto dazu genutzt worden, in eine Menschenmenge zu fahren und fĂŒr Tod und Verletzungen zu gebrauchen. 

Erinnert ihr euch an den Tourenplan ganz am Anfang dieses Beitrags? Wenn Carsten meinen WĂŒnschen nachgegeben hĂ€tte und nicht auf seinen Plan bestanden hĂ€tte, dann wĂ€ren wir vielleicht mitten in diese Grausamkeit geraten. Ich wollte nĂ€mlich gern die Tagesplanung von Samstag und Sonntag tauschen und somit den Samstagabend im Borough Markt ausklingen lassen. Bloß gut, dass mein Mann sich immer etwas bei seinen PlĂ€ne denkt (hier spielten Ladenöffnungszeiten mit hinein) und wir deshalb von der UnglĂŒcksstelle relativ entfernt waren, obwohl wir zu der Anschlagszeit gerade von der Tagestour zurĂŒck kamen und nur ein paar Straßen entfernt waren, da unser Hotel ca. 10 min Fußweg weit weg davon liegt! Beim Einschlafen (gegen 23:00 Uhr) konnten wir uns noch nicht erklĂ€ren, warum so viele Sirenen heulten und Hubschrauber ĂŒber unsere Köpfen kreisten.

NatĂŒrlich waren am Sonntag jede Menge Reporter in der Stadt unterwegs:

Zum GlĂŒck ließ sich die Stadt trotz der bedrĂŒckten Stimmung nicht ihre Lebensfreude nehmen. So konnten wir doch noch unsere letzten zwei Tagestouren fortsetzen und unter anderem das quirlige Leben auf dem (Trödel-)Markt beobachten, welcher Carsten bereits zu seiner Jugendzeit besonders in Erinnerung blieb. Auch wenn es jetzt noch kommerzialisierter geworden ist (aus dem Trödel wurde u.a. Tinnef, Kitsch & Tand), hat er dennoch seinen Charme und Reiz behalten, auch wenn diese Außenansicht das nicht ganz wiedergeben kann. In den alten Stallungen streiften wir durch die engen und verwinkelten GĂ€sschen und vergaßen dabei sogar Fotos zu machen …

Da wir diese Skulptur bei unserer Stadtrundfahrt gefĂŒhlt mindesten 20 mal gesehen haben, war es natĂŒrlich ein Muss, sie nun ebenfalls einmal zu Fuß zu besuchen – vor allem die GrĂ¶ĂŸe ist sehr imposant!

Ihr könnt uns getrost glauben, dass dieser inzwischen ganz schön lang gewordener Blogeintrag eigentlich nur einen Bruchteil unserer Erlebnisse und insbesondere unserer Bilder beinhaltet    lachen

Mein Fazit: Ich habe die dicken Löwenköpfe …

… die doch recht furchteinflössenden Drachen …

… die lange Geschichte dieser Stadt …

… die architektonischen Kontraste …

… und natĂŒrlich die immer sehr netten und liebenswĂŒrdigen Londoner, die wirklich verstehen, das Leben zu geniessen, …

…sehr in mein Herz geschlossen. Ich hoffe nun instĂ€ndig, dass diese Stadt endlich mal zu Ruhe kommt und von weiteren UnglĂŒcksfĂ€llen (zu Pfingsten der Terroranschlag und letzte Woche der schreckliche Hochhausbrand) verschont bleibt. Denn sie hat nicht umsonst eine derartige Skulptur stehen:

Das scheint jedenfalls das Lebensmotto der Einwohner und Touristen zu sein: MEGA-THUMB-UP!